PÜCKLERS ANANAS

Erster Ausflug dieses 2. Corona-Jahres in die SCHLESISCHE LAUSITZ in den MUSKAUER PARK MUŻAKOWSKI (20.07.).
Der Muskauer Park/ Park Mużakowski wurde 2004 als gemeinsames polnisch-deutsches Kulturerbe in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Man schwelgt in den von Pückler erdachten Sichtachsen, erlebt, wie man seine Lieblingsfrucht – die ANANAS – noch immer in Gewächshäusern zieht. Fürst Pückler liebte die Ananas! Er selber baute die exotische Frucht leidenschaftlich und erfolgreich an.

HERMANN VON PÜCKLER-MUSKAU (1785–1871) gehört zu den faszinierendsten deutschen Persönlichkeiten des
19. Jahrhunderts. Er wurde vor allem als herausragender LANDSCHAFTSGESTALTER bekannt: genialer Gartenkünstler, Lebemann, Weltreisender, erfolgreicher Schriftsteller, Genußmensch, Frauenverehrer. – Frauen beflügelten Pücklers Geist! Dass Pücklers Beziehung zur Damenwelt eine innige war, zeigen viele Stationen im Park, nicht nur die Insel Jeannette, sondern auch zum Beispiel der Freda-Blick oder der Helminen-Weg.

Der Park wird durch die NEISSE in zwei Hälften geteilt: 300 ha liegen auf der deutschen Seite bei Bad Muskau, 700 ha auf der polnischen Seite bei Łęknica (Lugknitz). Zwei Brücken im Park überqueren die Neiße und verbinden so den deutschen und polnischen Teil miteinander. WITAMY!

Truppen der I. Ukrainischen Front Marschall Iwan Koniews überquerten dort die Lausitzer Neiße: »Nach Berlin – Sieg«. Seit Februar 1945 durchzog eine deutsche Verteidigungslinie die Parkanlagen. Am 16. April wurden Park und Stadt durch heftigen Artilleriebeschuss der über die Neiße drängenden Truppen – darunter die 2. Polnische Armee – stark zerstört. So zerfetzten nach
130 Jahren Granaten Pücklers Traum. Und der Park wucherte in einem langen Dornröschenschlaf zu. Im Herbst 1945 fielen das Schloss und große Teile der Stadt einem Brand zum Opfer. Das Schloss brannte bis auf die Außenmauern nieder.

Erst fünfzig Jahre nach Kriegsende – also 1995 – begann der Wiederaufbau des Schlosses, der 2011 abgeschlossen werden konnte. In Sichtweite des Schlosses liegt ein vierseitiger Hof mit Remise, Marstall und Beamtenwohnhäusern – der sogenannte VORWERKHOF. Die Orangerie und die Schlossgärtnerei können besichtigt werden. Ich komme wieder! Dann aber mit der WALDEISENBAHN.

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