Schöne Scheinwelt

Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.

— Oscar Wilde

Dies ist der erste Beitrag in meinem neuen Blog. Ich beginne gerade erst mit dem Bloggen; bleibt also dran, es folgen bald weitere Beiträge. Melde dich unten an, um eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn ich etwas Neues poste

BERNSTEINSEE

Nochmalige Fahrt mit dem Deutschlandticket von Berlin aus via Dessau ins Chemiedreieck Bitterfeld, Halle-Neustadt, Leuna nach BITTERFELD-WOLFEN (Sachsen-Anhalt/ 27.10.). Seit 2007 bilden Bitterfeld und Wolfen eine Doppelstadt.

Ausstieg am Bahnhof in Bitterfeld. Zu Fuß auf dem »Blauen Pfad« etwa fünf Kilometer von der Innenstadt entlang der Seepromenade des Großen Goitsche Sees zum BERNSTEINSEE. Vorbei an der ehemaligen Fabrikantenvilla »Villa am Bernsteinsee« − heute ein Hotel und Restaurant − mit einer Ausstellung im Außenbereich zur Braunkohleförderung. Dort fotografierte ich die elektrische Museums-
lok. Die ›Marina Bernsteinsee‹ ist der Heimathafen des Fahrgastschiffs »MS Vineta«. Der historische, ehemals niederländische Frachtensegler »MS Reudnitz« (Baujahr 1890), stellt eine Attraktion in der mitteldeutschen Seenlandschaft dar. Den 26 Meter hohen besteigbaren Pegelturm mit Seeblick erreicht man an der nördlichen Bernsteinpromenade. Die Halbinsel Pouch mit der Produktionsfirma der zu ›Täterä-Zeiten‹ begehrten ›Poucher Faltboote (PFB)‹ habe ich auch diesmal nicht geschafft. Zurück zum Bahnhof ging es in 14 MIN mit dem Bus 420 von der Haltestelle »Wasserzentrum«.

Über den Stadtteil Bitterfeld berichtete ich hier bereits im Post GOITSCHIT (24.04.); im Post FILMFABRIK WOLFEN über
die Geschichte der Film-Produktion in Wolfen (16.10.).

EVA MAMLOK


Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg würdigt die Kreuzbergerin EVA MAMLOK (1918−1944). Der Blücherplatz, benannt nach
dem preußischen Husaren-General der Freiheitskriege, Gebhard Leberecht von Blücher, trägt jetzt ihren Namen (16.10.). Eine Gedenkstele für die junge Widerstandskämpferin steht jetzt vor der Zentral- und Landesbibliothek. Der Eva-Mamlok-Platz erinnert an den jüdischen und weiblichen Widerstand gegen die NS-Diktatur.

Nach ihrer Ermordung war Eva Mamlok lange in Vergessenheit geraten. Die Quellenlage zu ihrer Lebensgeschichte ist spärlich. Die biographischen Angaben fußen im Wesentlichen auf den Angaben Ihrer überlebenden Freundin, Arbeitskollegin und Mitkämpferin Inge Berner. Aus dem Nachlass des emigrierten Pieter Siemsen stammt das einzige bekannte Foto; ihr Abschiedsbrief an ihn ist das einzige persönliche überlieferte Dokument.

Eva Mamlok kam am 6. Mai 1918 in Berlin als Kind der jüdischen Kaufleute Albert Mamlok und Martha zur Welt. Sie war eine gebildete lebenslustige Frau, die gerne sang. Die 1933 verbotene »Dreigroschenoper« konnte sie auswendig singen.

Eva war früh politisch engagiert und aktiv. Sie war Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und nach deren Zerschlagung im Juni 1933 aktiv im illegalen Widerstand. Laut der Zeitzeugin wurde sie als Jugendliche erstmals verhaftet, als sie auf das Dach des Warenhauses Tietz am Halleschen Tor geklettert war und von dort aus »Nieder mit Hitler!« an die Fassade gepinselt hatte. Das Dach war vom Hochbahnsteig am Halleschen Tor gut sichtbar. Das Kaufhaus wurde schon 1933 von den Machthabern »Arisiert« und zwangsweise umfirmiert von »Hermann Tietz OHG« zu Hertie (bis 1999, heute ein Möbeldiscounter).

Aktenkundig wurde Eva Mamlok dann, als sie 1934, zusammen mit anderen Blumen auf die Gräber von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am »Friedhof der Sozialisten« in Friedrichsfelde niederlegte. Wegen ihrer »staatfeindlichen Einstellung« internierte man daraufhin die 16-jährige im niedersächsischen Frauenkonzentrationslager Moringen. 

Nach ihrer Entlassung aus Moringen wirkte die ungebrochene Eva Mamlok weiter aktiv in Berliner Widerstandsgruppen mit.

Als Jüdin musste Eva Mamlok ab 1940 in der Rüstung Zwangsarbeit leisten. Im Betrieb lernte sie im April 1941 Inge Berner (damals noch Inge Gerson) kennen. Die mutigen Frauen um Eva Mamloks Widerstandsgruppe verliehen ›verbotene Literatur‹, schrieben Anti-Hitler-Parolen an Hauswände und verteilten Flugblätter.

Im September 1941 wurde Eva mit zwei weiteren Frauen der Gruppe – Inge Gerson und Inge Lewinson – wegen des Verleihs ›verbotener Bücher‹ denunziert und verhaftet. Nach Aussage von Inge Berner verurteilte man nach mehrmonatiger Haft alle drei wegen »Wehrkraftzersetzung« zum Tode, ›schwächte‹ aber später die Strafen auf KZ-Haft ab. »Vernichtung durch Arbeit.«

Am 13. Januar 1942 wurde Eva Mamlok mit dem »8. Osttransport« gemeinsam mit Inge Berner nach Riga deportiert. Bis 1944 befand sie sich im Ghetto von Riga sowie in Arbeitskommandos nahe der lettischen Hauptstadt und dann ab 1943 im ›KZ Riga Kaiserwald. Auch dort leistete sie Widerstand. Sie war beteiligt, als eine Fotokamera für lokale Widerstandsgruppen organisiert wurde, um die NS-Verbrechen zu dokumentieren. 1944 wurde Eva Mamlok in das Konzentrations- und Vernichtungslager Stutthof bei Danzig gebracht. Dort verstarb Eva Mamlok am 23. Dezember 1944 mit nur 26 Jahren.

Peinlich: unterschiedliche Geburtsmonate.

STOLPERSTEINE

An die ausgelöschte Familie erinnern Stolpersteine. Die fünfköpfige Familie lebte in einer Dreizimmer-Wohnung zur Miete.
Das − später ausgebombte – Mehrfamilienhaus lag an der Neuenburger Straße #3 auf dem heutigen Areal zwischen dem IGM-Gewerkschaftshaus und dem Jüdischen Museum. Die Stolpersteine findet man an der Lindenstraße bei der Bushaltestelle Franz-Klühs-Straße.

Der erkrankte Vater Albert war am 10. November 1936 im Alter von 58 Jahren im Jüdischen Krankenhaus verstorben. Die Mutter Martha, die ältere Schwester Hildegard (*1912) sowie die Tante Rosa Peiser wurden mit dem »21. Osttransport« am 19. Oktober 1942 nach Riga deportiert und dort nach der Ankunft am 22. Oktober 1942 ermordet (»Holocaust durch Kugeln«, zwei Millionen Juden fielen diesen Massakern zum Opfer). Tana Mamlok, Evas dreijährige Tochter (*03.09.1939), landete nach der Deportation der Großmutter allein im Jüdischen Waisenhaus an der Schönhauser Allee 162. Nach der erzwungenen Auflösung des Waisenhauses wurde Tana mit dem »23. Osttransport« vom 29. November 1942 in die ›Todesfabrik‹ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Unter den 998 Personen dieses Transports waren 75 Kinder im Alter von 10 Monaten bis 16 Jahren. In der für Tana vorliegenden ›Vermögenserklärung‹ wurde sie als »Waisenkind« mit unbekanntem Geburtsort bezeichnet. Eine deutsche Geschichte.

NOTABENE

Der völkische AfD-Ideologe und neue Landtagsvize in Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider, möchte den »deutschen Schuldkult« beendet sehen. In einer Rede 2023 in Schnellroda fiel der bezeichnende Satz »Unsere Vergangenheit soll uns keine Last mehr sein, sondern eine Lust.«

EXIL

Mit der Ausstellung »Von hier aus − Fasanenstraße und Exil« beginnt das Exilmuseum, sich mit dem Haus, der Straße und dem Viertel auseinanderzusetzen, in dem es entsteht. Das Exilmuseum sammelt Lebensgeschichten und Gegenstände von den bekannten Persönlichkeiten sowie den berühmten Kulturschaffenden, die einst dort lebten, bis sie von den Völkischen verfolgt ins Exil fliehen mussten (bis 31.01.2027). Die Charlottenburger Fasanenstraße war und ist eine der schönen Straßen Berlins. Viele unversehrt gebliebene oder aufwändig restaurierte Gründerzeithäuser säumen diese edle Kunst- und Galeriemeile. Linden, Platanen und Eichen stehen entlang der knapp zwei Kilometer langen Fasanenstraße. 

Die Liste berühmter Exilanten, deren Leben eng mit der Fasanenstraße verbunden sind, ist lang. Paul Hindemith (1895–1963), Robert Musil (1880–1942) lebte mit seiner Frau Martha in der ›Pension Stern‹ an der Ecke Fasanenstraße/ Kurfürstendamm, Heinrich Mann (1871–1950) im Haus mit der Nummer 61. Auch Unternehmer hatten in den Jahren vor der Nazi-Diktatur hier ihr Zuhause gefunden.

Darunter war das Ehepaar Julius und Dora Klausner. Sie betrieben die Schuhgeschäfte LEISER. Die Nazis verfolgten die Witwe und die Kinder, weil sie jüdischen Glaubens waren. 1934 floh Paula mit ihrer Tochter Beatrice nach Paris, Sohn Georg Paul ging ins Exil in die Niederlande, Tochter Marie Luise gelang 1939 die Flucht nach England. Unter deutscher Besatzung wurde Georg Paul deportiert und überlebte mehrere Konzentrationslager. Paula und Beatrice wurden von Paris nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Die KEMPINSKIS führten bis 1936 drei große Restaurantbetriebe in Berlin: an der Leipziger Straße, am Kurfürstendamm und am Potsdamer Platz. 1937, nach der Olympiade, wurden die jüdischen Unternehmen entschädigungslos enteignet. Die Nazis legalisierten die wirtschaftliche Ausplünderung als sogenannte »Arisierung«. Die Familie Kempinski entkam nur zum Teil der Ermordung. Frieda Unger, die Tochter des Firmengründers, flüchtete mit ihrer Familie in die USA. Die Familie Hans Kempinski, ein Neffe des Patriarchen, entkam nach England. Walter Unger wurde in Auschwitz ermordet, ebenso die Mutter und der Bruder von Fritz Teppich.

An die vielen Ermordeten erinnert eine lange Tafel mit knapp 300 Namen – alles Menschen, die allein an der Fasanenstraße wohnten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich wieder zahlreiche Diktaturen weltweit. Sie sorgten dafür, dass der Strom von Exilanten nie abriss. Noch gilt Deutschland als sicheres Land. Aber auch hier keimt Furcht auf. EXIL − es hört nie auf.

Die New Yorker Historikerin (und Professorin) Atina Grossmann hat einen Serviettenring für die Ausstellung ans Museum verliehen. Ihr Vater hatte ihn 1903 in Berlin zu seinem ersten Geburtstag geschenkt bekommen. Mit der Gravur: »für den zukünftigen Professor«. Er war dann aber doch nicht Professor geworden. Ein Zeichen von einer hoffnungsvollen Zeit des aufsteigenden deutschen Berliner Judentums. Atina Grossmanns Vater hatte zunächst nach Teheran fliehen können. »Der Ring ist hier nur zu Besuch – ich repatriiere den Ring nicht. Er ist jetzt in New York zuhause, und ich glaube, da gehört er ehrlich gesagt auch hin. Denn dorthin wurde er gerettet.« (Quelle: rbb24).
Dieser aufwändig geschnitzte Schrank war erst vor kurzem in einem Spandauer Trödelladen aufgetaucht. Früher Eigentum des Modeunternehmers Leo Kestel, der den Naziterror in London überlebt hatte. Geschnitzte Holzreliefs erzählen wichtige Stationen aus der Familiengeschichte. Am Fuß des Schrankes kann man lückenhaft einzelne Buchstaben erkennen. Man hat versucht, diese Schrift auszulöschen. Es handelt sich um einige Buchstaben. שְׁמַע יִשְׂרָאֵל יְהוָה אֱלֹהֵינוּ יְהוָה אֶחָד − Schma jisrael, adonai eloheinu, adonai echad − »Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig.« Das šma‘ yiśra’el gehört zu den wichtigsten Gebeten der Judenheit.

FILMFABRIK WOLFEN

Erneute Fahrt mit dem Deutschlandticket von Berlin aus via Dessau ins Chemiedreieck Bitterfeld, Halle-Neustadt, Leuna nach BITTERFELD-WOLFEN (Sachsen-Anhalt/ 16.10.). Seit 2007 bilden Bitterfeld und Wolfen eine Doppelstadt.

Ausstieg am Bahnhof in WOLFEN. Dort erfreut eine kleine Ausstellung zur Eisenbahn das Eisenbahnerherz. 

Das ›Gebäude 041‹ im Stadtteil Wolfen wurde von 1936 bis 1938 als Verwaltungs- und Forschungsgebäude für die »Filmfabrik Agfa Wolfen« errichtet. Seit Anfang 2010 beherbergt es das Rathaus der Doppelstadt. Gegenüber liegt die ehemalige Feuer- und Rettungswache des VEB Chemiekombinats.

Das Industrie- und Filmmuseum befindet sich ebenfalls im Gebiet des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen (Areal A). Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der FILMFABRIK WOLFEN, die durch die Firma Agfa und später dann ORWO gebildet wurde.
In original erhaltenen Produktionsräumen können die historischen Maschinen erlebt werden. Die analogen Filme konnten nur im Dunkeln produziert werden. Hier entstand 1936 der erste praktikable Farbfilm der Welt. Eine Kamerasammlung zeigt mehr als 800 Geräte aller Epochen. Ich besaß eine »Praktica« (RevueFlex). Die Produktpalette wurde im Laufe der Jahre vielseitig: Edelsteine, Kunstleder, PVC, Chemiefaser. 1934 ging hier die erste vollsynthetische Faser der Welt in Produktion. Es entstand eines der größten Zellstoffwerke der Welt. Bei aller Euphorie: Zu den Schattenseiten gehörten extreme Umweltbelastungen, die aber seit der Wende ›geheilt‹ werden konnten. 

Über den Stadtteil Bitterfeld berichtete ich hier bereits im Post GOITSCHIT (24.04.).


DU HAST DEN FARBFILM VERGESSEN

Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee
Micha, mein Micha, und alles tat so weh
Dass die Kaninchen scheu schauten aus dem Bau
So laut entlud sich mein Leid ins Himmelblau

So böse stampfte mein nackter Fuß den Sand
Und schlug ich von meiner Schulter deine Hand
Micha, mein Micha, und alles tat so weh
Tu das noch einmal, Micha, und ich geh

Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael
Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön′s hier war, haha, haha
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr

Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr

Nun sitz ich wieder bei dir und mir zu Haus
Und such die Fotos fürs Fotoalbum aus
Ich im Bikini und ich am FKK
Ich frech im Mini, Landschaft ist auch da, ja

Aber, wie schrecklich, die Tränen kullern heiß
Landschaft und Nina und alles nur schwarz-weiß
Micha, mein Micha, und alles tut so weh
Tu das noch einmal, Micha, und ich geh

Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael
Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön ’s hier war, haha, haha
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr
 
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr

NINA HAGEN, 1974

SOUVENIRS, SOUVENIRS

Mitbringsel aus Polen (Polskie pamiątki).


Mitbringsel aus Italien: von der »Pasticceria Nannini«, der ältesten Pasticceria im toskanischen SIENA. Zu den traditionellen Leckerbissen gehört das süße Gebäck (Panforte) »Panpepato di Siena«. GIANNA NANNINI (*14. Juni 1954) entstammt dieser ›Zuckerbäckerei‹. Sie gilt als die ›Königin des Italo-Rock‹. Sie ist aber auch studierte Philosophin (mit Abschluss summa cum laude), Karatekämpferin, passionierte Motorradfahrerin, und ….

(Foto: Ruth Langner).

(Vorspiel / Zwischenspiel / und Coda):
Du-wa, du-wa, du-wa, Du-dap − tap,
ta-du-wa, du-wa,
Du-wa, du-wa, du-wa, du-dap − tap,
ta-du-wa, du-wa,
Du-wa, du-wa, du-wa, du-dap − tap,
ta-du-wa, du-wa,
Du-wa, du-wa, du-wa, Du-dap!

Souvenirs, Souvenirs,
kauft ihr Leute, kauft sie ein!
Denn sie sollen wie das Salz
in der Lebenssuppe sein.

[…]

Souvenirs, Souvenirs,
einer großen Zeit
sind die bunten Träume
uns’rer Einsamkeit

BILL RAMSEY, 1956

ARRIVEDERCI

Das »Castel Montecroce« schloss am 13. September nach mehr als 20 Jahren den Betrieb. Den Ausschlag gaben die jüngste Mieterhöhung, aber auch die aktuellen Preissteigerungen. Die SEUCHE hatten die ›Montecrocler‹ noch überstanden. GRAZIE!
Ciao tutti. ARRIVEDERCI.

»Che bel fior!«
E seppellire lassù in montagna,
Oh bella, ciao! Bella, ciao! Bella, ciao, ciao, ciao!
E seppellire lassù in montagna,
Sotto l’ombra di un bel fior.

Cuocco Donatos letzter Gruß aus der Küche: sardische Käsespezialtäten (04.09.).

KLANGFARBEN

Das Konzerthaus Berlin lud anlässlich der neuen Spielzeit zum ›Tag der offenen Tür‹ (04.10.). Im ersten Konzert des Tages führte
das Konzerthausorchester Berlin (KHO) im ›Großen Saal‹ Alban Bergs Sinfonische Auszüge aus der Oper »Lulu« und Ludwig van Beethovens Ouvertüre, Rezitativ und Arie aus der Oper »Fidelio« op. 72 auf. Ernst-Martin Schmidt moderierte, VERA-LOTTE BOECKER (Sopran/ Artist in Residence) sang, Oscar Jockel dirigierte.

Auf der Außenbühne bezauberten TAYFUN GUTTSTADT (Ney und Gesang), YAEL GAT (Trompete), HAKAN TUĞRUL (Santur) mit sephardischen und orientalischen Klängen.

Der Vertrag mit JOANA MALLWITZ, der Chefdirigentin des KHO, wird ab der Saison 2028/ 29 um weitere fünf Jahre bis zum Ende der Saison 2032/ 33 verlängert. Eines Ihrer Konzerte steht schon lange auf meiner Wunschliste. Aber auch die günstigen ESSPRESSO-KONZERTE locken. Berlin – ick liebe dir!

WIRRKÖPFE


Das Volk ist wirr. Parolen an Berliner Hauswänden (Auszug). Aber nicht nur das Volk ist wirr.

Die durch und durch Neoliberale und Ökonomin Alice Weidel hat es wieder getan. Die AfD-Vorsitzende hat Adolf Hitler wieder zum Linken erklärt. Wie schon im Gespräch mit dem Multimilliardär Elon Musk auf dessen Plattform X (09.01.2025). Auf der AfD-Pressekonferenz nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern behauptete sie (21.09.): »Adolf Hitler hat eine völlig linksgerichtete Politik gemacht. Er war ein Linksradikaler, ein Linksextremist.« Ihre Botschaft an die »Volksgemeinschaft« ist eine unglaubliche (aber kalkulierte) Geschichtsfälschung. Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter verfolgte und vernichtete Hitler als Gegner mit tödlicher Präzision.