Ausritt mit dem 9-EURO-TICKET: Am Pfingstsonntag ging es nach GÖRLITZ/ ZGORZELEC nad Nysą (05.06.). Geplant war alles ganz anders. Mit dem RE1 sollte die Fahrt ursprünglich nach Frankfurt/ Oder & Słubice führen. Beim Start am Alexanderplatz endeten
die Züge der RE1 jedoch vorzeitig am Ostkreuz: wg. »Vermüllung und nicht funktionierender Toiletten«. So ging die Fahrt kurzentschlossen mit dem RE2 via Cottbus in die Europastadt. Auf der Hin- und Rückfahrt stets auf guten Sitzplätzen. Die Züge waren übervoll, leerten sich aber zunehmend bei touristischen Hotspots (wie dem Spreewald). Je näher Sachsen kam, desto weniger Reisende trugen eine Corona-Maske.
Görlitz besitzt eine der am besten erhaltenen Altstädte Mitteleuropas. Die Stadt blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont. Dieses besondere Stadtbild macht Görlitz zu einem beliebten Filmdrehstandort, weshalb es auch »GÖRLIWOOD« genannt wird. Der MERIDIAN der geographischen Länge 15° östlich von Greenwich, an dem sich die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) orientiert, durchquert die Stadt. Die historische ›via regia‹ führt ebenfalls durch Görlitz. Nach wenigstens 14.000 Schritten ging es abends mit dem RB65 zurück: »Nach Hause!« – Fahr’ doch auch mal hin! Mit dem 9-Euro-Ticket am besten an Werktagen.






In Polen gab es bereits im 11. Jahrhundert Weinbau. Damals wurden die Reben in den Regionen rund um Zielona Góra (Grünberg) und in der Woiwodschaft Karpatenvorland (województwo podkarpackie) angebaut. Für alle Interessierten gibt es in Zielona Góra
ein WEINMUSEUM, welches die Entwicklung des Weinbaus in Polen seit dem Mittelalter bis in die heutige Zeit aufzeigt. Seit den 1990er-Jahren leben die Weinbautraditionen wieder auf: mehr als 500 Weingüter erstrecken sich inzwischen über ganz Polen.
Der Klimawandel macht es möglich. Na zdrowie!