ANTIKRIEGSTAG

Am 1. SEPTEMBER 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen, um in einem »Vernichtungskrieg« ganze Volks- und Religionsgruppen auszurotten. Die Nachkriegsordnung hielt nur zweieinhalb Generationen. Jetzt ist der Krieg wieder ein legitimes Mittel der Politik. Journalist:innen überbieten sich voller Kriegsbegeisterung wieder darin, den Heldenkampf und Heldentod zu feiern.

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2022 steht unter dem Motto: »Für den Frieden! Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!«

Das Denkmal des Krieges im Dom zu Magdeburg. Das »MAGDEBURGER EHRENMAL« ist eine Holzplastik von ERNST BARLACH. Das Mahnmal zeigt zwei mal drei Personen, die aus drei großen geleimten Eichenblöcken geformt sind. Mittig ein Kreuz mit den Jahreszahlen 1914–1918. Barlach selbst charakterisierte die Halbfiguren im unteren Bereich als NOT, TOD und VERZWEIFLUNG, die dahinter stehenden Figuren symbolisieren den KRIEGSERFAHRENDEN, den WISSENDEN und den NAIVEN. Erstmals aufgestellt wurde das Ehrenmal am Totensonntag 1929. Die Plastik wurde 1934 wieder entfernt. Am 19. September 1955 wurde das Ehrenmal erneut im Dom aufgestellt. Dort befindet es sich noch. Gestern besuchte ich Magdeburg und den Dom.

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