Temporäre Revolution

Mit einem »Wochenende der Demokratie« erinnerte Berlin 175 Jahre nach der MÄRZREVOLUTION an die Barrikadenkämpfe
vom 18. und 19. März 1848. Mehr als 300 meist arme junge Menschen waren damals im Kugelhagel des königlichen Militärs umgekommen.

So wurde an der Ecke Friedrichstraße/ Jägerstraße in Anlehnung an das historische Vorbild eine Barrikade errichtet (16.–19.03.). Nicht als Beitrag für die ›unterdrückten Autofans‹ dort (die wissen die Mächtigen und die Medien auf ihrer Seite), sondern als Ausgangspunkt für stündlich startende Führungen, Spaziergänge sowie als Infozentrale.

Der Berliner Pop-Art-Künstler Jim Avignon hatte zwischen Friedrichstraße und dem Humboldt-Forum eine »Route der Revolution« markiert. Dafür hatte Avignon gemalte Figuren von zehn Berliner Persönlichkeiten aufstellen lassen, die verschiedene Aspekte der Märzrevolution veranschaulichten.

Ein temporäres Denkmal für die Barrikadenkämpfer:innen von 1848 informierte am Humboldt Forum aus einer rund fünf Meter hohen, mit Spiegeln versehenen Säulenkonstruktion, per Lautsprecher über die historischen Ereignisse.

Der 18. März 1848 gilt als wichtiger Punkt der Revolution von 1848/ 49. Die Ereignisse ebneten den Weg zur ersten geschriebenen Verfassung. Am 18. März 1848 hatten sich zahlreiche Menschen vor dem Berliner Schloss versammelt. Sie erwarteten eine Reaktion des Königs auf zuvor überbrachte Forderungen. Die erfolgte auch. Zwei Schüsse lösten einen Barrikadenkampf aus, der schnell das Stadtzentrum erfasste.

Über die damaligen Ereignisse hatte ich bereits zweimal in diesem BLOG-FEED gepostet. In dem Beitrag »MÄRZGEFALLENE (18.03.2022)« und »Deutschland! Was im März errungen (14.07.2020)«.

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