»AINPÖKISCH BIER«

Einbecker Bier ist seit 1378 bekannt, wie eine Urkunde über einen Bierverkauf berichtet. Auch liegt der Ursprung der heiß begehrten Handelsware BOCKBIER in der Hansestadt Einbeck. Im 13. Jahrhundert war das Brauen ›Frauensache‹; in Einbeck gab es dank des Braurechts mehr als 800 Hausbrauereien. Das dort gebraute Bier galt als Luxusware und wurde über weite Strecken, so bis nach Italien, exportiert. Um die dafür nötige Haltbarkeit zu erreichen, braute man es mit einer ungewöhnlich hohen Stammwürze. Das Resultat war ein schweres, alkoholreiches Bier. Geschicktes Marketing: Durch Geschenke von Bierfässern kam MARTIN LUTHER auf den Geschmack und mutierte zum ›Influencer‹ der Marke. Martin Luther lobte fortan das Einbecker Bier  mit den Worten: »Der beste Trank, den einer kennt, wird Ainpöckisch Bier genennt«. Einbeck wurde 1529 evangelisch, und das EINBECKER für das katholische Bayern damit zum »KETZERBIER«. Das rief die Wittelsbacher auf den Plan. Sie gründeten 1589 ein HOFBRÄUHAUS. Doch das Brauen des Bockbieres misslang gründlich. So ›kaufte man‹ 1612 wohl den Einbecker Braumeister Elias PICHLER ein. Nachdem er den rechten Glauben angenommen hatte und ›kafalleratholisch‹ war, braute der ›Entwicklungshelfer‹ in München das Ainpöckisch Bier.

Durch den Namen »Ainpöckisch« über das bayerische »Oanpock« entstand schnell der Name des beliebten Bockbieres EINBECKER. Somit ist die Stadt Einbeck Namensgeber des Bockbieres.

Im Jahre 1794 wurden die Einbecker Braurechte zusammengefügt, wodurch eine einzige Stadtbrauerei – das Einbecker Brauhaus – entstand.

Das Einbecker Brauhaus an der Papenstraße/ am Neustädter Kirchplatz. Das »BRODHAUS« von 1552 war Sitz der Einbecker Bäckerinnung. Heute beherbergt das Haus am Marktplatz die ›offizielle‹ Einbecker Brauerei-Gaststätte. Sehr zu empfehlen!
Immer im März und April kommt der helle Mai-Ur-Bock auf den Markt. Schnell ist er stets vergriffen. Sehr lecker!

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