Fahrt mit dem Deutschlandticket nach EINBECK via Kreiensen und Salzderhelden (19.07.). Der Name Einbeck bezieht sich auf den durch den Ort fließenden Bach (mittelniederdeutsch = Beeke).



Das Stadtbild im Zentrum bietet ein nahezu vollständig erhaltenes Bild einer spätmittelalterlichen FACHWERKSTADT. Die 1990 ins Leben gerufene DEUTSCHE FACHWERKSTRASSE führt konsequenterweise auch durch Einbeck. Die knapp 200 Meter lange Tiedexer Straße ist die längste zusammenhängende Fachwerkzeile Einbecks. Sie gilt als schönstes Ensemble. Hier sind insbesondere auch die hohen Toreinfahrten erhalten, durch die Wagen der Brauerei passieren konnten. Die Schnitzereien der Fachwerkhäuser wurden erst im 20. Jahrhundert bunt bemalt.
Außer seiner Fachwerkarchitektur verbindet man Einbeck insbesondere mit BIER.
Der Einbecker BLAUDRUCK, ein 1638 gegründeter Familienbetrieb, ist der älteste Handwerksbetrieb Europas, der Textilien in dem traditionellen Verfahren des Blaudrucks gestaltet.






Die Rats-Apotheke am Marktplatz, ein Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1590. Das Gebäude gehörte im 16. Jahrhundert der reichen Patrizierfamilie RAVEN. Auf dem Wangenstein rechts von der Eingangstreppe sowie am Haus sind noch heute Abbildungen
des Familienwappens sichtbar. Teil ihres Familienwappens ist die SWASTIKA (umgangssprachlich das ›Hakenkreuz‹). Ein indisches Glückssymbol in Form eines Sonnenrades. Diese Familie besaß neben der Rats-Apotheke noch weiteren Grundbesitz in Einbeck,
so dass man ihr Wappen an verschiedenen Häusern sehen kann. Zudem stellten sie regelmäßig Ratsherren sowie mehrere Bürger-
meister. Deshalb ist das Wappen auch auf Epitaphen in der Marktkirche zu finden.
In der Indus-Kultur (zirka 2800–1800 v. Chr.) symbolisierte die nach rechts abgewinkelte, meist ROTGEFÄRBTE Swastika, die als männliches Prinzip dem Gott GANESHA entsprach, den SONNENAUFGANG, den Tag, das Leben und das Heil. Die nach links gewinkelte und meist BLAU gefärbte Swastika stand hingegen für den SONNENUNTERGANG, die Nacht, den Tod, das Unheil, auch die Veränderung, und wurde der Göttin KALI zugeordnet. Auch diese Variante findet sich im Stadtbild – eine Nachlässigkeit von Handwerkern? Oder hatte gar Kali ihre zahlreichen Hände im Spiel?






