Zwei Bahnaktionstage in LUTHERSTADT WITTENBERG (Sachsen-Anhalt). Die Ausstellung historischer und moderner Fahrzeuge, Führerstandsmitfahrten sowie der Modellbahn- und Souvenirverkauf lockten zahlreiche ›Pufferküsser‹ ins Bahnbetriebswerk (BW). Ich war sonntags da (17.09.). Allein unter Pufferküssern. Zwischen dem Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg und dem BW pendelte stündlich ein historischer Triebwagen (›Ferkeltaxi‹) der Deutschen Reichsbahn (DR).



Ausgestellt waren auch zahlreiche historische und moderne Elektrolokomotiven. Sie stammen aus dem Ausbesserungswerk (AW) der sachsen-anhaltinschen Stadt Dessau-Roßlau. Innerhalb des DB-Konzerns ist dieses Werk für die sogenannte schwere Instandhaltung von Elektrolokomotiven und deren Komponenten zuständig.



FÜRSTIN LUISE
Ebenfalls aus Dessau stammt der Doppelstock-Steuerwagen »Fürstin Luise«. Die Dessau-Wörlitzer-Eisenbahn verkehrt in den Sommermonaten mit ihren Doppelstockwagen »Fürstin Luise« und »Fürst Franz« im Zwei-Stunden-Takt zwischen dem Dessauer Hauptbahnhof und dem Bahnhof in Wörlitz.

DIESEL-DOMINA
Die Dieselloks BR 130, »Ludmilla« oder fälschlicherweise auch »Taigatrommel« genannt, sind Maschinen, die von 1970–1982 hergestellt wurden. Da die 1966 ausgelieferten Vorgänger-Lokomotiven ab Werk noch keinen Schalldämpfer besaßen und dadurch einen hohen Lärmpegel erzeugten, wurden sie auch umgangssprachlich als »Taigatrommel«, »Wumme« oder »Stalins letzte Rache« bezeichnet. Die mit den alten Lüftern ausgestattete Lokomotiven verursachten einen markanten Sound. Den kann man sich auf Youtube-Videos anhören. Die Lokomotiven wurden von der sowjetischen »Lokomotivfabrik Woroschilowgrad« (heute im heftig umkämpften Kriegsgebiet Lugansk) produziert. Die Fabrik war einst von den deutschen Kaufleuten Gustav und Richard Hartmann gegründet worden.
Die Deutsche Reichsbahn nutzte die ›Kraftpakete‹ für den Personen- und Güterverkehr. Insgesamt wurden 873 Loks in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als Baureihe 130, 131, 132, sowie 142 (»Super-Ludmillas«) eingesetzt. Nach der Wende auch im gesamten Bundesgebiet. Die Dieselloks im Eil- und D-Zug-Verkehr erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 140 km/ h.



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