Am 15. November 1963 eröffnete an der einstigen Prachtstraße des Ostens – der Karl-Marx-Allee – das KINO INTERENATIONAL. Eine Ikone der Moderne. Das Kino International ist eines der berühmtesten Kinodenkmäler der Welt. Legendär. Der Bau wurde von den Architekten Josef Kaiser und Heinz Aust entworfen, die auch das Café Moskau und das Kino Kosmos planten.
Im einstigen Premierenhaus der DDR war für feierliche DEFA-Filmpremieren in Anwesenheit der DDR-Staatsführung alles vorhanden: eine separate Reihe mit extra Beinfreiheit, ein Repräsentationsraum für Empfänge, und sogar ein eigener Atomschutzbunker.

Seit 1992 gehört das ›International‹ zur Yorck-Kinogruppe. Nach wie vor ist das Kino International eines der wichtigsten Premierenkinos Deutschlands und empfängt nationale wie internationale Filmschaffende zu Erstaufführungen. Heute, 60 Jahre später, ist das Kino ein wichtiger kultureller Ort der Offenheit und des Austauschs. Am kommenden Sonntag, 19. November, lädt das Kino zu einem ›Tag der offenen Tür‹ mit Ausstellung, Filmposter-Basar und Filmprogramm ein. Die Backstage-Führungen sind leider schon alle ausgebucht. Zwischen November 2023 und Februar 2024 wird es im Rahmen des Jubiläums weitere Veranstaltungen geben. Dazu werden jeden Sonntag deutsche Kinoklassiker gezeigt (U5: U-Bahnhof ›Schillingstraße‹). Zwei Monate nach der kommenden BERLINALE (die 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 15.–25.02.2024 statt) schließt dann das Haus für zirka 15 Monate wegen einer denkmalgerechten Generalsanierung. Dann heißt es: Auf die nächsten 60 Jahre!