Am Totensonntag eines jeden Jahres gedenkt die Berliner Feuerwehr ihrer verstorbenen Angehörigen. Das Gedenken gilt nicht nur den Feuerwehrleuten, die im Einsatz ihr Leben gegeben haben, sondern auch denen, die nach einem pflichterfüllten Leben im Dienst für die Menschen der Metropole gegangen sind.
Am vergangenen Totensonntag fanden sich zahlreiche Feuerwehrangehörige zur traditionellen Kranzniederlegung am Feuerwehr-Ehrenmal auf dem Kreuzberger Mariannenplatz ein (26.11.).



An der Kranzniederlegung beteiligten sich Abordnungen der Berliner Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, der Werk- und Betriebsfeuerwehren, der Jugendfeuerwehren, der Gewerkschaften und der Pensionärsvereinigung.
Auch im Namen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wurde ein Kranz niedergelegt.
Untermauert wurde die Ehrenbekundung durch Trommelwirbel und ein dezentes Trompetensolo (»Ich hatt‘ einen Kameraden«) zweier Musiker des Musikzuges der Berliner Feuerwehr.
Innensenatorin Iris Spranger fehlte bei der Gedenkveranstaltung und ließ sich durch eine Staatssekretärin vertreten.

1902 wurde am Mariannenplatz ein repräsentatives Feuerwehrdenkmal mit Brunnenanlage errichtet. Das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Denkmal wurde 1958 abgetragen und 1960 durch die neue Gestaltung ersetzt. Eine Reliefwand aus Kunststein erinnert an die gestorbenen Feuerwehrleute. Auf einer im Boden angebrachten Platte steht in schlecht lesbarer Schrift: »Unseren Toten«
und darunter »Berliner Feuerwehr«. 1981 kam der wunderbare Feuerwehrbrunnen von Kurt Mühlenhaupt hinzu. Er liegt dem Ehren-
mal gegenüber.
Zuletzt waren 1991 zwei Feuerwehrleute bei einem Einsatz in Neukölln ums Leben gekommen. Damals stürzte an der Gradestraße plötzlich ein Gebäude zusammen. Dadurch kippte eine Drehleiter um, die die zwei Feuerwehrmänner begrub. In Deutschland verstarben 2023 bislang sechs Feuerwehrleute im Einsatzdienst. Bundesweit wurde über den Löscheinsatz in Sankt Augustin (NRW/ 30.06.) berichtet, bei dem zwei Feuerwehrleute umkamen.
Retten – Löschen – Bergen – Schützen. Danach handeln weltweit selbstlose Feuerwehrfrauen und -männer. Und unter erschwerten Bedingungen in Gaza, in Israel, in Syrien, in der Ukraine, …

