RATHAUS ERSTÜRMUNG

Vor 91 Jahren überfiel ein Trupp der faschistischen Sturmabteilung (SA) das RATHAUS KREUZBERG (10.03.1933). Die Schläger attackierten Beschäftigte und misshandelten öffentlich Bürgermeister Dr. CARL HERZ (1877–1951). Zum Gedenken an diesen brutalen Übergriff legten der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Oliver Nöll und der Vorsitzende der Bezirks-
verordnetenversammlung (BVV) Werner Heck an der Carl-Herz-Stele vor dem Kreuzberger Rathaus ein Blumengesteck nieder (11.03.).

Carl Herz wirkte maßgeblich an der Ausarbeitung des »HEIDELBERGER PROGRAMMS« der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) mit. Es galt von 1925 bis zur Ablösung durch das »Godesberger Programm« 1959. Herz konnte noch 1939 nach Großbritannien entkommen. Sein Sohn wurde in Auschwitz ermordet. In der Zeit von 1940–41 war Carl Herz als »Enemy Alien« interniert. 1946 wanderte er nach Palästina aus. An Carl Herz erinnern in Kreuzberg die Bürgermeister-Herz-Grundschule und das Carl-Herz-Ufer.

Aktuell häufen sich deutschlandweit Angriffe Rechter auf Kommunalpolitiker:innen. Es ist wieder notwendig, sich antisemitischen, faschistischen und menschenverachtenden Umtrieben beherzt entgegenzustellen. Nie wieder ist jetzt!

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