BRASIS

›BRASIS‹ bedeutet auf Portugiesisch ›die Vielfalt von Brasilien‹. Ein tolles und abwechslungsreiches brasilianisches Kulturprogramm bietet die Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim).

AUSSTELLUNG

Die Ausstellung »O vulcão do meu peito explodiu – Der Vulkan in meiner Brust brach aus« ging zu Ende (02.05.–05.07.). Sie war für
die Mário-de-Andrade-Bibliothek in São Paulo und die Brasilianische Botschaft in Berlin konzipiert worden. Es war die erste Einzelausstellung von Francisco de Almeida (*1962) in São Paulo und auch seine erste Einzelausstellung außerhalb Brasiliens. Charakteristisch für das Werk von Francisco de Almeida ist die Technik des Holzschnitts. »O vulcão do meu peito explodiu« zeigte eine Reihe von sieben neuen Werken, die als hängende ›riesige‹ Installation im Dialog mit der parkähnlichen Umgebung der Botschaft präsentiert wurden. Bei einer Größe von 300x 150 Zentimetern haben sie die Anmutung von Altarbildern. Eine Drucktechnische Herausforderung (Bilder 2–5 Ausschnitte)!

Der Holzschnitt ist eine Technik, die ihre Wurzeln in der Antike hat, aber in Asien und Europa während des Mittelalters und der Renaissance besonders bekannt wurde. Das Werk von Francisco de Almeida war im Dialog mit Arbeiten von Künstler:innen wie Markus Lörwald (*1968) und Hirosuke Yabe (*1972) ausgestellt. Auch diese beiden arbeiten ebenfalls mit Holz. Yabes Skulpturen sind Ausdruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima (11.03.2011), die die japanische Gesellschaft zutiefst erschüttert hatte. 

Die Ausstellung bildete den Rahmen für bemerkenswerte Konzerte. Auf dem Programm standen Stücke bekannter und weniger bekannter Komponisten, welche die stilistische Vielfalt und den kulturellen Reichtum Brasiliens verdeutlichen. Beispiele für mitreißende brasilianische Musik sind Jorge Bens ikonisches »Mas que nada«, das weltweit für seinen mitreißenden Beat bekannt ist, und Antonio Carlos Jobims »Água de beber«, ein Bossa-Nova-Klassiker, der mit seiner sanften Melodie und seinem poetischen Text die Seele des Genres verkörpert. Im Programm ferner andere Kompositionen von Tom Jobim wie »Dindi« und »Só danço samba«, die die Fähigkeit des Maestros veranschaulichen, Samba-Elemente mit anspruchsvollen Harmonien zu verbinden. Es bestand auch die Gelegenheit, »Doce de côco« von Jacob de Bandolim zu hören, einer Perle des Chorinhos.

KONZERTE

Seit mehr als einem Jahrzehnt begeistert das »Duo Oltheten Gomide« das Publikum in Europa und Brasilien mit seiner Choro-Kammermusik, die durch die Integration von Elementen der klassischen Musik und des Jazz die Grenzen der Genres überwindet. Das Duo besteht aus Daphne Oltheten (Violine) und Henrique Gomide (Klavier). Das »Duo Oltheten Gomide« war im Juni beim Konzert BRASIS zu hören (13.06.). Dieses Konzert ließ die Besucher:innen tief in das zeitlose Repertoire der brasilianischen Musik eintauchen, das die Kraft von Rhythmen wie Choro, Baião und Maracatu mit kammermusikalischer Feinfühligkeit verbindet. Zum Programm des Abends zähtlen Stücke, wie der Forró »Canhoto« von Mestre Camarão. Mit zeitgenössischen Kompositionen wie »Quase Caindo« von Ricardo Herz und »Shot #4« von Henrique Gomide und João Fideles erkundete das Duo neue rhythmische und harmonische Möglichkeiten.

»The Royal We« begeisterten das Publikum mit Jazzklassikern und brasilianischer Musik (04.07.): Jakob Ditz (Piano), Bruno Guimont (Guitarra), Vincent Kern (Bateria), Lily von Roell (Vocal), Marc Allahwerdi (Baixo), Carmen Williams (Saxofone alto) und Thies van Ballegooy (Saxofone tenor). »The Royal We« gewann den Preis für die beste Interpretation einer brasilianischen Komposition beim »StuVo Contest«, einem Wettbewerb im Rahmen des Jazzfestes Neukölln 2024. Die Brasilianische Botschaft in Berlin ist stolz darauf, einer der Partner dieses Wettbewerbs zu sein. Nunmehr im 14. Jahr.

NEU: Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die Ausstellung »Der Vulkan in meiner Brust brach aus« von Francisco de Almeida bis
zum 31. Juli 2024 verlängert wurde.

Temos o prazer de anunciar que a exposição O vulcão do meu peito explodiu, de Francisco de Almeida, foi prorrogada até o
dia 31 de julho de 2024.

Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim)

Montag bis Freitag, 10:00–17:00 Uhr, Eintritt frei
Segunda a sexta-feira, das 10h às 17h, Entrada franca, sem necessidade de inscrição

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