TRAINSPOTTER


Jeder kennt sie, jeder nutzt sie, viele lieben sie inzwischen wieder: Die gelb-rote Berliner S-Bahn feiert in diesem Jahr ihren hundertsten Geburtstag. Am 8. August 1924 fuhr der erste elektrifizierte Zug, bestehend aus sechs Versuchstriebwagen von AEG, zwischen dem Stettiner Vorortbahnhof (dem heutigen Nordbahnhof) und Bernau. Die offizielle Geburtsstunde der S-Bahn!

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Berliner S-Bahn lud Berlin vier Tage lang zu einem großen Festival ein (08.–11.08.).
An allen Abenden des Festivals wurde jeweils nach dem Dunkelwerden gegen 21:15 Uhr die Glasfassade des »Tränenpalastes« mit
der Projektion »S BEWEGT DICH!« bespielt. Die multimedialen Bilder luden zu einer visuellen Zeitreise ein.


Als absoluter Publikumsmagnet entpuppten sich die Sonderfahrten im historischen Zug aus dem Viertelzug 3839/ 6401 und dem BVG-Stadtbahner 475/ 875 605. Mit hohem Aufwand und Engagement wurde zuvor in der Werkstatt in Erkner an der Installation des neuen Zugsicherungssystems ZBS gearbeitet, um diese Fahrten überhaupt zu ermöglichen. Start und Zielbahnhof aller Fahrten war der Nordbahnhof. Am letzten Tag führten vier Fahrten in Berlins Süden über die S-Bahnhöfe Wannsee und Charlottenburg zum Flughafen BER  (11.08.). Auftrieb für die Trainspotter.

Für die Zugspotter und Chronisten. Der historische Zug fuhr mit der folgenden Warenreihung:

Wagen 1 = Triebwagen 3839; Wagen 2 = Beiwagen 6401 (mit Abteil der 2. Klasse); Wagen 3 = Steuerwagen 875 605; Wagen 4 = Triebwagen 475 605. Bis heute gibt es bei der Berliner S-Bahn keine Toiletten in den Zügen. Da freuen sich die Fahrgäste, wenn
der Zugbetrieb störungsfrei und pünktlich abläuft.


Auch die S-Bahn-Sprayer gratulierten! Jedoch nicht die Fähigsten.

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