RENTENZORN  


Ein Blick auf die Verteilung der Rentenbeträge in Deutschland zeigt: Die Hälfte aller Rentner:innen erhält weniger als 1.050 Euro im Monat – wohlgemerkt brutto. Davon abgezogen werden die Beiträge für die Pflege- und Krankenversicherung. Die Steuerpflicht greift schon niedrigschwellig. Der ehemalige CDU-Politiker Norbert Blüm hatte einst versichert »Die Renten sind sicher«. Sicher ist nur, dass die Rente für Neurentner:innen zum Leben oft viel zu niedrig ausfällt. Wie niedrig, zeigt sich mit einem Blick auf die höchste Rente, die man in Deutschland überhaupt bekommen kann (Quelle: »Business Insider«, 01.11.2024). Nur 65 Deutsche erreichen diese gesetzliche Maximal-Rente. Sie beträgt in Deutschland seit Juli 3.445 Euro brutto pro Monat. Neunzig Prozent der Rentner:innen erhalten weniger als 1.800 Euro brutto, und 11 Prozent bekommen weniger als 300 Euro Rente im Monat. Hier sollen die Grundrente und die Grundsicherung greifen (›Hartz-IV für Alte‹). Etwa die Hälfte darbt und kämpft ums Überleben: Tafeln, Hinzuverdienst, drohende Obdachlosigkeit, Vereinsamung.

Bei der ›Energiepauschale‹ und dem ›Inflationsausgleich‹ waren die Rentner:innen ausgeschlossen. Während sich der Regierungs-
apparat 3.000 Euro Inflationsausgleich gönnte. »3000 € INFLATIONSAUSGLEICH AUCH FÜR RENTNER*INNEN« wurde deshalb in Berlin lautstark auf einer Kundgebung beim Brandenburger Tor gefordert (06.11.). 

Frank Bsirske (*1952) war auch mal jung.

Die »Lebensleistungsrente« in Deutschland reicht nicht mehr für ein auskömmliches Leben.


Die fleißigen Zwerge in der Solidargemeinschaft der Rentenversicherten merken langsam, dass sie von der Politik jahrzehntelang belogen und betrogen wurden. Von allen Parteien. So war bei der »Agenda 2010« das Rentenniveau deutlich abgesenkt worden. Die Folge: Altersarmut! Wer Rentner:innen quält, wird nicht gewählt! ZORNESRÖTE.