
Wahl zum 21. Deutschen Bundestag am 23. Februar. Wie ticken die Medien? DER SOUVERÄN liegt tagtäglich ›unter medialem Feuer‹. Mit Meinungsumfragen soll er ›auf Kurs gebracht werden‹. Die werden noch bis zum Wahltag veröffentlicht.
Politische Einflussnahme gehört zum Geschäftsmodell der Medien. Wir erinnern uns alle noch an den »Fall Döpfner« aus dem April 2023. Da kochte damals der Konflikt mit Julian Reichelt hoch, der von 2017 bis 2021 ›BILD‹-Chefredakteur war. Der Chef des Springer-Konzerns, Mathias Döpfner, nahm Einfluss auf ›BILD‹. Das sei als CEO und Miteigentümer auch sein Job, erklärte Döpfner damals. Dies gelte auch für die behauptete Einflussnahme in Sachen FDP, deren Werten er sehr nahe stehe. Döpfner soll zur Bundestagswahl 2021 an Reichelt geschrieben haben:
»Kann man noch mehr für die FDP machen? Die sollten 16 Prozent mindestens kriegen«. (Mathias Döpfner 2021, zitiert nach der ZEIT). Und »Please Stärke die FDP. Wenn die sehr stark sind können sie in Ampel so autoritär auftreten, dass die platzt. Und dann Jamaika funktioniert«. (Mathias Döpfner 2021, zitiert nach Tagesspiegel).
Aber beim Öffentlich-rechtlichen-Rundfunk (ÖRR) sieht es inzwischen auch nicht viel besser aus.
Sie [das Harfenmädchen] sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
HEINRICH HEINE. Die Anfangsverse 7 und 8 aus »Deutschland. Ein Wintermärchen«, 1844
Aber die größte Gefahr droht von ›Künstlicher Intelligenz (KI)‹. Fälschungen sind ganz einfach zu erzeugen und finden über
die ›Sozialen Medien‹ schnelle Verbreitung. DEEPFAKES: Man darf seinen Augen und Ohren nicht mehr trauen.

Wie tickt die deutsche Politik? Sechzehn Jahre Kanzler HELMUT KOHL (CDU, 1982−1998), sieben Jahre Kanzler GERHARD SCHRÖDER (SPD, 1998−2005), sechzehn Jahre Kanzlerin ANGELA MERKEL (CDU, 2005−2021) und − gefühlt − drei Jahre ›Kanzler‹ CHRISTIAN LINDNER (FDP, 2021−2024). 42 Jahre bürgerliche Mehrheiten und Politik (siehe hier auch meinen Post DIE »BUNDES-
BANANE« vom 9. Oktober 2024). Die CDU-CSU kündigt in ihrem Wahlkampf einen »Politikwechsel« an. Aber wohin?
Gesellschaftliche und emanzipatorische Änderungen sollen sofort zurückgenommen werden (Kampf gegen »Wokeness«). Grenzenloses Wachstum. Umwelt- und Klimaschutz Ade (Kampf gegen Windräder und für Kernkraftwerke). Die Privilegien der Superreichen sollen geschützt werden (Kampf für Freiheit). Und den Deutschen soll endlich die Faulheit ausgetrieben werden (Kampf gegen die »Work-Life-Balance«). So forderte der ehemalige Vizekanzler (2013−2018) und Sozialdemokrat (jetzt u. a. Deutsche Bank und Rheinmetall) SIGMAR GABRIEL bereits im Juli 2022 in ›BILD am Sonntag‹ eine Wochenarbeitszeit von 42 Stunden. Er betonte, dass die Deutschen länger und härter arbeiten müssen. Und CHRISTIAN LINDNER verlangte in diesem Fahrwasser mehr Über-
stunden von den Deutschen. Auch will Lindner »mehr Milei oder Musk wagen«. Jetzt oder nie, Oligarchie! CARSTEN LINNEMANN (CDU) will »Arbeitsunwilligen« das Bürgergeld streichen. Der CDU-General kündigt deshalb an, dass es in einem Jahr das Bürgergeld nicht mehr gibt (am 16.11.2024). Alles, damit der Wohlstand einiger Weniger erhalten bleibt. Schöne Aussichten. Unruhe im Maschinenraum. ›Klammheimliche Freude‹ beim verrohten Bürgertum. Und Jubel bei den Reichen und Schönen.
Meine Fotodokumentation zeigt Wahlplakate der kandidierenden Parteien (sie werden sukzessive ergänzt). Dieses Mal werden Plakate schon sehr frühzeitig beschmiert oder zerstört.











