Sofortprogramm. Merz mimt den Trump. Da bleiben Wahrheit und Wahrhaftigkeit auf der Strecke. »Was interessiert mich das Geschwätz von gestern«:
»Ich werde im Fall meiner Wahl zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland am ersten Tag meiner Amtszeit das Bundesinnenministerium im Wege der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers anweisen, die deutschen Staatsgrenzen zu allen unseren Nachbarn dauerhaft zu kontrollieren und ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen.« (Merz im ZDF, 31.01.2025). Wer hätte gedacht, dass die Unionschristen einmal aus dem Schengener Übereinkommen (1995) austreten wollen − ja müssen. Die selbsternannte Wirtschaftspartei.
Gleich zweimal Showdown im Parlament: Ein − dank AfD-Stimmen − erfolgreicher Antrag und ein überraschend gescheitertes »Zustrombegrenzungsgesetz« (29. & 31.01.2025). Das alles ohne Not. Die AfD jubelt. Ist die ›Brandmauer‹ nun Geschichte? Stehen wir jetzt vor einer Haselnuss-Koalition (»Schwarzbraun ist die Haselnuss«)?


In den 1990er-Jahren galt dieser Satz als Motto der Neofaschisten.
In der christlichen Ethik gilt der ›Stolz‹ als Untugend. Allerdings wird er hier im Sinne von Eitelkeit, Überheblichkeit oder Anmaßung verstanden. Die Gnade der Geburt. In ein sicheres und wohlhabendes Land. Leistung?
»Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz« (Deutsches Sprichwort).
»Man kann nicht stolz sein auf etwas, was man selber gar nicht zu Stande gebracht hat, sondern man kann froh sein oder dankbar dafür, dass man Deutscher ist. Aber stolz kann man darauf nicht sein, nach meiner Überlegung. Stolz ist man auf das, was man selber zu Wege gebracht hat.« (Johannes Rau, 8. Bundespräsident,1999−2004).

