WASSERSTADT 

Berlin ist eine Wasserstadt. Die großen Gebäude im Zentrum stehen auf Pfählen − wie beispielsweise die Museen der Museumsinsel, der Reichstag oder die Staatsbibliothek. Auf dem Gebiet der Stadt Berlin befinden sich mehr als 240 Kilometer Wasserwege.
Da kommt noch nicht einmal Venedig mit. »Spree-Athen« hat mehr Brücken als Venedig, Nämlich 940, Venedig dagegen ›nur‹
400 Brücken. Die Brücken-Durchfahrtshöhen sind im Zentrum zum Teil äußerst niedrig. Die niedrigste Brücken-Durchfahrtshöhe beträgt dort nur 3.47 Meter. 

Die Region Berlin-Brandenburg ist geprägt durch ein eng verzweigtes Wasserstraßennetz. Bedeutsam sind vor allem die Flüsse Spree, Havel und Dahme und die Vielzahl von Seen. Durch die Verbindung mit Kanälen entstand somit ein Verkehrsnetz von über-
regionaler Bedeutung. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Spree-Havel betreut diesen Teil des Bundeswasser-
straßennetzes. 

Elf schiffbare Wasserstraßen mit fast 200 Kilometern Länge durchziehen Berlin. Schleusen bieten der Schifffahrt die erforderliche Auf- und Abstiegsmöglichkeit. Berliner Kanäle sind der »Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal (BSK)«, der »Westhafen-Kanal«, der »Charlottenburger-Verbindungskanal« und der »Britzer- Verbindungskanal (BVK)«, die in Summe 22 Kilometer Wasserstraßen bilden.

Der »Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal« führt von der Spree über den Humboldthafen beim Hauptbahnhof und über den Westhafen an die Havel (in Abfolge der Fahrt unten). Dieser Kanal ist für die Sportschifffahrt gesperrt. Der nur 2,5 Kilometer lange »Westhafen-Kanal« führt vom Westhafen zur Spree in Charlottenburg.

Mehr als zweistündige Schifffahrt zwischen der Mühlendamm-Schleuse und der Charlottenburger-Schleuse (14.05.). Start und Ziel waren der »Preußische Ikarus« an der Weidendammer Brücke in Mitte.

Das Nikolaiviertel im Berliner Ortsteil Mitte ist das älteste Siedlungsgebiet der Hauptstadt. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, wurde es 1980−1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt wiederaufgebaut.
Die ehemalige − 1936 erbaute − Müllverladestation an der Helmholtzstraße 42 gehört heute dem weltbekannten Architekturbüro von Josef Paul Kleihues. 
Die ›Meierei Carl Bolle‹ entstand 1879 auf dem heutigen Areal des Spree-Bogens. Seinen Beinamen »Bimmelbolle« verdankte
der fortschrittliche Firmengründer dem Umstand, dass hunderte seiner Pferdewagen mit Handklingel schwingenden Kutschern
und Milchmädchen durch Berlins Straßen fuhren und frische Milch mit dem neusten Klatsch frei Haus lieferten.
Am Schiffbauerdamm mündet die Südpanke in die Spree.

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