STADTBILD

In Deutschland steigt die xenophobe Gewalt.

Bundeskanzler Friedrich Merz scheint ›fremdländisch aussehende‹ Männer als Problem ausgemacht zu haben. Sexualisierte ›Messermänner‹ betrachten wohl in seiner Vorstellung Frauen als ihr Eigentum, bedrängen und vergewaltigen ›unsere Töchter‹. Deshalb sorgt sich Merz um das deutsche STADTBILD: »[…] Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.« (14.10.). Eine Bekräftigung des AfD-Versprechens der sogenannten REMIGRATION. Das Bild von einem gereinigten Deutschland ist der Ausdruck eines völkischen Verständnisses dieses Landes. Nach Merz‘ Ansage leben bei uns Menschen, die bleiben dürfen, während andere aus dem »Stadtbild« und überhaupt aus Deutschland entfernt gehören. 

Viel bedrückender ist meines Erachtens die wachsende Armut und die damit verbundene Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum.
Das mag dem ehemaligen BlackRock-Mann und Millionär bislang noch nicht aufgefallen sein. Seit der »Agenda 2010« werden Kranke, Arbeitslose und Obdachlose bekämpft. Helfen hier im aktuellen politischen Klima und in einer entsolidarisierten Gesellschaft vielleicht besser auch Abschiebungen? Für ein schönes STADTBILD?

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