BRASIL EM CONCERTO 2025/ 26 – Lançamento do programma. Das Eröffnungskonzert der Reihe »Brasilianische Klänge« war
der brasilianischen Romantik gewidmet und umfasste Werke von Carlos Gomes, präsentiert von Pablo Rossi (Klavier) und Adriane Queiroz (Sopran). Aus dem Programm: Lieder von Carlos Gomes, darunter Ave Maria, Suspiro d’Alma, Noces d’Argent, Quem Sabe, u.a.
Antônio Carlos Gomes (1836–1896), geboren in Campinas, gilt als der bedeutendste brasilianische Opernkomponist und einer
der wenigen Lateinamerikaner, die sich im Europa des 19. Jahrhunderts behaupten konnten. Sein Werk, das durch die Verschmelzung
des italienischen Erbes mit einer ausdrucksstarken und dramatischen Lyrik gekennzeichnet ist, nahm Elemente des Verismo vorweg,
die Komponisten wie Puccini und Mascagni beeinflussen sollten. Gomes bereitete den Weg für die Etablierung der ernsten Musik
aus Brasilen.
Zum Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika (The unanimous Declaration of the thirteen united States of America, 1776, ›Die einstimmige Erklärung der dreizehn vereinigten Staaten von Amerika‹) komponierte er die Hymne »Saudação do Brasil« (1876). Das Oratorium »Colombo« für Chor und Orchester zur Vierjahrhundertfeier der Entdeckung Amerikas durch Columbus gilt als ein Schlüsselwerk der brasilianischen Musikgeschichte. Außerdem komponierte Gomes eine Messe, Canzonetten, Männerchöre, Lieder und Klavierstücke.
Die in den Jahren 1868 bis 1870 entstandene Oper »Il Guarany« gilt als Meilenstein der brasilianischen Musikgeschichte. Sie
feierte ihre Uraufführung an der Mailänder Scala und wurde anschließend in ganz Europa gespielt. Giuseppe Verdi sagte nach der Uraufführung, Gomes beginne da, wo er selbst aufgehört habe (»Questo giovane comincia dove finisco io!«). Brasilianische Botschaft in Berlin/ 11.11., Eintritt frei.




CHORO LIVRE
Konzert der Gruppe »Choro Livre« na Embaixada. Mit mehr als vier Jahrzehnten Erfahrung ist die Gruppe »Choro Livre« einer der wichtigsten Vertreter der brasilianischen Instrumentalmusik. Bekannt für ihre technische Rafinesse und ihre Fähigkeit, Virtuosität und Sensibilität zu verbinden, präsentiert die Gruppe ein Repertoire, das die Wege des Choro, Samba, Bossa Nova, Frevo und Baião beschreitet und die Vielfalt und Raffinesse der brasilianischen Musik offenbart.
»Choro Livre« wurde in Brasília gegründet und hat sich als internationale Referenz etabliert. Die Gruppe trat in mehr als 30 Ländern auf und bildete Generationen von Musikern durch die »Escola Brasileira de Choro« aus, die vom Mandolinisten Reco do Bandolim, dem Präsidenten des »Clube do Choro de Brasília«, gegründet wurde.
Die Gruppe (von links), bestehend aus Valério Xavier (Pandeiro), Márcio Marinho (Cavaquinho), RECO DO BANDOLIM (Mandoline), George Costa (6-saitige Gitarre) und Henrique Neto (7-saitige Gitarre), lud das Publikum zu einer Reise durch die Geschichte und
die Rhythmen Brasiliens ein, mit Interpretationen, die sich durch Authentizität und die ansteckende Freude des Choro auszeichnen.
Das Programm des Abends umfasste Klassiker des Genres und Eigenkompositionen, die die Seele der brasilianischen Musik widerspiegeln, Meister wie Pixinguinha, Ernesto Nazareth und Jacob do Bandolim würdigen und die Vitalität einer Tradition offenbaren, die sich in ständiger Erneuerung befindet. Brasilianische Botschaft in Berlin/ 14.11., Eintritt frei.


Hinweis: Pablo Rossi wurde bereits im Post REGENWALD (17.05.2025), Adriane Queiroz im Post CONCERTO DE NATAL (07.12.2024), Márcio Marinho im Post BRASILIDADES (14.12.2024), die »Gruppe Choro Livre« im Post CARINHOSO (16.09.2023) vorgestellt.
PANTANAL
Die UN-Klimakonferenz 2025 (COP30/ 30. Weltklimakonferenz) findet in Belém – Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pará – statt (10.−21.11.). Die gute Nachricht: Das 3-Grad-Ziel der Klimaerwärmung wird jetzt schneller erreicht. Auch die Klimakipp-Punkte im Erdklimasystem werden jetzt früher überschritten.
