Rumgurken 1: STRAUPITZ

Fahrt mit dem Deutschlandticket sowie dem RE2 (oder RE7) und dem Bus 500 via Lübben nach STRAUPITZ in den Spreewald (10.03.). Rückfahrt ab Lübben mit dem RE20. 

Die LAUSITZ ist die Heimat der WENDEN und SORBEN. Die in der Lausitz ansässigen Wenden und Sorben sind als nationale Minderheit anerkannt. Im Norden wird Niedersorbisch (NIEDERLAUSITZ/ Wendisch, dem Polnischen ähnlich) gesprochen,
im Süden (OBERLAUSITZ/ Obersorbisch, dem Tschechischem ähnlich). Die Beschilderung ist zweisprachig. Der Spreewald (nieder-
sorbisch Błota, »die Sümpfe«) gehört zu den eigentümlichsten Landschaften in Deutschland. Wie kein anderer Fluss teilt sich die Spree mit einem Mal in hunderte Fließe, Gräben und Kanäle und bildet so ein Wasserlabyrinth. Der Spreewald erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 500 Quadratkilometern. Durch die Stilllegung des Braunkohle-Tagebaus werden sukzessive die Pumpen abgestellt. Die Fließe könnten dann Trockenfallen.

Bekannt ist der Spreewald durch den Gurken-, Meerrettich-, Leinsamenanbau und das Leinöl.

Ringelnattern haben die Spreewälder einst vor Hochwasser gewarnt, als sie sich bei Gefahr auf den höher gelegenen so genannten Kaupen sammelten. Zwei gekreuzte Schlangenköpfe am Dachgiebel der Spreewaldhäuser sollen den Bewohnern Glück bringen.



STRAUPITZ (Tšupc) bietet viele Sehenswürdigkeiten: den Kornspeicher; das Spreewaldbahnmuseum; die ›Schinkelkirche‹; das Schloss sowie eine Holländerwindmühle, die letzte produzierende Dreifach-Windmühle Europas mit Mahl-, Öl- und Sägemühle.

Die Spreewaldbahn (niedersorbisch Błośańska zeleznica) war eine meterspurige Schmalspurbahn mit Betriebsmittelpunkt in Straupitz. Die Spreewaldbahn verkehrte ab 1898 zwischen Lübben (Lubin) und Cottbus (Chóśebuz). Während ihrer größten Ausdehnung – von 1904 bis 1929 – erreichte das Streckennetz eine Gesamtlänge von 85 Kilometern. Die Spreewaldbahn wurde 1967−1970 stillgelegt und die Gleisanlagen zurückgebaut. Sechs Bahnhöfe blieben erhalten und laden heute zum Verweilen ein.

Der LEIN, auch Flachs genannt, ist eine traditionsreiche Kulturpflanze. Aus der Pflanze Lein wird der Leinsamen gewonnen, aus dem wiederum Leinöl hergestellt wird. Leinöl zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus, die in der Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Als essenziell werden die Fettsäuren bezeichnet, die für uns lebensnotwendig sind. Diese kann unser Körper aber nicht selbst herstellen, weshalb wir sie über die Nahrung zu uns nehmen müssen. Leinöl ist bekannt für seine positiven Eigenschaften in der Ernährung. Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E, was es zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung macht. 

Der Verzehr von Leinsamen ist für Erwachsene unbedenklich, wenn täglich nicht mehr als 20 Gramm (zirka 2 Esslöffel) gegessen werden. Für rohe Leinsamen gilt eine Grenze von 15 Gramm pro Mahlzeit; bei höherem Konsum oder Kindern ist Vorsicht geboten. (Quelle: Bundesamt für Risikobewertung). 

Wichtig ist außerdem, dass Leinsamen Arzneimittel binden und deren Wirkung beeinträchtigen können. Daher sollte zwischen dem Verzehr von Leinsamen und der Einnahme von Medikamenten mindestens eine Stunde Abstand liegen.

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