Kežmarok ist eine ungarische Gründung. Das kleine Städtchen gehörte zeitweise zu Oberungarn. Das mittelalterliche Stadtbild ist fast vollständig erhalten und von schmucken zweigeschossigen Bürger- und Handwerkerhäusern geprägt. Bei der katholischen Heilig-Kreuz-Basilika steht einer der schönsten freistehenden Renaissance-Glockentürme der Zips. Vom Hauptplatz gelangt man über die Burgstraße zur Stadtburg. Mehr als hundert Jahre war die Feste im Besitz der ungarischen Grafenfamilie THÖKÖLY. Mitten in der Altstadt lag unser sehr empfehlenswertes »CLUB HOTEL«. Es gehört der Familie Gantner, die es auch führt.
Jana Gantnerová-Šoltýsová (*in Kežmarok), ist eine ehemalige tschechoslowakische Skirennläuferin (1975–1985). Ihre Tochter Jana Gantnerová trat als Skirennläuferin in ihre Fußstapfen. Ihr Onkel Anton Šoltýs war ebenfalls Skirennläufer. Gantnerová-Šoltýsová nahm 1976 erstmals an Olympischen Winterspielen teil und gewann bei den Junioren-Europameisterschaften 1977 die Goldmedaille im Riesenslalom. Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo erreichte sie den fünften Platz bei der Abfahrt. 1985 trat Gantnerová-Šoltýsová vom aktiven Skisport zurück. Sie wirkt aber noch als Wettkampfrichterin.
Die Seilbahn Starý Smokovec–Hrebienok ist eine ganzjährig betriebene Standseilbahn, und die einzige in der Slowakei. Sie hat eine Streckenlänge von 1.937 Metern und verbindet Starý Smokovec (Talstation 1.033 Meter) mit dem Ortsteil und Skiort Hrebienok (Bergstation 1.280 Meter). Fahrtzeit zirka fünf Minuten. An der Bergstation trifft man auf den rot markierten Wanderweg TATRA MAGISTRALE (Tatranská magistrála), die man als Ausgangspunkt für Wanderungen nutzen kann. Die Veľká Studená dolina ist eines der meistbesuchten Täler der slowakischen Hohen Tatra. Anderthalbstündige Wanderung durch das Studená dolina. Das Tal ist nach dem Gebirgsbach Studený potok benannt. Die mehr als drei Kilometer lange Strecke führt zur Berghütte RAINEROVA CHATA am unteren Ende des Tals. Sie ist die älteste noch erhaltene Schutzhütte auf der Südseite der Hohen Tatra. Lastenträger:innen transportieren Getränke und Lebensmittel zu den Hütten, die nur zu Fuß erreichbar sind.
Mittagessen In Tatranská Lomnica am Fuße der Lomnitzer Spitze, Abendessen im KOLIBA in Starý Smokovec (Bilder siehe SPEZIALITÄTEN).
Die elektrisch betriebene Schmalspurbahn TEŽ wurde 1912 (k.u.k.) im heutigen slowakischen Teil der Tatra in Betrieb genommen. Die mit 1.500 Volt Gleichstrom betriebene, 1.000-Millimeter-Schmalspurbahn ist eingleisig. Die 29,1 Kilometer lange Strecke führt von POPRAD TATRY über Tatranská Lomnica nach ŠTRBSKÉ PLESO. Die Triebwagen waren 2000 erneuert worden. Sie verkehren mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h. In Štrbské Pleso hat die Tatra-Bahn Anschluss an den Zahnradabschnitt Štrbské Pleso–ŠTRBA.
Im Herbst 2018 wurden bei Stadler in der Schweiz fünf neue Fahrzeuge der Baureihe 495.95 bestellt, die sowohl für die Zahnradbahn als auch für das im Adhäsionsbetrieb befahrene Netz genutzt werden können.
Ždiar heißt das in der Nähe der polnischen Grenze gelegene fünf Kilometer lange goralische Gebirgsbauerndorf in der Weissen Tatra. Dort gibt es noch zahlreiche goralische Holzhäuser. Im Sommer findet dort jedes Jahr das ›Goralische Folklorefest‹ (Goralské folklórne slávnosti) statt, bei dem polnische und slowakische Gruppen Tänze, Lieder und anderes Kulturgut der goralischen Volksgruppe zeigen.
Der DUNAJEC bildet die Grenze zwischen der Slowakei und Polen. Er mündet in die Weichsel. Der Dunajec fließt im kleinen slowakischen Nationalpark PIENINY auf etwa zehn Kilometer (Luftlinie drei Kilometer) durch ein enges malerisches Tal. Es wird durch steile Kalksteinwände gebildet. Auf der polnischen Seite erhebt sich majestätisch der dreigeteilte Kronenberg (Trzy Korony). Zu den Attraktionen gehört die je nach Wasserstand mindestens anderthalbstündige Floßfahrt. Früher transportierten die goralischen Flößer Holz an die Ostsee, heute Touist:innen: zwei Flößer zwölf Tourist:innen. Als Nachweis der Erfahrung dienten ursprünglich Muscheln am typischen Goralenhut (Zakopane Kapelusz goralski). Für jeden Ostsee-Transport eine. Heute Folklore.
Am Zielort werden die Flöße auf Lkw verladen, um zusammen mit den Flößern an den Ausgangshafen Červený Kláštor zurückgebracht zu werden. Die Tourist:innen können zu Fuß den knapp einen Kilometer langen Weg zur Chata Pieniny laufen. Oder sie lassen sich mit der Kutsche dorthin fahren. Am Haltepunkt stehen Rauchtöpfe, um die Pferde vor Insekten zu schützen.
Die Zips wird gerne als ›das Land unter der Tatra‹ bezeichnet. Besucht: die Zipser Burg (Spišský hrad), das gegenüberliegende Zipser Kapitel (Spišská Kapitula); LEVOČA, dort die Jakobskirche mit dem größten gotischen Flügelaltar der Welt (in den katholischen Kirchen des Landes herrscht absolutes Fotografierverbot), und die deutsche Gründung POPRAD (Deutschendorf).
Fahrt in die zweitgrößte Stadt des Landes (240.000 Einwohner:innen). Ins Siedlungsgebiet der Ruthenen und der Ungarn. Und in das älteste Weinanbaugebiet des Tokajers. Den Namen TOKAJI dürfen nur Weine aus dem Tokajer-Weinbaugebiet tragen.
Während die Slowakei in der Zeit von 1939 bis 1945 ein deutscher Vasallenstaat war, gehörte KOŠICE zum faschistischen Ungarn. Košice war 2013 mit Marseille »Europäische Kulturhauptstadt«. Rund um die Fußgängerzone entlang der Hauptstraße (Hlavná ulica) befindet sich die herausgeputzte Altstadt. Im Zentrum schöner Jugendstilhäuser befinden sich vor dem Staatstheater Musikwasserspiele und ein freistehendes Glockenspiel, das stündlich erklingt. Die Wasserfontänen entstehen durch die Musik und ändern ihre Intensität je nach Takt. Sehenswert sind der St.-Elisabeth-Dom (slowakisch: Dóm svätej Alžbety, ungarisch: Szent Erzsébet-székesegyház). Er ist die größte Kirche der Slowakei und Sitz des Erzbistums Košice; die Michaelskapelle; das Ost- slowakische Museum mit dem bedeutendsten Goldschatz Europas; die Synagoge an der ul. Zvonárska; die Handwerkergasse; Gebäudedurchgänge.
Zum Frühstück gab es statt Brötchen/ Schrippen diese Hörnchen. Die Salami erinnerte an ungarische Salami. Slowakische Piroggen, gefüllt mit Kasrtoffelmasse. CESNAKOVÁ POLIEVKA, Knoblauchsuppe mit Croûtons und Reibekäse. Kartoffelpfannenkuchen, gefüllt mit Schafskäse und bestreut mit Reibekäse.Schnitzel in Kartoffelkruste, bestreut mit Rreibekäse. BRYNDZA.
›BRASIS‹ bedeutet auf Portugiesisch ›die Vielfalt von Brasilien‹. Ein tolles und abwechslungsreiches brasilianisches Kulturprogramm bietet die Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim).
AUSSTELLUNG
Die Ausstellung »O vulcão do meu peito explodiu – Der Vulkan in meiner Brust brach aus« ging zu Ende (02.05.–05.07.). Sie war für die Mário-de-Andrade-Bibliothek in São Paulo und die Brasilianische Botschaft in Berlin konzipiert worden. Es war die erste Einzelausstellung von Francisco de Almeida (*1962) in São Paulo und auch seine erste Einzelausstellung außerhalb Brasiliens. Charakteristisch für das Werk von Francisco de Almeida ist die Technik des Holzschnitts. »O vulcão do meu peito explodiu« zeigte eine Reihe von sieben neuen Werken, die als hängende ›riesige‹ Installation im Dialog mit der parkähnlichen Umgebung der Botschaft präsentiert wurden. Bei einer Größe von 300x 150 Zentimetern haben sie die Anmutung von Altarbildern. Eine Drucktechnische Herausforderung (Bilder 2–5 Ausschnitte)!
Der Holzschnitt ist eine Technik, die ihre Wurzeln in der Antike hat, aber in Asien und Europa während des Mittelalters und der Renaissance besonders bekannt wurde. Das Werk von Francisco de Almeida war im Dialog mit Arbeiten von Künstler:innen wie Markus Lörwald (*1968) und Hirosuke Yabe (*1972) ausgestellt. Auch diese beiden arbeiten ebenfalls mit Holz. Yabes Skulpturen sind Ausdruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima (11.03.2011), die die japanische Gesellschaft zutiefst erschüttert hatte.
Die Ausstellung bildete den Rahmen für bemerkenswerte Konzerte. Auf dem Programm standen Stücke bekannter und weniger bekannter Komponisten, welche die stilistische Vielfalt und den kulturellen Reichtum Brasiliens verdeutlichen. Beispiele für mitreißende brasilianische Musik sind Jorge Bens ikonisches »Mas que nada«, das weltweit für seinen mitreißenden Beat bekannt ist, und Antonio Carlos Jobims »Água de beber«, ein Bossa-Nova-Klassiker, der mit seiner sanften Melodie und seinem poetischen Text die Seele des Genres verkörpert. Im Programm ferner andere Kompositionen von Tom Jobim wie »Dindi« und »Só danço samba«, die die Fähigkeit des Maestros veranschaulichen, Samba-Elemente mit anspruchsvollen Harmonien zu verbinden. Es bestand auch die Gelegenheit, »Doce de côco« von Jacob de Bandolim zu hören, einer Perle des Chorinhos.
KONZERTE
Seit mehr als einem Jahrzehnt begeistert das »Duo Oltheten Gomide« das Publikum in Europa und Brasilien mit seiner Choro-Kammermusik, die durch die Integration von Elementen der klassischen Musik und des Jazz die Grenzen der Genres überwindet. Das Duo besteht aus Daphne Oltheten (Violine) und Henrique Gomide (Klavier). Das »Duo Oltheten Gomide« war im Juni beim Konzert BRASIS zu hören (13.06.). Dieses Konzert ließ die Besucher:innen tief in das zeitlose Repertoire der brasilianischen Musik eintauchen, das die Kraft von Rhythmen wie Choro, Baião und Maracatu mit kammermusikalischer Feinfühligkeit verbindet. Zum Programm des Abends zähtlen Stücke, wie der Forró »Canhoto« von Mestre Camarão. Mit zeitgenössischen Kompositionen wie »Quase Caindo« von Ricardo Herz und »Shot #4« von Henrique Gomide und João Fideles erkundete das Duo neue rhythmische und harmonische Möglichkeiten.
»The Royal We« begeisterten das Publikum mit Jazzklassikern und brasilianischer Musik (04.07.): Jakob Ditz (Piano), Bruno Guimont (Guitarra), Vincent Kern (Bateria), Lily von Roell (Vocal), Marc Allahwerdi (Baixo), Carmen Williams (Saxofone alto) und Thies van Ballegooy (Saxofone tenor). »The Royal We« gewann den Preis für die beste Interpretation einer brasilianischen Komposition beim »StuVo Contest«, einem Wettbewerb im Rahmen des Jazzfestes Neukölln 2024. Die Brasilianische Botschaft in Berlin ist stolz darauf, einer der Partner dieses Wettbewerbs zu sein. Nunmehr im 14. Jahr.
NEU: Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die Ausstellung »Der Vulkan in meiner Brust brach aus« von Francisco de Almeida bis zum 31. Juli 2024 verlängert wurde.
Temos o prazer de anunciar que a exposição O vulcão do meu peito explodiu, de Francisco de Almeida, foi prorrogada até o dia 31 de julho de 2024.
Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim)
Montag bis Freitag, 10:00–17:00 Uhr, Eintritt frei Segunda a sexta-feira, das 10h às 17h, Entrada franca, sem necessidade de inscrição
Janz Berlin im Fußballwahn. Halbzeit bei der Heim-EM.
Schiff Ahoi! Da fährt es dahin, das Sommermärchen. Auf die »TROPICAL ISLANDS« (Schiffsname).
Die erweiterte »Fanzone« besteht nicht nur aus der Fanmeile. Zwischen Kanzleramt und Reichstag wurde ein temporäres Stadion für 15.000 Menschen errichtet. Dort sind auch Wettanbieter und die ›Fußballnation‹ Katar vertreten. Die UEFA möchte die Sportwetten als weiteres Geschäftsfeld fördern. Werden kommende Fußball-Europameisterschaften der Männer in Katar ausgetragen? Nichts ist unmöglich. Und Geld stinkt nicht. Es enthält höchstens Spuren von Kokain.
So liebe ich die Fanmeile.
Auf der Fanmeile gibt es viele Getränkestände und Imbisszelte, darunter auch zwei Gebetszelte. Das Haus Springer machte darauf aufmerksam: »BILD hat einen Blick in ein Gebetszelt geworfen: Auf dem Boden liegt ein Teppich, ein Pfeil zeigt in Richtung Mekka. Am Eingang ist eine Schuhablage, für ältere oder eingeschränkte Menschen steht ein Stuhl bereit. Verantwortlich für die Durchführung der Fanmeile ist die Kulturprojekte Berlin GmbH, dessen Aufsichtsratschef ist Berlins Kultursenator Joe Chialo (54, CDU).« […] Petra Neye, Pressesprecherin von Kulturprojekte Berlin zu BILD: »Wir haben bewusst von der Anbringung von den Symbolen der jeweiligen Glaubensrichtungen abgesehen, damit dieser Ort für alle willkommen und einladend ist. … Die Zelte sind für alle Religionen nutzbar. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen am Eingang und der Liste der verbotenen Gegenstände, die u.a. besagt, keine Decken und Kissen mitzunehmen, haben wir für Menschen, die ihr Gebet auf dem Boden vornehmen, einen Gebetsteppich bereitgestellt.«, so Neye (BILD/ BZ, 21.06.). Also kein Aufreger. Denn auch die Anhänger der »Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters« dürfen zum Beten ins Zelt. Aber ohne aglio e olio, capice!
Kein Ort der stillen Einkehr!
Für Fans von Eintracht Frankfurt gibt es nur einen FUSSBALLGOTT. Es kann nur einen geben: ALEX MEIER (Vereinslegende 2004–2018, 2015 Torschützenkönig der Bundesliga).
Fußball
Der Fußballwahn ist eine Krank- Heit, aber selten, Gott sei Dank. Ich kenne wen, der litt akut An Fußballwahn und Fußballwut. Sowie er einen Gegenstand In Kugelform und ähnlich fand, So trat er zu und stieß mit Kraft Ihn in die bunte Nachbarschaft.
[…]
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns, Vor dem Gebrauch des Fußballwahns!