LICHTERFAHRT

Wenn Straßen, Gebäude und Plätze festlich glänzen und Lichterketten die Bäume schmücken, kommt in der Hauptstadt festliche Stimmung auf. Besonders die Boulevards ›Kurfürstendamm‹ und ›Unter den Linden‹ ziehen mit ihrer stimmungsvollen Beleuchtung jeden Dezember Scharen von Besuchern an. 

Dem KUDAMM gingen in der Adventszeit 140.000 einzelne LED-Lämpchen auf: Die 4,5 Kilometer lange Glitzermeile am Kurfürstendamm und Tauentzien gilt als längster weihnachtlich illuminierter Straßenzug in Europa. Lichterketten so weit das Auge reicht (seit 23.11.).

TRIADE NATALINA

Concerto de Natal com Adriane Queiroz e Karine Gilanyan. Um evento da Embaixada do Brasil.

Dies war das erste und zugleich letzte Konzert in diesem annus horribilis in der Brasilianischen Botschaft. In Brasilien gab es bislang mehr als 600.000 Corona-Tote.

Beim Konzert »TRIADE NATALINA« sang die Sopranistin Adriane Queiroz Kompositionen von Waldemar Henrique, Heitor Villa-Lobos, Camargo Guarnieri et al. und wurde von Karine Gilanyan am Klavier begleitet. Wunderbar! Beeindruckt haben mich das ›Ave Maria‹ von William Gomez (1939–2000) & ›Cantique de Noël‹ von Adolphe Charles Adam (1803–1856). Für ›Taieras‹ von Luciano Gallet (1893–1931) kam rhythmische Verstärkung auf die Bühne. Standing ovation für die Künstler:innen. Als Zugabe sang Adriane Queiroz Gospels, begleitet nur vom Contrabass. Von diesem schönen Abend muss mein kleines unsterbliches Seelchen wg DER SEUCHE noch lange zehren.

Das Konzert fand unter Corona-Hygiene-Bedingungen in drei Teilen mit Lüftungspausen statt. 2G plus FFP-2-Masken, die die ganze Zeit getragen werden mussten. Dankbar (02.12.).

DÉJÀ-VÉCU

Da macht sie sich wieder bemerkbar – DIE SEUCHE. Corona war 2020 gekommen, um zu bleiben. Jetzt reitet COVID wieder die Welle: Impfdurchbrüche, explodierende Fallzahlen. Die Stunde der alarmistischen Buchhalterseelen. Die Medien verbreiten in ihrer Kampagne Angst und Schrecken. Rund um die Uhr. Angst macht krank! Am besten ABSCHALTEN. »Noch einmal müssen wir uns anstrengen im ›letzten‹ Corona-Winter«. PUSTEKUCHEN. Willkommen in der dunklen Jahreszeit.

Da schweigt sogar die Berliner Schnauze.

Objekte der Begierde.

JETLAG

Der Oktober verabschiedete sich mit vier sonnigen Tagen (28.–31.10.). GOLDENER HERBST, Kranichzug, wundervoll. Am Wochenende trafen sich die Naturfreund:innen am SÜDGELÄNDE; die Pferdefreund:innen an der Trabrennbahn KARLSHORST (Echte Pferdeliebe!); die Technikfreund:innen beim Blauen Monster-Kran & Rotem Riesen am OSTBAHNHOF; die Freund:innen des Transzendentalen am HINDU-TEMPEL/ Hasenheide. Dann HALLOWEEN! In den Morgenstunden der Horror pur. Um 2:00 Uhr ZEITUMSTELLUNG. Willkommen Novemberdepri. Zeitumstellung – der JETLAG DES PROLETARIATS. Jetlag, aber ganz ohne klimaschädliches Fliegen.

MOCK-UP

Wie fühlt sich in Zukunft das U-Bahnfahren an? Und wie fuhr es sich mit der Berliner U-Bahn im Jahr 1908? Das Deutsche Technikmuseum ermöglicht den direkten Vergleich. Unter dem Motto »Von A bis J – Berliner-U-Bahnen von gestern und morgen« zeigt das Deutsche Technikmuseum das ›MOCK-UP‹ der neuen Berliner U-Bahn. Es ist ein begehbares 1:1-Modell der neuen Baureihe J/ JK (28.10./ bis Ende Mai 2022). Die U-Bahn-Baureihen werden mit fortlaufenden Buchstaben bezeichnet, nun ist Berlin bei »J« angekommen. Direkt neben dem Mock-up steht der Wagen 86 der Baureihe A1 von 1908, das älteste in Deutschland erhaltene U-Bahn-Fahrzeug.

Als wär ‘s bereits der Prototyp: Unterschiedliche Höhenniveaus der Sitze im Mehrzweckabteil.

PRIMA KLIMA

Unter dem Motto »Ihr lasst uns keine Wahl« hatte ›Fridays for Future‹ zum Klimaprotest in Berlin aufgerufen. Vier Wochen nach der Bundestagswahl demonstrierten Tausende für Klimaschutz im Regierungsviertel (22.10.). Außer ›Fridays for Future‹ hatten weitere Organisationen wie Attac, Greenpeace und Nabu zu diesem globalen Aktionstag aufgerufen. Das Bündnis wollte damit die Parteien der möglichen künftigen Ampelkoalition auf Bundesebene zu umfassenden Maßnahmen für den Klimaschutz bewegen. Denn die Parteien hätten bisher »keine echte Antwort auf die Klimakrise geliefert«, hieß es.

Die Mehrheit in diesem unserem Lande (und weltweit) befürwortet sowieso das WEITER SO! Und stimmt inbrünstig in das Lied vom KLEINEN ARSCHLOCH ein:

Macht Euch Die Erde Untertan! 

(»Dieses Lied ist dem Erfinder der FCKW-Spraydose gewidmet. Es heißt ›Macht Euch die Erde untertan‹. Die Musik hab’ ich aus dem ›Zigeunerbaron‹ geklaut, aber der Text ist von mir« … i. e. Walter Moers)

Bedrohte Lebewesen,
sind nie mein Fach gewesen,
ich sprüh` PARAL auf Bienen,
ernähr` mich von Delfinen

Refrain ›Mein idealer Lebenszweck‹

Mein idealer Lebenszweck,
sind Robenfell und Walfischspeck,
mein idealer Lebenszweck,
sind Robenfell und Walfischspeck

Das Rehkitz und die Ammer,
erschlag’ ich mit dem Hammer …
Auch Amsel, Drossel, Fink und Star,
die schmecken mir das ganze Jahr …
Und rings um meine Heimatstadt …
kein Frosch mehr seine Schenkel hat,
kein Frosch mehr seine Schenkel hat.

Refrain

Sauer muss der Regen fallen,
denn der Wald gehört uns allen.
Ob Oder oder Neiße –
mir wurscht wo ich reinscheiße!
Mein Klo das ist aus Elfenbein,
Atomkraftwerke find’ ich fein!
Ich quäl’ das Tier zum Scherz,
trag’ Wegwerfslips aus Nerz!

Refrain

Auf mein Parkett aus Tropenholz,
da bin ich ganz besonders stolz.
Und meine ganze Sympathie,
gilt der fossilen Energie!

Refrain

Ob wenigstens das 2-Grad-Ziel (Plan B) erreicht wird? Die Kunst der Politik besteht darin, so zu tun als handelte man beim Klimaschutz. Aber nicht die Resourcen sollen bewahrt werden! – Die Reichen und Schönen sollen von Einschränkungen und Kosten verschont bleiben. So plant man das »Wirklich gute Klimaschutz-Gesetz für gute Laune«. Und sorgt so mit Framing für PRIMA KLIMA.

Wird jetzt wieder das Atomfass geöffnet? Erneuerbare Energien vs. Atomkraft?

CHILL MAL

›CHILL MAL‹, so lautet der Titel meines Wandkalenders für 2022. Er ist nun in einer kleinen Auflage fertig gestellt. Jetzt muss ich nur noch an den Bildtexten für die vierzehn Fotos feilen. In genau zwei Monaten ist Heiligabend. Ich freue mich.