Fahrt in die zweitgrößte Stadt des Landes (240.000 Einwohner:innen). Ins Siedlungsgebiet der Ruthenen und der Ungarn. Und in das älteste Weinanbaugebiet des Tokajers. Den Namen TOKAJI dürfen nur Weine aus dem Tokajer-Weinbaugebiet tragen.
Während die Slowakei in der Zeit von 1939 bis 1945 ein deutscher Vasallenstaat war, gehörte KOŠICE zum faschistischen Ungarn. Košice war 2013 mit Marseille »Europäische Kulturhauptstadt«. Rund um die Fußgängerzone entlang der Hauptstraße (Hlavná ulica) befindet sich die herausgeputzte Altstadt. Im Zentrum schöner Jugendstilhäuser befinden sich vor dem Staatstheater Musikwasserspiele und ein freistehendes Glockenspiel, das stündlich erklingt. Die Wasserfontänen entstehen durch die Musik und ändern ihre Intensität je nach Takt. Sehenswert sind der St.-Elisabeth-Dom (slowakisch: Dóm svätej Alžbety, ungarisch: Szent Erzsébet-székesegyház). Er ist die größte Kirche der Slowakei und Sitz des Erzbistums Košice; die Michaelskapelle; das Ost- slowakische Museum mit dem bedeutendsten Goldschatz Europas; die Synagoge an der ul. Zvonárska; die Handwerkergasse; Gebäudedurchgänge.
Zum Frühstück gab es statt Brötchen/ Schrippen diese Hörnchen. Die Salami erinnerte an ungarische Salami. Slowakische Piroggen, gefüllt mit Kasrtoffelmasse. CESNAKOVÁ POLIEVKA, Knoblauchsuppe mit Croûtons und Reibekäse. Kartoffelpfannenkuchen, gefüllt mit Schafskäse und bestreut mit Reibekäse.Schnitzel in Kartoffelkruste, bestreut mit Rreibekäse. BRYNDZA.
›BRASIS‹ bedeutet auf Portugiesisch ›die Vielfalt von Brasilien‹. Ein tolles und abwechslungsreiches brasilianisches Kulturprogramm bietet die Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim).
AUSSTELLUNG
Die Ausstellung »O vulcão do meu peito explodiu – Der Vulkan in meiner Brust brach aus« ging zu Ende (02.05.–05.07.). Sie war für die Mário-de-Andrade-Bibliothek in São Paulo und die Brasilianische Botschaft in Berlin konzipiert worden. Es war die erste Einzelausstellung von Francisco de Almeida (*1962) in São Paulo und auch seine erste Einzelausstellung außerhalb Brasiliens. Charakteristisch für das Werk von Francisco de Almeida ist die Technik des Holzschnitts. »O vulcão do meu peito explodiu« zeigte eine Reihe von sieben neuen Werken, die als hängende ›riesige‹ Installation im Dialog mit der parkähnlichen Umgebung der Botschaft präsentiert wurden. Bei einer Größe von 300x 150 Zentimetern haben sie die Anmutung von Altarbildern. Eine Drucktechnische Herausforderung (Bilder 2–5 Ausschnitte)!
Der Holzschnitt ist eine Technik, die ihre Wurzeln in der Antike hat, aber in Asien und Europa während des Mittelalters und der Renaissance besonders bekannt wurde. Das Werk von Francisco de Almeida war im Dialog mit Arbeiten von Künstler:innen wie Markus Lörwald (*1968) und Hirosuke Yabe (*1972) ausgestellt. Auch diese beiden arbeiten ebenfalls mit Holz. Yabes Skulpturen sind Ausdruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima (11.03.2011), die die japanische Gesellschaft zutiefst erschüttert hatte.
Die Ausstellung bildete den Rahmen für bemerkenswerte Konzerte. Auf dem Programm standen Stücke bekannter und weniger bekannter Komponisten, welche die stilistische Vielfalt und den kulturellen Reichtum Brasiliens verdeutlichen. Beispiele für mitreißende brasilianische Musik sind Jorge Bens ikonisches »Mas que nada«, das weltweit für seinen mitreißenden Beat bekannt ist, und Antonio Carlos Jobims »Água de beber«, ein Bossa-Nova-Klassiker, der mit seiner sanften Melodie und seinem poetischen Text die Seele des Genres verkörpert. Im Programm ferner andere Kompositionen von Tom Jobim wie »Dindi« und »Só danço samba«, die die Fähigkeit des Maestros veranschaulichen, Samba-Elemente mit anspruchsvollen Harmonien zu verbinden. Es bestand auch die Gelegenheit, »Doce de côco« von Jacob de Bandolim zu hören, einer Perle des Chorinhos.
KONZERTE
Seit mehr als einem Jahrzehnt begeistert das »Duo Oltheten Gomide« das Publikum in Europa und Brasilien mit seiner Choro-Kammermusik, die durch die Integration von Elementen der klassischen Musik und des Jazz die Grenzen der Genres überwindet. Das Duo besteht aus Daphne Oltheten (Violine) und Henrique Gomide (Klavier). Das »Duo Oltheten Gomide« war im Juni beim Konzert BRASIS zu hören (13.06.). Dieses Konzert ließ die Besucher:innen tief in das zeitlose Repertoire der brasilianischen Musik eintauchen, das die Kraft von Rhythmen wie Choro, Baião und Maracatu mit kammermusikalischer Feinfühligkeit verbindet. Zum Programm des Abends zähtlen Stücke, wie der Forró »Canhoto« von Mestre Camarão. Mit zeitgenössischen Kompositionen wie »Quase Caindo« von Ricardo Herz und »Shot #4« von Henrique Gomide und João Fideles erkundete das Duo neue rhythmische und harmonische Möglichkeiten.
»The Royal We« begeisterten das Publikum mit Jazzklassikern und brasilianischer Musik (04.07.): Jakob Ditz (Piano), Bruno Guimont (Guitarra), Vincent Kern (Bateria), Lily von Roell (Vocal), Marc Allahwerdi (Baixo), Carmen Williams (Saxofone alto) und Thies van Ballegooy (Saxofone tenor). »The Royal We« gewann den Preis für die beste Interpretation einer brasilianischen Komposition beim »StuVo Contest«, einem Wettbewerb im Rahmen des Jazzfestes Neukölln 2024. Die Brasilianische Botschaft in Berlin ist stolz darauf, einer der Partner dieses Wettbewerbs zu sein. Nunmehr im 14. Jahr.
NEU: Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die Ausstellung »Der Vulkan in meiner Brust brach aus« von Francisco de Almeida bis zum 31. Juli 2024 verlängert wurde.
Temos o prazer de anunciar que a exposição O vulcão do meu peito explodiu, de Francisco de Almeida, foi prorrogada até o dia 31 de julho de 2024.
Brasilianische Botschaft in Berlin (Embaixada do Brasil em Berlim)
Montag bis Freitag, 10:00–17:00 Uhr, Eintritt frei Segunda a sexta-feira, das 10h às 17h, Entrada franca, sem necessidade de inscrição
Janz Berlin im Fußballwahn. Halbzeit bei der Heim-EM.
Schiff Ahoi! Da fährt es dahin, das Sommermärchen. Auf die »TROPICAL ISLANDS« (Schiffsname).
Die erweiterte »Fanzone« besteht nicht nur aus der Fanmeile. Zwischen Kanzleramt und Reichstag wurde ein temporäres Stadion für 15.000 Menschen errichtet. Dort sind auch Wettanbieter und die ›Fußballnation‹ Katar vertreten. Die UEFA möchte die Sportwetten als weiteres Geschäftsfeld fördern. Werden kommende Fußball-Europameisterschaften der Männer in Katar ausgetragen? Nichts ist unmöglich. Und Geld stinkt nicht. Es enthält höchstens Spuren von Kokain.
So liebe ich die Fanmeile.
Auf der Fanmeile gibt es viele Getränkestände und Imbisszelte, darunter auch zwei Gebetszelte. Das Haus Springer machte darauf aufmerksam: »BILD hat einen Blick in ein Gebetszelt geworfen: Auf dem Boden liegt ein Teppich, ein Pfeil zeigt in Richtung Mekka. Am Eingang ist eine Schuhablage, für ältere oder eingeschränkte Menschen steht ein Stuhl bereit. Verantwortlich für die Durchführung der Fanmeile ist die Kulturprojekte Berlin GmbH, dessen Aufsichtsratschef ist Berlins Kultursenator Joe Chialo (54, CDU).« […] Petra Neye, Pressesprecherin von Kulturprojekte Berlin zu BILD: »Wir haben bewusst von der Anbringung von den Symbolen der jeweiligen Glaubensrichtungen abgesehen, damit dieser Ort für alle willkommen und einladend ist. … Die Zelte sind für alle Religionen nutzbar. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen am Eingang und der Liste der verbotenen Gegenstände, die u.a. besagt, keine Decken und Kissen mitzunehmen, haben wir für Menschen, die ihr Gebet auf dem Boden vornehmen, einen Gebetsteppich bereitgestellt.«, so Neye (BILD/ BZ, 21.06.). Also kein Aufreger. Denn auch die Anhänger der »Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters« dürfen zum Beten ins Zelt. Aber ohne aglio e olio, capice!
Kein Ort der stillen Einkehr!
Für Fans von Eintracht Frankfurt gibt es nur einen FUSSBALLGOTT. Es kann nur einen geben: ALEX MEIER (Vereinslegende 2004–2018, 2015 Torschützenkönig der Bundesliga).
Fußball
Der Fußballwahn ist eine Krank- Heit, aber selten, Gott sei Dank. Ich kenne wen, der litt akut An Fußballwahn und Fußballwut. Sowie er einen Gegenstand In Kugelform und ähnlich fand, So trat er zu und stieß mit Kraft Ihn in die bunte Nachbarschaft.
[…]
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns, Vor dem Gebrauch des Fußballwahns!
Die Beteiligung bei der Europawahl in Deutschland hat mit 64,8 Prozent einen neuen Höchstwert seit der Wiedervereinigung erreicht (09.06.). Damit lag die Wahlbeteiligung um 3,4 Prozentpunkte höher als 2019 (61,4 Prozent) – und so hoch wie nie seit der Einheit. Weiterhin gibt es einen Zuwachs bei den Briefwählern. Mit fast 30 Prozent Anteil ist die Briefwahl die neue Urnenwahl. Rechte Parteien sind die Gewinner der Europawahl. Etablierte Parteien und Medien hatten zuvor die radikalen Positionen legitimiert und damit wählbar gemacht. Schlecht für den Klimaschutz, schlecht für Kriegs- und Klimaflüchtlinge.
Auf verlorenem Posten. Die OMAS FOR FUTURE. Mehr Korruption wagen?
Deutschland ist wieder geteilt. Die Konservativen holten alle Wahlkreise der ehemaligen Bundesrepublik (Schwarz), die AfD alle Wahlkreise in der ehemaligen DDR (Schlumpfblau). Dazwischen bilden Großstädte und Stadtstaaten unscheinbare grüne Inseln. In den neuen Bundesländern wurde die in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD verfestigt stärkste Partei. Dort finden im Herbst drei Landtagswahlen statt.
Berlin dagegen wählte anders. Berlin ist von West nach Ost in etwa drei gleichgroße Streifen aufgeteilt. Trikolore: Von Schwarz über Grün zu Schlumpfblau. So sieht Berlin nach der Europawahl aus: in einen westlichen Teil mit Mehrheiten für die CDU, einen mittleren Teil der Innenstadt plus Pankow und Neukölln mit den vorne liegenden Grünen, und alle östlichen Bezirke mit der AfD an erster Stelle. Stärkste Kraft mit 19,6 Prozent bleiben aber in der Metropole die Grünen.
In Berlin holte das BSW aus dem Stand 8,7 Prozent.
Berlinweit gewann das ›Bündnis Sahra Wagenkencht (BSW)‹ mehr Kieze als die SPD. Deren Erfolge muss man mit der Lupe suchen. Und in beinahe allen zwölf Berliner Bezirken errang das BSW mehr als fünf Prozent, in Pankow sogar 10,4 Prozent. Die Linke fiel auf den Platz fünf im Parteien-Ranking zurück. Nur in Neukölln-Nord (im Bereich der südlichen Sonnenallee) konnte sie noch einen Stimmbezirk gewinnen. Beachtliche Ergebnisse erzielten dort auch die Partei ›MeRa25‹ mit 7,9 Prozent, die zur Bewegung des früheren griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis gehört, und mit 5,5 Prozent die Partei ›Dava‹, die dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan nahesteht.
So sehen Wahlverlierer aus (links). Und so Wahlgewinner (rechts): ›Die Partei‹ entsendet diese zwei Abgeordnete nach Brüssel.
Die FDP spielt auch in Berlin keine Rolle. Der liberale Gewinner bei dieser Europawahl ist eine andere Partei. Die europafreundliche Kleinpartei Volt, die dem sozialliberalen Spektrum zuzuordnen ist, kam auf 4,8 Prozent und lag damit an sechster Stelle der Parteien in Berlin, noch einen Platz vor der FDP. Bundesweit reichte es für Volt gerade einmal für 2,6 Prozent.
Dass die Jugend Grün wählt, mag einmal so gewesen sein, stimmt aber nicht mehr. Zwar holten die Grünen bei den 25- bis 34-Jährigen noch 15 Prozent, die AfD kommt jedoch auf 18, die Union auf 19 Prozent. Und auch bei den ganz Jungen – gewählt werden konnte erstmals ab 16 Jahren – landeten Union und AfD mit 17 und 16 Prozent vorn. Die Grünen erreichten bei den 16- bis 24-Jährigen nur elf Prozent. Zugleich punkteten jedoch Kleinstparteien. Das Wahlverhalten von Frauen und Männern unterschied sich kaum.
Von den 720 Abgeordneten des EU Parlamentes kommen 96 aus Deutschland. Eine Fünf-Prozent-Hürde wie bei Wahlen auf Bundes- und Landesebene gab es am Sonntag nicht. Im neuen EU-Parlament sind nach der Wahl vom Sonntag 14 Abgeordnete aus Berlin vertreten und damit einer mehr als bisher. Neun der Politiker saßen bisher schon im Europaparlament, fünf wurden neu hineingewählt. Und das sind die Berliner EU-Abgeordneten: vier Grüne, zwei Sozialdemokraten, zwei Linke – darunter CAROLA RACKETE (Kapitänin) –, zwei vom BSW – darunter FABIO DE MASI (»Cum-Ex-Jäger«) –, ein Christdemokrat, einer von der AfD, einer von Volt und MARTIN SONNEBORN von ›Die Partei‹.
Inzwischen leben wir wieder in Zeiten, denen man in Europa 1945 abgeschworen hatte.
Jetzt wird das Volk erstmal sediert: die Heim-EM (14.06.–14.07.) & die Olympiade (26.07.–11.08.) lenken ab.
27 Grad Celsius, Sommer und Sonne. Da genieße ich gerne leichte mediterrane Speisen, die man sich selber nicht zubereiten kann. In der Küche des Castel Montecroce zaubert il CUOCO DONATO. Schön sitzt man in der Abendsonne auf der Terrasse.
›Antipasto Misto Piccolo‹, hier mit Puntarelle (links Mitte). Mein Favorit. ›Assortimento di Formaggio‹ zum Wein. Schöne Tellersprache. Und lecker.›Carpaccio di Pulpo‹. ›Tiramisu-Panna Cotta-Walnuss-Maronen‹ Semifreddo. Keine halbe Sache.
(Fortsetzung vom 02.05. – Gefällt dieser Post? Dann gerne teilen!)
Nach ›Land unter‹ in Niedersachsen (Januar), dem Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz (Mai), sind inzwischen große Gebiete in Bayern und Baden-Württemberg von Hochwasser betroffen. Dort wurden bislang vier Leichen geborgen. Können in den jüngsten Hochwassergebieten die Wahlen abgehalten werden?
Der Zusammenhalt ist brüchig. Das Leben ist ein Pony Hof: Über Pfingsten grölten Sprizz-Beseelte junge Schnösel auf der Reichen-Insel Sylt (gefühlt) »Deutschland den Reichen, Loser raus«. Der Eintritt in den »Pony Club« in Kampen hatte laut Medienberichten 150 Euro gekostet. Da kann man sich schon mal daneben benehmen. Dem Adi hätte es gefallen. Bedenklich: auf zu vielen Plakaten wird das Gesicht von Olaf Scholz weggerissen!»Eisberg voraus!« »Straße frei, wir rücken an!/ Platz für den roten Feuerwehrmann!/ … Wo es quiemt in der deutschen Kaffeemütze/ Vor lauter Kriegsbegeisterungshitze,/ immer ran an die Spritze!« (Erich Weinert, 1925). Um ihre Wiederwahl zu sichern, kuschelt die Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen mit den Völkischen. Erneuerbare Energien jetzt passé?Häufige Beschriftung auf den Plakaten der Ampelparteien. – »WAS ZÄHLT« (= Bundeswehrkampagne).Die Welt wartet angesichts von bald 10 Milliarden Menschen sicher nicht auf runderneuerte alte Zausel. Die Kapitänin CAROLA RACKETE erlangte 2019 internationale Bekanntheit, als sie mit der »Sea-Watch 3« Menschen aus dem Mittelmeer rettete und dafür in Italien Ihrer Freiheit beraubt wurde. Das Bündnis Sahra mit Sahra kandidiert erstmalig. Ein bisschen Mitgefühl muss sein. Abriss ist auch keine Lösung.
Die Berliner S-Bahn wird hundert! Am 8. August 1924 fuhr der erste elektrifizierte Zug auf der Vorortbahn zwischen dem Stettiner Bahnhof (1842–1952; heute Nordbahnhof) und Bernau. Kaum ein Berliner Verkehrsmittel hat das Stadtbild so nachhaltig geprägt, wie die rot-gelben Züge aus den 1920er- und -30er-Jahren. Die letzten dieser Triebfahrzeuge wurden erst nach der Jahrtausend- wende ausgemustert.
Für den August ist eine riesige Geburttagssause geplant. Eingeläutet wurden die Feierlichkeiten an den »Tagen der Offenen Tore« im S-Bahn-Werk ERKNER (25./ 26.05.). Dort steht der historische Fahrzeugpark. Einstimmen auf das Festival im August kann man sich schon mal mit Romanos Geburtstagsständchen »S-Bahn fahr’n, S-Bahn fahr’n«.
Kann die Erfolgsgeschichte der Berliner S-Bahn weitergehen? Neoliberale Ideologen greifen sie in ihrem Privatisierungswahn an (»Privat ist besser als Staat!«).
Für das DUO SIQUEIRA LIMA (Embaixada do Brasil em Berlim, 16.05.).
Cecilia Siqueira aus Uruguay und Fernando de Lima aus Brasilien bilden heute eines der renommiertesten Gitarrenensembles der Gegenwart. Das ›Duo Siqueira Lima‹ erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen wie den Prêmio Profissionais da Música (Brasilien) und den International Brazilian Press Awards (USA) verliehen, begeistert Zuhörer auf der ganzen Welt und kombiniert klassische Musikstücke mit populären brasilianischen und lateinamerikanischen Rhythmen. Viva America Latina!
Der Wahnsinn! Die berühmte Interpretation von Zequinha de Abreus »Tico-tico no Fubá«, die für vier Hände arrangiert wurde.
Reise mit dem Deutschlandticket an die Ostsee (06.–09.05.): Rostock (Basiscamp), Warnemünde (07.05.) und – auf den Spuren von CASPAR DAVID FRIEDRICH – nach Greifswald (08.05.). Wieder drei weiße Flecken auf meiner persönlichen Landkarte getilgt. Vier herrliche Sonnentage an der Ostsee.
Hansestadt ROSTOCK (HRO): »Hört Ihr Leut‘ und lasst Euch sagen …«. Mit diesem Ruf beginnt der Rostocker Nachtwächter, Rainer Schwieger, seinen abendlichen Rundgang durch den ältesten Rostocker Stadtteil rund um den Petrihügel.Das Wappentier der Stadt ist der Greif. Universitätsbibliothek.Chronogramme verstecken Jahreszahlen in kleinen Sprüchen – wie an dem einstigen Pfarrhaus der Rostocker Petrikirche. Über der Haustür ist das, soweit bekannt, einzige Chronogramm in Rostock zu finden. In dem Spruch
JESUVVACHT NEHMDIESES HAVS IN ACHT
stecken die ein wenig abgewandelten römischen Ziffern, die uns das Baujahr 1723, also mitten im schönsten Barock, verraten. Die Ziffern sind in der zu lesenden Reihenfolge zu zählen: I (1) + V (entspricht ›U‹ = 5) + W (V + V = 5 + 5) + C (100) + M (1000) + D (500) + I (1) + V (›U‹ = 5) + I (1) + C 100) ergeben der Reihe nach addiert die Zahl 1723 (Quelle: mv-terra-incognita).Das KEMPOWSKI-ARCHIV im Klosterhof. Sprichwörtliche Redewendungen aus Kempowskis Universum: Tadellöser & Wolff! Miesnitzdörfer & Jensen! Kinder, wie isses schön. – Nein, wie isses schön. – Zu und zu schön. Sowas kommt von sowas. Gutmannsdörfer! Rathausschlange. Das Streichen über den Kopf soll Glück bringen. Die Schlange hat mehrere Vorgängerinnen (wg. Diebstahl). Schon im 18. Jahrhundert soll hier eine Schlange ihren Platz innegehabt haben.Ein Fingerzeig im Rad der Geschichte. Die Astronomische Uhr in der »St. Marienkirche« zu Rostock stammt aus dem Jahr 1472. Noch heute funktioniert sie mit dem originalen Werk und zeigt präzise die Zeit an, außerdem zahlreiche Zusatzinformationen. Im unteren Teil der Uhr befindet sich die Kalenderscheibe. Im Januar 2018 wurde das von 1885 bis 2017 reichende Kalendarium feierlich durch dasjenige für die Jahre 2018 bis 2150 ersetzt. Kalenderblatt (Ausschnitt), aufgenommen am 07.05. um 16:45 Uhr. Der Kurort WARNEMÜNDE ist ein Ortsteil von Rostock. Deshalb erhebt die Stadt Kurtaxe. Seit 2012 grüßt von der Mittelmole die vier Meter hohe Bronzeskulptur ESPERANZA (Hoffnung) die vorbeifahrenden Schiffe.Leuchturm – die 31 Meter habe ich erklommen – und der Teepott.Es war das bekannteste Hotel in der TäTäRä. In Westdeutschland war das Hotel Neptun spätestens seit Barschels Ehrenwort berühmt.Die Hansestadt GREIFSWALD (HGW).