OTTO REUTTER

Otto Reutter (eigentlich Friedrich Otto August Pfützenreuter) war ein deutscher Sänger und Komiker:  *24. April 1870
in GARDELEGEN, Altmark/ Königreich Preußen, Monarchie; †3. März 1931 in Düsseldorf, Preußen/ Deutsches Reich, Weimarer Republik. Otto Reutter war stets seiner Heimatstadt Gardelegen verbunden. Auf einer Tournee erlitt er einen Herzinfarkt, an dem er verstarb. Seinem Wunsch entsprechend wurde sein Leichnam nach Gardelegen überführt und dort am 7. März auf dem städtischen Friedhof beerdigt.

Otto Reutter soll mehr als tausend Couplets verfasst haben. Nachgewiesen sind rund 400 Couplets, die auf Schellackplatten,
in wenigen Rundfunk-Aufnahmen und Notendrucken erhalten sind.
Zu seinen bekannten Liedern gehören:

Alles wegn de Leut (1926);
Der gewissenhafte Maurer (1920);
Der Überzieher (1925);
Ick wunder mir über jarnischt mehr;
In fünfzig Jahren ist alles vorbei (1920);
Mit dem Zippel, mit dem Zappel, mit dem Zeppelin;
Nehm Se ’n Alten (1926);
Berlin is ja so jrooß.

In seiner Heimatstadt Gardelegen ist der große Sohn der Stadt allgegenwärtig: seit 1981 gibt es dort einen Otto-Reutter-Platz, seit Oktober 2002 eine von Heinrich Apel gestaltete Bronzeskulptur in der Altstadt (Ernst-Thälmann-Straße, Bild 1 oben). Weiterhin existiert eine Gedenktafel an seinem im Jahr 1961 abgerissenen Geburtshaus in der Sandstraße. Zudem befindet sich auf dem Holzmarkt ein Otto-Reutter-Brunnen mit Sitzgelegenheiten.

Otto Reutters Sohn kam am 7. Mai 1916 im Alter von 19 Jahren in Verdun um. Sein Gedenkstein steht in der Nähe des väterlichen Grabes. Heute ›wolfen‹ böse alte Männer wieder zur persönlichen Bereicherung junge Menschen in blutigen Schlachten.

Passend zum Deutschlandticket (11 Strophen, Auszug):

Muss man denn ins Ausland reisen?

Text und Melodie von Otto Reutter
(Die einzelnen Dialekte sind hier nur angedeutet). 

(1)    Gern ins Ausland reist der Deutsche,
Er verbringt die Ferien da,
Schweift zu gerne in die Ferne, —
Und das Gute liegt so nah.
Kannst auch in der Heimat reisen!
Schon die Urmark ist zu preisen:
Brandenburch am Havelstrande,
Jrünes Land auf weißem Sande.
‚S herrscht ein fröhlicher Verkehr da,
Dicht bewohnt ist’s Havelland –
Häuser steh’n wie Sand am Meer da,
Bloß sie steh’n da mehr am Sand.

(2)    Muß man denn ins Ausland reisen?
Schau den Hoorz [Harz] voll Poesie.
Und ganz korz, glich hingerm Horze
Läht doch ’s Eichsfeld dichte bi.
Kannst auch nach Hannover fähren,
Därfst den Späß, dir nicht erspären,
Stehst auf staunend am Kanäle,
Gehst spazier’n zum Lindentäle –
Grüßt de Däm‘ – die sind da spröde,
Strotzen älle von Moräl –
Wenn du eine küßt, sägt jede:
»Gräde heut‘ ist’s erste Mäl«

(3)    Muß man denn ins Ausland reisen?
Hat nicht Sachsen seinen Reiz?
Gann dich Dräsden denn nich dresten,
Weißer Härsch und Sächs’sche Schweiz?
Und die große Seestadt Leipzig –
Sucht man da geen’n Zeitvertreib sich?
Man drinkt »Gose« – man bekneipt sich,
Drückt e Weib sich – an den Leib sich.
Ja, die Frau’n dort, – scheen gewachsen –
Kissen sieß, ob alt, ob jung.
Jeder Jingling griegt in Sachsen
»Sachsuelle« Aufglärung.

[4, Rheinland, …]

(5)    Muss man denn ins Ausland reisen?
‚S Bade-Ländle, ’s Schwäble-Reich
Is doch auch scheen, des muscht auch seh’n –
Da muscht hinfahr‘, aber gleich.
Kannscht der Schwarzwald dir betrachte,
Karlsruh‘ isch nit zu verachte.
Heidelberg kann auch nix schade –
Kannscht in Bade-Bade bade –
Fährscht nach Friedrichshafe, wo de
Mit dem Zepp’lin steigscht in d‘ Höh‘
Und denkscht: Wenn i auf de Bode
Seh, seh‘ ich der Bodesee.  

[6, Hamburg, …]

(7)    Muß man denn ins Ausland reisen?
Frankfort is doch aach net schlecht.
Ariadne – Palmengadde,
‚S Haus vom Geede [Goethe], ahid un echt.
Un vom Rothschild, dem bekannten,  
Trifft man aach noch viel Verwandte –
Un’de Bärs [Börse], ’s is net geloge –
Voller wie die Synagoge [?] – – –
Und in Thüring’n, da liecht Waimar. [Das a ist recht gedehnt auszusprechen]
Da ist’s frailich wunderbar –
Wenn in Waimar man im Mai war,
Frait man sich doch ’s ganze Jahr – – –
Wai mar mal in Waimar war.

[8, Ostpreußen, gehört heute zu Polen und Russland; 9, Bayern und Franken, …]

(10)    Muß man denn ins Ausland reisen?
Hat Berlin denn Konkurrenz?
Mit die Landschaft mach‘ Bekanntschaft:
Resedenz und Intell’jenz.
Wo der Kreuzberg unter dir is, [seine geringe Höhe andeutend]
Wo im Tiergarten keen Tier is,
Wo de Panke ohne Strom is,
Wo im Jrunewald keen Boom is. –
Passt et dir nich Untern Linden,
Kannste nach dem Westen jehn –
Kannst da alle Völker finden –
Kannst ooch mal’n Berliner seh’n.

(11)    Muß man denn ins Ausland reisen?
Ist Westfalen nicht chanz fein?
Brukst in Mäcklenborg du mäkeln?
Muß grad Hesse hässlich sein?
Fahr‘ a brinkel ook nach Schlesien –
Bist ook da schon mal gewesien? – – –
Fahr nur fort, in höchsten Weisen,
Auslandsreisen nur zu preisen –
Singst doch schließlich andre Lieder,
Fern, von Sehnsucht übermannt:
»Nach der Heimat möchte‘ ich wieder,
Nach dem teuren Vaterland!«

Dieser Post ist WILLI KÄLBER (†) gewidmet. Dem guten Nachbarn und Freund aus Harzer Tagen – und ›Fan‹ von Otto Reutter.
Wir planten noch vor DER SEUCHE, gemeinsam nach Gardelegen zu fahren. In Memoriam.

RESIDENZ, REFORMATION & RENAISSANCE

Fahrt mit dem klimatisierten Reisebus nach TORGAU (Sachsen/ 21.06.). An diesem Tag herrschten Temperaturen von fast 32 Grad Celsius.

Einstige RESIDENZ: In Torgau residierten die sächsischen ernestinischen Kurfürsten Johann Friedrich III. – der Weise – und Johann Friedrich I. – der Großmütige. Torgau war im 16. Jahrhundert das politische Zentrum der REFORMATION. Und lag im Spannungsfeld von Brandenburg, Kursachsen und dem Bistum Magdeburg. Wichtige Persönlichkeiten der Reformation wirkten in dieser Landschaft. Natürlich MARTIN LUTHER und KATHARINA VON BORA. Der Kirchenmusiker PAUL GERHARDT (Großhainichen, Berlin, Lutherstadt Wittenberg, Mittenwalde); der ›Ablasshändler‹ JOHANN TETZEL (Jüterbog); der Bildungsreformer PHILLIP MELANCHTHON (Lutherstadt Wittenberg, Herzberg/ »Herzberger Schulordnung« & Torgau/ »Torgauer Artikel«); die Werkstatt LUCAS CRANACH.

Perle der RENAISSANCE: Torgau gilt heute als eine der der schönsten Renaissancestädte Deutschlands. Torgau ist eine steinerne Renaissancestadt, die nach den Bränden des 15. Jahrhunderts und trotz häufiger kriegerischer Bedrohung weitestgehend unzerstört geblieben ist. Etwa 600 Einzeldenkmale sind hier zu finden. Sie künden von Torgaus Blütezeit im 16. Jahrhundert. Torgau stand aber wiederholt im Mittelpunkt sächsischer, europäischer und weltgeschichtlicher Politik. NAPOLEON BONAPARTE ließ die Stadt zur Festung ausbauen. Der Name Torgau ging um die Welt, als sich hier Ende April 1945 amerikanische und sowjetische Soldaten auf den Trümmern der zuvor von den Deutschen gesprengten Elbbrücke die Hände reichten. Berüchtigt war während der DDR-Diktatur der »Geschlossene Jugendwerkhof Torgau«. Dort wurden ›unangepasste‹ Heranwachsende zur ›sozialistischen Umerziehung‹ gequält und gebrochen.

Torgau feiert in diesem Jahr sein 1050. Bestehen. Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort unter dem Namen Torgove in einem Dokument aus dem Jahr 973. Der Name ist altsorbischer Herkunft; »torg« bedeutet Markt (vgl. obersorbisch torhošćo). Torgove ist also ein Handelsplatz. 

Besichtigt: das Bürgermeister-Ringenhain-Haus in der Breiten Straße sowie Schloss Hartenfels (Lapidarium im kühlen Keller). Im Schlossgraben leben drei Braunbären. Das heute prächtigste Renaissancehaus ist das des Bürgermeisters Paul Ringenhain, der es 1596 neu errichten ließ. Paul Ringenhain, der reichste Torgauer Bürger seiner Zeit, hatte für die Ausstattung seines Wohn- und Geschäftshauses die besten Handwerker seiner Zeit beschäftigt. Die herausragenden Wand- und Deckenmalereien waren nach Vorbildern des Schlosses entstanden. Dazu gehört insbesondere die Holzkassettendecke in der Saalstube des 1. Obergeschosses mit der Darstellung von 40 Engeln in Wolken und Sternen, die Musikinstrumente und Leidenswerkzeuge Christi tragen. Fahr‘ mal hin.

Wo sitzt das männliche Gehirn?

TORGAUER MARSCH

Die Militärgeschichte Torgaus beginnt im 18. Jahrhundert. Die SCHLACHT BEI TORGAU am 3. November 1760 war die letzte große Schlacht des ›Siebenjährigen Krieges‹. Die Österreicher hatten auf den Süpitzer Höhen etwa 400 Kanonen aufgestellt. Eine gewaltige Feuerkraft. Der Sieg der Preußen stand gegen 21:00 Uhr fest. Mit 16.751 Mann verloren die Preußen dabei mehr als 25 % ihrer Armee, die Österreicher mit 15.200 Mann knapp 30 %. Die Schlacht war eine der blutigsten des 18. Jahrhunderts.

BEI TORGAU
Auch die Grenadiere wollen nicht mehr
Wie ein Rasender jagt der König daher
Und hebt den Stock und ruft unter Beben:
»Racker, wollt ihr denn ewig leben?
Bedrüger …«
»Fritze, nichts von Bedrug;
Für fünfzehn Pfennig ist’s heute genug.«

(Theodor Fontane: aus Sämtliche Werke. Bd. 1–25, Band 20, München 1959–1975, S. 217).

Der »Torgauer Marsch« von 1817 wurde einer der beliebtesten deutschen Märsche. Er war ursprünglich ein Kavalleriemarsch.
Der »Torgauer« ist ein sächsischer – kein preußischer Marsch (heute Armeemarsch III, 69; Armeemarsch II, 210). Die Namensgebung
hat aber nichts mit der Schlacht bei Torgau zu tun.

FESTUNG TORGAU
Die Sachsen waren Verbündete Napoleons. Für Napoleon Bonaparte spielte Torgau eine wichtige strategische Rolle. Zur Sicherung der ›Elblinie‹ ließ er die Stadt zwischen 1811 und 1813 zur Festung ausbauen. Es entstanden eine sechseckige Hauptfestung mit sechs Bastionen und zwei halben Abschlussbastionen an der Elbe sowie der Brückenkopf östlich des Flusses. Bis zu 26.000 französische Grenadiere waren 1813 in Torgau stationiert, während die Stadt damals nur 5.000 Einwohner zählte. Nach dem Sieg
der Preußen über Napoleon wurde Torgau preußisch. Nordsachsen kam zu Preußen (›Beutesachsen‹). Unter preußischer Herrschaft wurde Torgau Garnisonsstadt.

ELBE DAY 1945
An der Elbe trafen Ende April 1945 die Spitzen von US Army und Roter Armee zusammen. Um ›Friendly Fire‹ zu vermeiden, war vereinbart worden, dass die Rote Armee nur bis an die Elbe vorrückt. 

Befehlsstand der amerikanischen 69. Infanteriedivision der 1. Armee: Vier Patrouillen (ALBERT L. KOTZEBUE, Frederick W. Graig, Edward A. Gumpert und William D. Robertson fuhren am 24. Und 25, April von der Mulde Richtung Elbe, um in der ›wehrmachts-
freien Zone‹ aufzuklären und den Kontakt zu sowjetischen Einheiten herzustellen. Leutnant Kotzebue war der erste amerikanische Offizier, der einem russischen Offizier inmitten von hunderten toten Zivilisten bei STREHLA die Hand reichte (25.04., 12:00 Uhr). Strehla war also ein Leichenfeld, und damit kein Ort für eine historische Inszenierung. Statt Strehla ging deshalb Torgau eher zufällig in die Geschichte ein. Denn der vom amerikanischen 2nd Lieutenant WILLIAM ROBERTSON geleitete Erkundungstrupp gelangte nach Torgau, wo er auf Rotarmisten der 1. Ukrainischen Front traf. Diese Begegnung verlief zunächst abenteuerlich.

East meets West. Am 26. April trafen sich schließlich die Kommandeure der amerikanischen 69. Infanteriedivision des 5. Korps
der 1. Armee und des sowjetischen 173. Gardeschützenregiments der 58. Gardedivision in Torgau. An diesem Tag wurden die Vorbereitungen für den inszenierten ›Handschlag von Torgau‹ getroffen, der am nächsten Tag vor Fotografen des Special Film Teams 186 stattfinden sollte. Da war noch viel Zeit für die unteren Chargen – wie Fotos belegen – schon vormittags beginnend, Begegnungen der ›kleinen Leute‹ vorzunehmen. Anlässlich der ›Truppenvereinigung‹ in Torgau gab es am Abend des 26. April gleichlautende Presseerklärungen der Regierungen in London, Moskau und Washington. Mit dem offiziellen symbolischen ›Handschlag von Torgau‹ am 27. April schloss sich – für die Weltöffentlichkeit sichtbar – die Lücke zwischen der deutschen Ost- und Westfront. Der Krieg in Europa näherte sich dem Ende.

Fahnenmonument in Sandstein am Begegnungsort von sowjetischen und amerikanischen Truppen am 25. April 1945 beim alten Brückenkopf der Elbbrücke. AVRAAM MILETZKIJ, Hauptmann der Sowjetarmee (Pioniere) und Architekt, schuf es. Zu seiner aus Kiew stammenden Familie jüdischen Glaubens, gehörten etwa 70 Mitglieder. Nur ein Onkel und er selbst hatten den Zweiten Weltkrieg überlebt. Das Denkmal sollte ursprünglich mit einem Panzer oder einem schweren Artilleriegeschütz gekrönt werden, doch Miletzkij hielt eine andere gestalterische Aussage für wichtiger: »In Torgau haben die Waffen geschwiegen.« Die Bekrönung des im September 1945 fertiggestellten Monuments zeigt die Fahnen der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie sind gesenkt und verdeutlichen damit das Ende der Kampfhandlungen, so ebenfalls die aufgestellten, von einem Kranz umgebenen Gewehre. Er erläuterte seine Arbeit mit den Worten: »Möge das Denkmal an die unbesiegbare Kraft der Völker erinnern, die sie
im Kampf gegen die Barbarei vereint hat.«

Die Tafeln im Unterbau mit der Übersetzung der russischen Inschrift ins Deutsche und Englische wurden nachträglich angebracht.

Die DDR errichtete gegenüber an der Elbstraße vor Schloss Hartenfels ein Gedenkrelief.

Auf den östlichen Elbwiesen am gegenüberliegenden Brückenkopf der damals gesprengten Brücke errichteten Veteranen ein weiteres Denkmal. Drei Fahnenmasten stehen an den Eckpunkten eines (gedachten) gleichschenkeligen Dreiecks. Eigentlich wehen an den drei Masten die Flaggen der Vereinigten Staaten von Nordamerika, der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation (also auch stellvertretend für Belarus und die Ukraine). Die russische Fahne ist seit dem Überfall auf die Ukraine am 24.02.2022 eingeholt. Denn die Gewehre sind nicht mehr gesenkt. Seit 2022 gibt es kein offizielles Gedenken mehr. Bei meinem Besuch fehlten alle Fahnen.

»SCHWUR VON TORGAU«
Beim »Schwur von Torgau«, gaben sich amerikanische und sowjetische Soldaten der Dienstränge das Versprechen, der Menschheit fortan Kriege zu ersparen. Dieser Schwur missfiel schon bald den Mächtigen. Einer der damals am Treffen teilnehmenden US-Soldaten, Dolmetscher Joseph ›Joe‹ Polowsky, setzte sich in der Zeit des 1. Kalten Krieges unermüdlich für die Anerkennung des 25. April als »Weltfriedenstag« ein. Gemäß seinem letzten Willen erhielt er 1983 die letzte Ruhestätte auf dem evangelischen Friedhof in Torgau.

ROLAND

Der ROLAND ist ein Standbild eines Ritters mit Richtschwert. Die Rolandsfigur galt als Sinnbild der Eigenständigkeit einer Stadt mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit. Ein aufgestellter Roland war auch Ausdruck wirtschaftlicher Prosperität. Im Mittelalter fanden sich Rolande als Zeichen bürgerlicher Freiheit häufig in norddeutschen Städten (»Rolandstadt«). In STENDAL steht die steinerne Rolandfigur vor der Gerichtslaube des Rathauses am Marktplatz. Die 7,80 Meter hohe Standfigur ist mit Plattenpanzer, einem Schild mit dem brandenburgischen Adler und einem geschulterten Schwert ausgerüstet. Auf der Rückseite ist auf einer ornamentierten Stützsäule eine Narrenfigur mit (Markt-)Sackpfeife und Stadtwappen dargestellt. Der Stendaler Roland ist nur sechs Zentimeter kleiner als der Bremer Roland und mit Sockel 7,8 Meter hoch. Zudem trägt er das längste Schwert aller Rolande. Er gilt als die drittgrößte Rolandfigur in Deutschland.

Zweite Fahrt mit dem Deutschlandticket in die ALTMARK (Sachsen-Anhalt) zur Hansestadt STENDAL (13.06.).

RATHAUS: Im zweiten Obergeschoss liegt die große Ratsstube. An der Nordseite ist noch ein beachtlicher Teil der spätgotischen hölzernen WANDVERTÄFELUNG von 1462 erhalten. Über der Kielbogenpforte ist das Rats- und Stadtwappen dargestellt, seitlich sind Reliefs mit Darstellungen von Jonas und dem Wal, Samson mit dem Löwen, einem Propheten mit Schriftband und dem Erzbischof
von Köln angeordnet.
Die MARIENKIRCHE steht im Zentrum Stendals unmittelbar östlich des Rathauses. 1580 wurde eine ASTRONOMISCHE UHR angebracht. Sie befindet sich unterhalb der Orgelempore. Ihr Zifferblatt ist drei mal drei Meter groß und zeigt einen 24-Stunden-Tag an. Der große Zeiger macht in zwei Stunden eine Umdrehung. Der Stand der Sonne und des Mondes werden durch Modelle angezeigt. Als Gegengewicht zu den Modellen dient eine Sternenscheibe, in der eine Öffnung den Mondzyklus anzeigt. Der innere Zahlenkranz zeigt das Datum an. Die Uhr wiegt 100 Kilogramm, das Pendel ist 3,25 Meter lang. Die Uhr wurde 1977 betriebsfähig restauriert. 
Das Kaufhaus Ramelow ist ein 1929–1930 errichtetes Bekleidungs-Kaufhaus im Stil des ›Neuen Bauens‹ (Bauhaus).
Lichtgestalt Johann Joachim WINCKELMANN (1717–1768) gilt als der Begründer der Klassischen Archäologie und modernen Kunstwissenschaft. Stendal feiert ihn als den berühmtesten Sohn der Stadt. Am 8. Juni 1768 wurde Winckelmann in einem Hotel-
zimmer in Triest Opfer eines grausamen Mordes.
Der ›Dom‹ St. Nikolaus ist vor allem für seinen großen Bestand an spätmittelalterlicher Glasmalerei bekannt. Von der Ausstattung sind vor allem die 22 mittelalterlichen GLASMALFENSTER erhalten, die zwischen etwa 1425 und 1480 entstanden waren. Im 19. Jahrhundert stark restauriert, dürfte heute noch etwa die Hälfte des Glases original sein. Die große Anzahl von Glasmalereien aus dem Mittelalter ist in Mitteldeutschland einzigartig und wird nur noch von der Anzahl der Glasmalereien des Erfurter Domes übertroffen.

Obgleich niemals für einen Bischofssitz vorgesehen, erlangte St. Nikolai umgangssprachlich alsbald den Status eines Domes. In einer Urkunde von Papst Clemens III. vom 29. Mai 1188 wurde erklärt, dass das neue Stift in Stendal direkt dem Papst unterstellt war.

Hinweis: Da Stendal ein wichtiger BAHNKNOTEN ist, fielen dort im 2. Weltkrieg Bomben. Bei den Alliierten gab es eine ›Arbeitsteilung‹. Tagsüber bombardierte die Amerikanische Luftwaffe (USAF) die Infrastruktur. Diese Regelung wurde erst zu Beginn des Jahres 1945 ›aufgeweicht‹. Der Angriff der 8. Luftflotte der USAF am 8. April 1945 gilt als der schwerste. Dom und Stift erhielten mehrere Treffer. Im südlichen Querflügel wurden vier Gewölbe und der Giebel zerstört, der westliche Flügel des Stiftsgebäudes trug so schwere Beschädigungen davon, dass er gänzlich abgetragen werden musste. Glücklicherweise waren die wertvollen Glasfenster zuvor ausgebaut und ausgelagert worden.

Im Mittelalter war Stendal von einer durchgängigen Stadtmauer mit vier Stadttoren und drei Türmen umgeben. Einige wurden
im 18. Jahrhundert abgebrochen. Erhalten geblieben sind das UENGERLINGER (oben) und TANGERMÜNDER TOR.
Das Uengerlinger Tor entstand um 1450/ 60 und gilt nach dem Holstentor in Lübeck als das wohl schönste mittelalterliche Stadttor
im Gebiet der norddeutschen Backsteingotik. 

GRETE MINDE

Margarete von Minden (*um 1593?; †22.03.1619 in Tangermünde) war eine verarmte Patriziertochter. Zeit ihres Lebens kämpfte sie mit ihrer angesehenen Tangermünder Patrizierfamilie um ihren Erbteil. Im Sommer 1616 heiratete Grete Minde den Soldaten Tonnies Meilahn. Dieser verprasste ihre Mitgift und terrorisierte die Region anschließend als herrenloser Landsknecht. Als der Tangermünder Rat ihn 1619 wegen seiner räuberischen Überfälle verhaftete, wusste er, dass ihm die Todesstrafe drohte. Bei seiner Vernehmung beschuldigte Meilahn seine Frau, die Stadt Tangermünde zwei Jahre zuvor aus Rachsucht angezündet und somit den großen Stadtbrand von 1617 verursacht zu haben. Der Stadtrat, froh endlich eine Schuldige gefunden zu haben, stellte Grete Minde vor Gericht. Das Urteil stand von vornherein fest, das Geständnis das Ergebnis brutalster Folter. Am Ende kam es zu einem grausamen Justizmord, als Margarethen Mündten – so steht ihr Name in den Prozessakten – auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrannt wurde.

Erst Ludolf Parisius veröffentlichte 1883 nach genauem Studium der Gerichtsakten eine Schrift zu ihrer ›Ehrenrettung‹. Bis heute beschäftigt der »Fall Grete Minde« Historiker, Juristen und Künstler. Ihr Leben wurde Gegenstand mehrerer künstlerischer Werke. Das Bekannteste ist Theodor Fontanes Novelle »Grete Minde«. Fontane, der die Erzählung 1879 schrieb, weicht in seiner Darstellung allerdings deutlich von den historischen Begebenheiten ab.

Seit 2009 steht Grete Minde in Bronze und in Ketten vor der Gerichtslaube am Tangermünder Rathaus.

Fahrt mit dem Deutschlandticket in die ALTMARK (Sachsen-Anhalt) zur Hansestadt TANGERMÜNDE (12.06.). Die nahezu komplett erhaltene Stadtbefestigung und die Stadttore entstanden im 15. Jahrhundert. Backsteingotik vom Feinsten.

Fast wäre Tangermünde noch bedeutender geworden, hätten sich die Bürger zur Zeit der Hanse nicht mit den Herrschenden überworfen. Es ging damals um die geplante Einführung einer Biersteuer, gegen die die Einwohner rebellierten. Das war im Jahr 1488. Daraufhin verlegte Kurfürst und Markgraf Johann ›Cicero‹ von Brandenburg genervt seine Residenz nach Cölln. Das war dann
der Grundstein für den Berliner Sumpf. Als erster Hohenzollern-Kurfürst fand Johann seine letzte Ruhestätte in der Mark. Er wurde
im Kloster Lehnin bestattet. Heute erinnert das Tangermünder KUHSCHWANZBIER an die Brautradition.

Ein Triebwagen verkehrt stündlich auf der eingleisigen Strecke vom Hauptbahnhof Stendal (Fahrtzeit einfach etwa 15 MIN).

Die Nährstangen haben eine Größe von 20x 20x 95 Milliimeter (Hx Bx L). Suchtpotenzial!

Das bekannteste Produkt der Konditorei Stehwien ist die Tangermünder NÄHRSTANGE (Mitte: als Parfait der Sorte TANOLO aus
der Gastststube EXEMPEL). Seit 1985 produziert der Familienbetrieb diese Tangermünder Spezialität nach traditionellem Rezept.
Ein Riegel mit lockerer Füllung – ähnlich einem Baumkuchen und Keks (Schichtgebäck) –, angereichert mit Marzipan oder Nougat, überzogen mit einer Kakaoglasur. Die ersten Nährstangen wurden 1954 hergestellt und erfreuten sich schon bald großer Beliebtheit.

Die Nahrungsmittelproduktion hat lange Tradition in Tangermünde. Seit 1826 gab es in in der Stadt eine Zuckerraffinerie – bis zum zweiten Weltkrieg eine der größten Europas. Die Stadt hatte zu dieser Zeit einen Zuckerhafen und im Betrieb des Firmengründers Friedrich Theodor Meyer wurde seit 1910 FEODORA-Schokolade hergestellt. Heute wird Feodora in Bremen produziert.

Riesengroß die St.-Stephanskirche. Das Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche ausgebaut.
Mit einer Gesamthöhe von 87,5 Metern ist der Nordturm der höchste Kirchturm der Altmark.

StadtNatur

Mit dem »Langen Tag der StadtNatur« rückt die ›Stiftung Naturschutz Berlin‹ einmal im Jahr den Artenreichtum Berlins in den Fokus. Zahlreiche Veranstaltungen finden an mehr als 150 Orten statt (10. und 11.06.) – und das seit 2007: Essbare Wildpflanzen in der City; Von wegen »Unkraut«!; Klimasensibles Gärtnern; Kleingärtnern im Klimawandel; Mensch und Natur im Fort Hahneberg. An der Seite von naturkundlichen Expert:innen lädt das Naturfestival zu Expeditionen ins wilde Berlin. In allen Bezirken der Hauptstadt gibt es versteckte Oasen und überraschende Naturschauplätze zu entdecken.

Diesen schönen Stadtgarten legte Miko vor der fabelhaften Backstube (Fidicinstraße) an. Doch Vorsicht! Private Initiativen und Investitionen gefährden das überparteiliche Zwei-Gradplus-Ziel der Klimaerwärmung. Wir schaffen das (trotzdem).

Und doch: Die HUNDEBLUME blüht
Auch in der Regenpfütze
Noch lachen wir
Noch machen wir nur Witze!
(Aus der BILANZBALLADE IM DREISSIGSTEN JAHR, Wolf Biermann 1973)

HALLE, HÄNDEL & HALLOREN

Mit dem Deutschlandticket nach Halle/ Saale (07.06.). Wer nicht laufen möchte: Die TRAM 7 verkehrt zwischen Büschdorf via Hauptbahnhof und Marktplatz nach KRÖLLWITZ. Es empfiehlt sich aber, den Stadtrundgang zu Fuß in der Leipziger Straße, die auch Fußgängerzone ist, zu beginnen. Zuvor muss man aber die ›Verkehrsmaschine‹ der stark befahrenen Hochstraßen überwinden. Vorbei am Leipziger Tor geht es zunächst zum Marktplatz. Dort befindet sich im MARKTSCHLÖSSCHEN die Tourist-Information.
Ein guter Ausgangspunkt für die Besichtigungen. Die Studierenden der Martin-Luther-Universität prägen das Stadtbild.

Beim HAUPTBAHNHOF Halle/ Saale handelt es sich um einen ›Inselbahnhof‹, da das zentrale Empfangsgebäude sich mittig zwischen den 13 Gleissträngen befindet. Die Umbauarbeiten an der Empfangshalle und der Kuppel begannen 1998 und waren 2017 abge-
schlossen.
GEORG FRIEDRICH, der große Sohn der Stadt, ist allgegenwärtig. Er blickt nach London.
Der MARKTPLATZ mit der viertürmigen Marktkirche St. Marien, dem Roten Turm und dem Händel-Denkmal. Mittwochs
ist Markttag.
Im Geburtshaus von Georg Friedrich Händel, dem HÄNDEL-HAUS, befindet sich heute ein Museum (rechts). Im gegenüber liegenden ›Gasthaus zum Schad‹ soll es gute Hausmannskost geben. Leider öffnet das Gasthaus zurzeit erst ab 16:00 Uhr.
Der DOM entstand aus einer schlichten Klosterkirche der Dominikaner. Er trägt keinen Turm. Halle war nie Bischofssitz.
Das Gerichtsgebäude in Halle wurde zwischen 1901 und 1905 als mächtiger, das Stadtbild prägender viergeschossiger Bau errichtet. Innen und außen befinden sich zahlreiche Bauverzierungen im Stil der späten Gotik und Frührenaissance. Das Haupttreppenhaus ist als steile, gewölbte Kuppelhalle gestaltet. Dieses Baudenkmal zählt zu den aufwendigsten und architekturgeschichtlich bedeutendsten Justizpalästen der Wilhelminischen Zeit. Ursprünglich als Zivilgericht errichtet, wird der Gebäudekomplex heute als LANDGERICHT genutzt. Bemerkenswert ist der Treppenraum mit einer doppelten Wendeltreppe in einer kreisrunden Kuppelhalle mit einem Durchmesser von zirka 20 Metern und einer Höhe von 42 Metern. Der Justizpalast wurde umfangreich restauriert und
im Frühjahr 2013 wieder eröffnet.
BURG GIEBICHENSTEIN über der SAALE. »Da steht eine Burg überm Tale …« dichtete Joseph von Eichendorff in den »Bei Halle« betitelten Versen.
Deutschlands älteste Schokoladenfabrik hat die HALLOREN bekannt gemacht. Diese werden nicht nur im Marktschlösschen lecker präsentiert. Regelmäßig werden Halloren aber auch im Sonderangebot bei den Discountern verkauft. Dann kostet eine Schachtel zwischen 79 und 99 Cent.

BILLIARD-TOR

DFB-Pokalfinale in Berlin (03.06.), RB Leipzig : Eintracht Frankfurt (94 MIN). Gratulation an Leipzig zur Titelverteidigung!

71 Minuten lang war es eine Partie auf Augenhöhe. In einer sehr festgefahrenen Partie, in der beide Defensivreihen lange glänzen konnten, war es dann ein absolutes Billiard-Tor, das für die Vorentscheidung sorgte. Ein zweifach abgefälschter Nkunku-Schuss zappelte im Netz der Eintracht, was den Adlern in aller Form den Stecker zog. Die Eintracht kriegte einfach nichts mehr auf die Kette. Leipzig war beflügelt. Es spielte fortan nur noch der Titelverteidiger, der geduldig das Spiel kontrollierte und den ersten Matchball dann eiskalt zum zweiten Tor nutzte (85. MIN).

»Eintracht Frankfurt öle« hallte es nach dem Abpfiff aus der Ostkurve und weiten Teilen der beiden Geraden. Die Fans honorierten
die Leistung der Adlerträger. Die Kurve schaute aber auch nach vorne. »Europacup in diesem Jahr« sangen die Eintracht-Anhänger.
Zum dritten Mal in Folge darf Eintracht Frankfurt ›europäisch ran‹ (UEFA Conference League). Warmer Applaus prasselte auf die Frankfurter Spieler ein. Schöne Szenen. Auch wenn hessische Ekstase noch besser gewesen wäre.

Und warum hat Eintracht Frankfurt verloren? Weil ich diesmal nicht im Olympiastadion war (wie 2018)!

Bereits um 14:00 Uhr war beim Fan-Treff der Frankfurter am Breitscheidplatz der Teufel los. Bis zum Nachmittag sollen sich dort 20.000 Fans versammelt haben. Überall in der Stadt hörte man Hessisch-Gebabbel. Erbarmen zu spät!

Erinnerung an den Adlerträger UWE BEIN? Säule der Eintracht in der Zeit von 1989 bis 1994.

Am Schaufenster des nahegelegenen Nike-Shops überklebten Frankfurter das Leipzig-Logo.
Diehessesinsowunnerbar EINTRÄSCHTISCH.
ZAUBERTRANK. Im Stadion dürften 50.000 Frankfurt-Anhänger gewesen sein, da sind die Frankfurter Fans findig; 75.000 passen
ins Berliner Olympiastadion.
Neunmal gelangten die Frankfurter ins Pokalfinale, fünfmal gewannen sie den Pokal. IHR WISST BESCHEID: 1974, 1975, 1981, 1988 und 2018.

KULTUREN, KREUZBERG & KARNEVAL

Er ist wieder zurück. Der ›KARNEVAL DER KULTUREN‹. Und das gleich mit einem Jubiläum. Es war die 25. Auflage des größten multikulturellen Festes in Deutschland. Der ›Karneval der Kulturen‹ war 1996 auch als Folge von Rassismus und rechtsextremen Übergriffen gegründet worden, und sieht sich als Ort der Begegnung für ein friedliches Miteinander. Nach vier Jahren Corona-Pause stand KREUZBERG am Pfingstwochenende wieder im Zeichen des Karnevals (26.–29.05.). Als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Es lockten das viertägige Straßenfest am Blücherplatz mit vier großen Musikbühnen und Spezialitäten aus aller Welt sowie der große Straßenumzug am Pfingstsonntag Hundertausende nach Kreuzberg. In diesem Jahr ging es schwerpunktmäßig um die Themen Klima, Naturschutz, Recycling und traditionelle Kulturen. Die Parade fiel in diesem Jahr aus Kostengründen kleiner aus, wie die Veranstalter mitteilten. Rund 50 Gruppen mit 2.500 Akteuren waren angemeldet, statt der sonst bis zu 90 Gruppen. Auch war die Umzugsstrecke deutlich verkürzt. Die mehr als 550.000 Zuschauer:innen mussten deshalb diesmal ›zusammenrücken‹. Ein riesiges Gewimmel und kaum ein Durchkommen. Schade. Man sah wenig vom Umzug. Von der mitreißenden Musik und den tollen Outfits bekam man auch kaum was mit. Dazu noch stolze Preise an den Ständen entlang der Strecke – Bratwurst nicht unter 5,00 Euro,
eine Eiskugel für 3,50 bis 4,00 Euro. Trotz der abgespeckten Teilnehmerzahl und der kürzeren Wegstrecke benötigte der Umzug
von der Gneisenaustraße/ Ecke Zossener bis zum Hermannplatz/ Ecke Urbanstraße etwa sieben Stunden.

Die mit 200 Akteuren größte Gruppe ›SAPUCAIO NO SAMBA‹ führte den farbenfrohen Zug an. Als Thema hatte ›Sapucaio no Samba‹ die vertrocknenden und brennenden märkischen Wälder gewählt. Auch zurzeit herrscht in Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe; im Mai fielen nur acht Prozent der sonst üblichen Regenmenge.

Das kann doch einen Christian Lindner nicht erschüttern; Keine Angst, keine Angst, Rosmarie. Der forsche Finanzexperte legt
einen Märkischen Backstein auf das Gaspedal seines Porsches und ›heizt‹ auf der BAB 2 dem Sonnenuntergang entgegen.
Liebe Superreiche, der Kampf für die Erhaltung eurer Privilegien geht weiter!
America Latina gibt den Move vor. Sabroso!