Welcher Krieg? – Abnutzungskrieg, Angriffskrieg, Bürgerkrieg, Eroberungskrieg, Hybrider Krieg, Informationskrieg, Kolonialkrieg, Propagandakrieg, Stellvertreterkrieg, Vernichtungskrieg, Wirtschaftskrieg. Das Kriegsalphabet. So oder so: Tod und Zerstörung, Verrohung und zehntausendfaches Leid, Lügen. Täglich. Die machtgeilen BÖSEN ALTEN MÄNNER leben ihren Frust in Gewaltorgien aus. Und wir lassen es zu. Täglich.
Notabene: aber auch Frauen betreiben das lukrative Geschäft des Krieges inzwischen eiskalt. So die »Freiheitskämpferin« Dr. Marie-Agnes STRACK-ZIMMERMANN, FDP, MdB, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, und: Präsidiumsmitglied »Förderkreis Deutsches Heer e. V.« (DER ›gemeinnützige‹ Lobbyverband der deutschen Rüstungsindustrie), Präsidiumsmitglied »Deutsche Wehrtechnische Gesellschaft e. V.« (›gemeinnütziger‹ Lobbyverein der Rüstungsindustrie), Vorstand »Deutsche Atlantische Gesellschaft« (›gemeinnütziges‹ NATO-Netzwerk), Beirat in der »Bundesakademie für Sicherheitspolitik«. Der siebthöchste Verteidigungshaushalt weltweit (2020) reichte nicht aus, um die Bundeswehr überhaupt einsatzfähig auszustatten. Jetzt sollen es WEITERE 100 Milliarden Euro richten. Noch Fragen?Hier geht es zum LUFTSCHUTZRAUM! Ehrlich? Dank der »Jeder ist seines Glückes Schmied«-Parteien wurden die Bunkeranlagen »privatisiert«, die Sirenen aus Kostengründen abgebaut (›private Vorsorge‹/ »privat ist besser als Staat«). Und wir haben es zugelassen.
Ausritt mit dem 9-EURO-TICKET: Am Pfingstsonntag ging es nach GÖRLITZ/ ZGORZELEC nad Nysą (05.06.). Geplant war alles ganz anders. Mit dem RE1 sollte die Fahrt ursprünglich nach Frankfurt/ Oder & Słubice führen. Beim Start am Alexanderplatz endeten die Züge der RE1 jedoch vorzeitig am Ostkreuz: wg. »Vermüllung und nicht funktionierender Toiletten«. So ging die Fahrt kurzentschlossen mit dem RE2 via Cottbus in die Europastadt. Auf der Hin- und Rückfahrt stets auf guten Sitzplätzen. Die Züge waren übervoll, leerten sich aber zunehmend bei touristischen Hotspots (wie dem Spreewald). Je näher Sachsen kam, desto weniger Reisende trugen eine Corona-Maske.
Görlitz besitzt eine der am besten erhaltenen Altstädte Mitteleuropas. Die Stadt blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont. Dieses besondere Stadtbild macht Görlitz zu einem beliebten Filmdrehstandort, weshalb es auch »GÖRLIWOOD« genannt wird. Der MERIDIAN der geographischen Länge 15° östlich von Greenwich, an dem sich die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) orientiert, durchquert die Stadt. Die historische ›via regia‹ führt ebenfalls durch Görlitz. Nach wenigstens 14.000 Schritten ging es abends mit dem RB65 zurück: »Nach Hause!« – Fahr’ doch auch mal hin! Mit dem 9-Euro-Ticket am besten an Werktagen.
Witamy! Görlitz liegt zwar im Bundesland Sachsen, gehört aber historisch gesehen zu Niederschlesien (Dolny Śląsk). So kann man in vielen Restaurants ›schlesische Küche‹ genießen. Auf beiden Seiten der NEISSE findet man das ›Schläsche Himmelreich mit Kließla‹Die Bahnhofs-Haupthalle mit ihrem 13,4 Meter hohen Tonnengewölbe (Fertigstellung 1917).Das Jugendstil-Kaufhaus als »Grand Hotel Budapest«. Toller Kinofilm mit Tilda Swinton.»GÖRLIWOOD«: So wurden beispielsweise die Filme »DER VORLESER« mit Kate Winslet & Quentin Tarantinos »INGLOURIOUS BASTERDS« mit Brad Pitt, …, in der Europastadt gedreht.Blick von der Dreiradenmühle (PL) auf die Vierradenmühle (DE).Polnischer Wein, Bacchus 2018, trocken. Lecker! Die weiße Rebsorte BACCHUS wurde in den 1970er-Jahren durch das Pfälzer Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof (Genbank) entwickelt. Dort lernte ich diese Sorte kennen. Wie auch damals die Scheurebe. Der Kalifornier Mike Whitney kam einst als Lehrbeauftragter an die Technische Universität in Wrocław (Breslau). Unweit von Wrocław gründete er in Zachowice ein eigenes Weingut. Mit Namen ADORIA.
In Polen gab es bereits im 11. Jahrhundert Weinbau. Damals wurden die Reben in den Regionen rund um Zielona Góra (Grünberg) und in der Woiwodschaft Karpatenvorland (województwo podkarpackie) angebaut. Für alle Interessierten gibt es in Zielona Góra ein WEINMUSEUM, welches die Entwicklung des Weinbaus in Polen seit dem Mittelalter bis in die heutige Zeit aufzeigt. Seit den 1990er-Jahren leben die Weinbautraditionen wieder auf: mehr als 500 Weingüter erstrecken sich inzwischen über ganz Polen. Der Klimawandel macht es möglich. Na zdrowie!
Tanz auf dem Vulkan. Swing und Balboa mit der ›Bearstep Brass Band‹ sowie der ›Berlinettes Charleston & Swing Performance Troupe‹. Vorab die Balboa-Kennenlernstunde (Quick – slow) für ›absolute Beginner‹ mit DJ Tycho. Hot. Dann Tanz »bis Bonanza kommt« bzw. der Bus 140 (BiBoKo/ 02.06.).
Spargelzeit (jetzt Halbzeit, bis 24.06.) und Erdbeerzeit. Saisonal und regional. Beim Spargelkochen entsteht Spargelbrühe, die man zu einer Spargelcremesuppe oder zu einem RISOTTO weiter verarbeiten kann.
Zutaten Auf Sonderangebote achten.
Spargelbrühe (idealerweise) oder Gemüsebrühe (¾ Liter);
Risottoreis, italienisch (200 g);
Etwa 200 g weißen Spargel (4 mitteldicke Stangen);
Frische Erdbeeren (›eine Handvoll‹, 5–8 je nach Größe);
Frischen Knoblauch (4 kleine Zehen);
1–2 Schalotten;
Salz (wenig) & Schwarzer Pfeffer (geschrotet oder gemörsert wg. Intensivierung der Aromen);
60–100 g Hartkäse (Parmesan/ Grana Padano) gerieben;
Ggf. etwas Weißwein und optional etwas Crème Fraîche.
Für Risotto ›TRICOLORE‹ zusätzlich grünen Spargel verwenden: 2–3 Stangen (etwa 100 g). Dabei die Menge des weißen Spargels um 2 Stangen reduzieren auf ebenfalls etwa 100 g. Auf gleich große/ dicke Stangen achten. Der grüne Spargel muss nicht geschält werden. Er benötigt eine geringere Garzeit, also später dazugeben.
Zubereitung Kochzeit: nach der ›Schnippelei‹ etwa 20 MIN.
Den weißen Spargel schälen und in mundgerechte Stücke (Eßlöffelgroß) schneiden. In der Spargelbrühe (extra) miterhitzen, nicht kochen. Schalotten fein schneiden und anbraten. Wenn sie glasig gebraten sind, den Risottoreis einrühren. Nach dem Anschmoren sukzessive Brühe dazugeben. Rühren, rühren, rühren! Ggf. einen Schuss Weißwein dazugeben, nach 10 MIN den geriebenen Käse. Und ständig Brühe. Rühren, rühren, rühren! Nach 15 MIN würzen: Die Spargelbrühe und der Hartkäse sind gesalzen. Deshalb wenig salzen. Mit etwas Pfeffer würzen. Wenn der Reis ›SCHLOTZIG‹ ist, in den letzten Minuten vor dem Servieren die dazu gegebenen Erdbeeren und Spargelstücke kurz mit erhitzen.
Das »BEBA TRIO« zeigte in einem Konzert in der Berliner Brasilianischen Botschaft die einzigartige Klangwelt Brasiliens zwischen Bossa Nova und Samba auf (20.05.). Das »BEBA TRIO« bedient sich einer typischen Jazz- und Bossa-Nova-Instrumentierung. An der Seite des Pianisten BEBA ZANETTINI stehen der Bassist VIKTOR KUTLAK und der Drummer GUDINO MIRANDA. Als Gäste traten an diesem Abend EVA JAGUN (Gesang) und MANUEL ZACEK (Bass) auf. Voller Rhythmus die Titel Afoxe, Urubu malandro, Sambareia, A vizinha do lado. Das Lied ›Camburi‹ besingt die in der Nähe von Sao Paolo gelegene Stadt CAMBURI. Als Zugabe erklang der ›SNOW BOSSA NOVA‹. Die Musik hierzu entstand in Brasilien, der Text im winterlichen Deutschland. Nicht vergessen: in gut sieben Monaten ist Weihnachten.
Bei der ›TAPE ART CONVENTION 2022‹ (08.–21.05.) in Berlin-Kreuzberg kann man den genialen Umgang mit Klebeband in einer Ausstellung bestaunen und in Workshops erlernen. Bilder: Alles ›nur‹ geklebt.
Ein großer Fußballabend endete für Eintracht Frankfurt im Jubelrausch (18.05.). Die Hessen besiegten im Finale der Europa League die Glasgow Rangers mit 6 : 5 nach Elfmeterschießen. Nach der Verlängerung hatte es wie schon nach 90 MIN 1 : 1 (0 : 0) gestanden. »Ei Kall, mei Droppe!« Eintracht Frankfurt erfüllte sich den größten Traum und holte in einem kämpferischen an Dramatik nicht zu überbietenden Finale den Europa-League-Titel und EUROPAPOKAL. Ungeschlagen im Wettbewerb. Der zweite internationale Titel nach 42 Jahren, der nächste Titel nach 2018! ›FÜR DEN JÜRGEN‹ (Grabowski, 1944–2022). Kompliment an die Rangers aus Glasgow.
Das ›Estadio Ramón Sánchez Pizjuán‹, Stadion des Europa-League-Rekordsiegers FC Sevilla, war schon einige Male Schauplatz großer Fußballabende. Doch für dieses Endspiel schien der andalusische Fußballtempel, von Eintracht-Präsident Peter Fischer abschätzig zum »Micky-Mouse-Stadion« erklärt, anderthalb Nummern zu klein. Denn 150.000 Fans hatten sich aus Schottland und Hessen gen Finale aufgemacht, lediglich etwa 44.000 Plätze bietet dagegen die Arena.
Trotzdem bemerkenswert, weil überraschend, war aber die gefühlte Frankfurter Überlegenheit auf den Rängen: Der neutrale Zuschauerbereich leuchtete mehrheitlich in Rangers-Blau, doch die »BESTIA BLANCA« im Eintracht-Weiß feierte einen Kantersieg auf der Dezibelskala. Die Frankfurter Ultras hatten zum Spielauftakt in ihrer Choreografie gezeigt, wie sie für den Verein die Knochen hinhalten. Die pure Fußballeuphorie der Eintracht-Fans.
Es begann mit Blut: Der Frankfurter Kapitän SEBASTIAN RODE war nach MIN 5 blutüberströmt zu Boden gegangen. Dann mutierte er zum TURBAN-TITAN. KEVIN TRAPP wurde ebenfalls zur Frankfurter Klublegende. Kurz vor Ende der Verlängerung hatte der Eintracht-Keeper mit einer irrwitzigen Beinabwehr gegen Ryan Kent vom Rangers FC pariert (118. MIN). Und dann, im Elfmeterschießen, war Trapp es gewesen, der den entscheidenden Strafstoß gegen Aaron Ramsey abgewehrt hatte. Trapp der bessere Neuer? Das Spiel endete mit Freudentränen. Eine Fußballmannschaft mit Herz und Euphorie hat ganz Frankfurt hinter sich vereint. Die SGE hat sich ein Denkmal errichtet.
Und das nach Holperstart in die Saison, frühes Aus im DFB-Pokal und einer eigentlich enttäuschenden Bundesliga-Saison: Platz 11 (10x Sieg, 12x Unentschieden, 12x Niederlagen); 45 : 49, –4; 42 Punkte. Jetzt spielt die Eintracht in der kommenden Saison in der Champions League!
Stimmen zum Spiel:
Der gebürtige Hanauer RUDI VÖLLER (›Tante Käthe‹) hat Eintracht Frankfurt für den Titel in der Europa League gewürdigt. »Wenn man die ganze Saison sieht, war das hochverdient«, sagte der scheidende Geschäftsführer von Bundesliga-Rivale Bayer Leverkusen. »Sie haben zum richtigen Zeitpunkt immer Top-Leistungen abgeliefert, haben die ganze Saison über kein Spiel verloren und sind auch im Finale nach Rückstand zurückgekommen. Kompliment!« (Zitiert nach hr-Fernsehen, Hessenschau).
Während des ersten Fernsehinterviews kurz nach Spielende ging TRAPPS Blick weg von sich, hin zu den Mitspielern, dann zu den Fans: »Wir sind alle die Helden. Schau dir das an«, deutete der Matchwinner ins weite Rund. »Wir wussten, wir sind dran. Ohne DIE hätten wir es nicht geschafft.« (Zitiert nach RTL-Fernsehen).
Heute wäre ich gerne in Frankfurt – und dort jetzt am RÖMER (der Empfang soll heute um 19:00 Uhr beginnen)!
»SCHNABULIERE LIEBER INDISCH«. Der Spatz liebt es gesellig. Und hier indisch.
Dem Glauben des Hinduismus nach stirbt zwar der Körper, nicht aber die Seele. Der ewige Kreislauf des Lebens: Die Seele ist auf ewiger Wanderschaft und nimmt sich eine unendliche Anzahl von Körpern, bis alle KARMAS erschöpft sind. Das ewige Seelenheil, auch MOKSHA genannt, kann nur durch die Befreiung der Seele von den Karmas geschehen. Ein Mensch muss nicht als Mensch wiedergeboren werden. Die Wiedergeburt ist also auch in Form eines Tieres, einer Pflanze, eines Einzellers oder eines Halbgottes möglich. Vom Spatz zu GARUDA? Da muss ich doch mal wieder mein kleines unsterbliches Seelchen befragen. Heute Abend. – Gespannt!
Hannelore Mühlenhaupt lud am Sonntagnachmittag zur Ausstellungseröffnung »Zitronenernte« in das Kreuzberger ›KURT MÜHLENHAUPT MUSEUM‹ ein (08.05.). Der alte Fabrikhof ist mit ›Kurtchens Zwergen‹ und blühendem Flieder eine kleine Oase mitten in der Stadt.
In den frühen 1920er-Jahren, in denen es kaum Radios gab, war der ›Leierkastenmann‹ oft die einzige Unterhaltung auf den muffigen Berliner Hinterhöfen. Die italienisch stämmigen DREHORGELBAUER produzierten damals die meisten Instrumente für ›Kriegsversehrte‹. Von 1873 an die italienische Familie BACIGALUPO im Prenzlauer Berg. 1978 fand dort diese Tradition ein Ende.
Vor 89 Jahren ereignete sich in der Kulisse der Berliner Repräsentationsbauten von Wissenschaft, Kunst und Kirche ein bizarres Staatsschauspiel. Direkt neben der Staatsoper ›Unter den Linden‹, vor der St. Hedwigs-Kathedrale und gegenüber der Humboldt-Universität. Als am 10. Mai 1933 mitten in Berlin, der deutschen Hauptstadt, unter staatlicher Regie und Aufsicht mehr als 20.000 Bücher verbrannt wurden – darunter die Werke der bedeutendsten deutschen Schriftsteller und Publizisten – war das sogenannte ›Tausendjährige Reich‹ gerade einmal hundert Tage alt. Damals hatte das neue Regime nach einem legalen Regierungswechsel innerhalb weniger Wochen beinahe alles etabliert, was in den folgenden zwölf Jahren der Maßstab sein würde: Rechtsbruch, Verfassungsbruch, Zivilisationsbruch.
»Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen« (Heinrich Heine in seiner 1823 veröffentlichten Tragödie ›Almansor‹).
Die Saubermänner (mehrheitlich) dieser Welt, die Anhänger:innen der CANCEL CULTURE sollten sich öfter von den Werken der verfolgten Autor:innen ›entzünden‹ lassen. DEM LEBENDIGEN GEIST, Funkensprühend.
»Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!« (Kurt Tucholsky).
Gegen geistige Verarmung, für eine lebhafte Debattenkultur: gegen BRENNEN (analog) & LÖSCHEN (digital).