Das Hotel gibt es unter diesem Namen seit der Kaiserzeit. Familie Schwarze restaurierte es liebevoll in den Jahren 2005 bis 2006.
Die Küche gilt als die Beste in Misdroy. Lecker!





Das Hotel gibt es unter diesem Namen seit der Kaiserzeit. Familie Schwarze restaurierte es liebevoll in den Jahren 2005 bis 2006.
Die Küche gilt als die Beste in Misdroy. Lecker!





Misdroy ist einer der bekanntesten Badeorte der Ostseeküste. Basiscamp. Nebensaison.
















Swinemünde war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs das drittgrößte deutsche Ostseebad.
Vom beliebten Seebad zum Trümmerhaufen
Die Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg mit ihren prächtigen Hotels im Stil der Bäderarchitektur und der breiten Promenade der beliebteste Urlaubsort der Insel Usedom. Den Kurpark mit Roteichen, Platanen und Magnolien hat der berühmte preußische Landschaftskünstler Peter Joseph Lenné entworfen, und in der Adler-Apotheke am Kirchenplatz verbrachte THEODOR FONTANE seine Kinderjahre. Später machte er die Stadt zum Schauplatz seines bekanntesten Romans um die unglückliche Effi Briest.
Im Frühjahr 1945 war die Stadt überfüllt mit zehntausenden Flüchtlingen aus Ostpreußen, Danzig und Pommern. Sie zahlten den Preis für Rassenwahn, Völkermord und für den Vernichtungskrieg im Osten. Nur noch über Usedom führte der Weg in den Westen. Vor der Brücke über die Swine stauten sich die Trecks. Im Hafen und auf Reede lagen Dutzende von Transportschiffen. Auf dem Kai drängelten sich Menschen.
Die Rote Armee war zwar nur noch 30 Kilometer entfernt. Aber ihr Vormarsch war ins Stocken geraten. Da baten die Sowjets
die Amerikaner um Unterstützung.
661 Bomber und 412 Mustang-Begleitjäger der US. Air Force starteten am Morgen des 12. März 1945 in England Richtung Deutsches Reich. Das Ziel dieser gigantischen Luftflotte war das kleine Ostseebad Swinemünde.
Als am Vormittag des 12. März in Swinemünde die Sirenen heulten, rechnete kaum jemand mit einem Angriff, das Wetter war zu schlecht, die Stadt zu unbedeutend, zu oft schon waren die Bomberverbände über die Oder nach Stettin oder Berlin eingeflogen. Doch gegen 12:00 Uhr fielen Bomben aus 6.000 Metern Höhe. Besonders viele Menschen starben auf den brennenden und kenternden Flüchtlingsschiffen und im Kurpark, wo sie Schutz gesucht hatten. Ganze Familien wurden bei diesem Inferno ausgelöscht. Nach etwa einer Stunde war der Angriff der 661 Bomber vorbei.
Wie viele Menschen in dieser knappen Stunde ums Leben gekommen sind, ist bis heute ungeklärt − und wird es wohl auch bleiben.
Es lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wie viele Flüchtlinge sich im Frühjahr 1945 in Swinemünde aufhielten, sie wurden damals nicht registriert.
Neuere Forschungen schätzen die Opferzahlen auf bis zu 6.000 Tote (2020). Die meisten Opfer wurden auf dem Golm, der höchsten Erhebung der Insel Usedom westlich der Stadt, in Massengräbern bestattet. Die Opfer der Flüchtlingstrecks wurden an Ort und Stelle verscharrt. Ihre Gräber existieren nicht mehr.







Kaseburg ist eine Insel im Stettiner Haff.
Das Stettiner Haff ist ein inneres Küstengewässer im Mündungsbereich der Oder. Vorgelagert sind die Inseln Usedom, Wollin
und Kaseburg. Die Verbindung zwischen dem Stettiner Haff − dem zweitgrößtem der Ostsee − und der offenen Ostsee bilden um
die Inseln Usedom und Wollin herum die Meeresarme Dievenow (Dziwina), Swine und Peene.
Mit allen Nebengewässern hat das Stettiner Haff eine Ausdehnung von 903 Quadratkilometern, eine Ost-West-Ausdehnung
von 52 Kilometern und in nord-südlicher Richtung von 22 Kilometern. Es hat eine durchschnittliche Tiefe von 3,8 Metern.
Durch das Haff verläuft seit 1945 die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Die Seeschifffahrt zwischen dem Stettiner Haff und der offenen Ostsee verläuft durch die 1880 fertiggestellte »Kaiserfahrt«, polnisch heute »Kanał Piastowski«
Die Ufer sind überwiegend flach und mit Schilf bewachsen. Nur an wenigen Stellen, wie bei Lubin (Lebbin), gibt es Erhebungen (eiszeitliche Moränen). Dort befinden sich auch Aussichtspunkte. Kleine Teile des Haffs werden im Rahmen des Nationalparks Wollin geschützt. Dort befindet sich auch ein Vogelschutzgebiet. Auf der fast zweistündigen Fahrt mit dem Katamaran waren seltene Vögel wie Seeadler zu beobachten. Und Wildschweine.




Cammin ist eine der ältesten Städte Westpommerns. Die Stadt liegt am Camminer Bodden (Zalew Kamieński), einer Ausbuchtung der in die Ostsee mündenden Dievenow. Im nördlichen Uferbereich der zu Cammin gehörenden Insel Gristow liegt der Königsstein. Der Findling hat einen Umfang von 20 Metern und ist der fünftgrößte Findling Polens. Gegen Ende des Krieges fanden am 5. und 6. März 1945 an der Dievenow und in Cammin schwere Kampfhandlungen statt. Dabei wurde das Stadtzentrum von Cammin zu 60 Prozent zerstört.











An der Küste isst man natürlich Fisch (Ryba). An der Ostseeküste wird Strandfischerei betrieben. Es gibt keine Fischerhäfen.
Die Fischerbote werden auf den Strand gezogen.









Der GENDARMENMARKT gilt als ›Berlins schönster Platz‹. Kürzlich wurde der Platz frisch saniert wiedereröffnet. Nach 16 Jahren Planung, und zwei Jahren Bauarbeiten. Doch eine Sanierung ohne Bäume? Trotz Klimaerwärmung. Während andere deutsche Städte inzwischen Hitzeschutzpläne erstellt haben, geht die Metropole mutmaßlich einen eigenen ›Berliner Weg‹: Versiegelung und Verdichtung in einer autogerechten Stadt.
Keine Bäume auf dem Berliner Gendarmenmarkt? Von wegen. Direkt vor dem Schiller-Denkmal steht einer. Allerdings nur einmal wöchentlich donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr. Der Klimaaktivist SEBASTIAN HERGES protestiert jede Woche
im Baumkostüm auf dem Gendarmenmarkt. Er selbst hat sich in Berlin schon vor seiner Identität als Baum einen Namen gemacht:
Er ist Neuköllner Klimaschutzpate und manchen als ›BerlinerBäumeWässerer‹ bekannt, der Anwohner der Hufeisensiedlung zum gemeinsamen Bäumegießen aufruft. Beim Halbmarathon am 6. April will Herges wieder, wie in den vergangenen Jahren, eine grüne Gießkanne mit sich führen − aber nicht nur: Denn er wird in diesem Jahr den Lauf auch erstmals im Baumkostüm absolvieren.





Mein Freund, der Baum
Ich wollt dich längst schon wieder seh’n
mein alter Freund aus Kindertagen
Ich hatte manches dir zu sagen
und wusste du wirst mich versteh’n
Als kleines Mädchen kam ich schon
zu dir mit all den Kindersorgen
ich fühlte mich bei dir geborgen
und aller Kummer flog davon
Hab‘ ich in deinem Arm geweint
strichst du mit deinen grünen Blättern
mir übers Haar mein alter Freund
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot
Du fielst heut früh ich kam zu spät
du wirst dich nie im Wind mehr wiegen
du musst gefällt am Wege liegen
und mancher, der vorüber geht
der achtet nicht den Rest von Leben
und reisst an deinen grünen Zweigen
die sterbend sich zur Erde neigen
wer wird mir nun die Ruhe geben
die ich in deinem Schatten fand
mein bester Freund ist mir verloren
der mit der Kindheit mich verband
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot
Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein
dort wo man ihn hat abgeschlagen
bald werden graue Mauern ragen
dort wo er liegt im Sonnenschein
Vielleicht wird es ein Wunder geben
ich werde heimlich darauf warten
vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten
und der erwacht zu neuem Leben
Doch ist er dann noch schwach und klein
und wenn auch viele Jahren geh’n
er wird nie mehr der selbe sein
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot
ALEXANDRA (Doris Nefedov, 1942−1969), 1968
Am 25. April wird der internationale ›Tag des Baumes‹ begangen.
Versüßt für die kleinen Racker. Bumm.

Der ROMADAY am 8. April ist ein Tag des Feierns und zugleich ein Kampftag. Gegen das Vergessen. Ein Tag, an dem die Rom*nja klar machen, dass sie sich entschieden gegen Rassismus, Austeritätspolitik, Remilitarisierung und die zunehmende Verengung ihrer Räume stellen. Über den ROMADAY postete ich hier am 10.04.2024 einen Beitrag, einfach herunterscrollen.
Am kommenden Dienstag startet die ROMADAY-Parade um 16:00 Uhr am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas und zieht – mit Musik, politischen Redebeiträgen und Performances – weiter zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Dort treten um 20:00 Uhr im Grünen Salon Mal Élevé sowie Kastro & Friends auf. Mal Élevé inspiriert mit seiner Manouche-Identität insbesondere junge Roma und Sinti. Seine Songs – eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Ska, Rap und Punk – stellen eine Kampfansage dar.
Kastro ist der Pionier des Roma-HipHop. In seinen Texten beschäftigt er sich mit den Folgen der Kriege in Jugoslawien, mit Rassismus gegen Roma und mit Menschenrechten. Wegen seines letzten Albums »Kastro Against White Supremacy« wurde er in seinem Herkunftsland verfolgt, musste schließlich fliehen.









Unterwegs auf der Berliner U-Bahn-Linie 6 (01.04.). Im ›Berliner Fenster‹ die Tagesmeldung »Nahezu ausgestorbene Riesen-
tintenfisch-Art in der Müggelspree«. Der Brauch, Mitmenschen in den April zu schicken, verschwindet. Was einst als Schabernack gedacht war, ist heute böswilliger Manipulation gewichen. Heute überschwemmen uns täglich Falschmeldungen (Fake-News). Unterirdisch: Sauberzitty!



