CUOCO DONATO

27 Grad Celsius, Sommer und Sonne. Da genieße ich gerne leichte mediterrane Speisen, die man sich selber nicht zubereiten kann.
In der Küche des Castel Montecroce zaubert il CUOCO DONATO. Schön sitzt man in der Abendsonne auf der Terrasse.

›Antipasto Misto Piccolo‹, hier mit Puntarelle (links Mitte). Mein Favorit.
›Assortimento di Formaggio‹ zum Wein. Schöne Tellersprache. Und lecker.
›Carpaccio di Pulpo‹.
›Tiramisu-Panna Cotta-Walnuss-Maronen‹ Semifreddo. Keine halbe Sache.

MONTECROCE, Friesen-/ Ecke Schwiebusser Straße, Bushaltestelle ›Jüterboger Straße‹ (Bus 248).

STIMMEN FÜR EUROPA 2

(Fortsetzung vom 02.05. – Gefällt dieser Post? Dann gerne teilen!)

Nach ›Land unter‹ in Niedersachsen (Januar), dem Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz (Mai), sind inzwischen große Gebiete
in Bayern und Baden-Württemberg von Hochwasser betroffen. Dort wurden bislang vier Leichen geborgen. Können in den jüngsten Hochwassergebieten die Wahlen abgehalten werden?
 

Der Zusammenhalt ist brüchig. Das Leben ist ein Pony Hof: Über Pfingsten grölten Sprizz-Beseelte junge Schnösel auf der Reichen-Insel Sylt (gefühlt) »Deutschland den Reichen, Loser raus«. Der Eintritt in den »Pony Club« in Kampen hatte laut Medienberichten
150 Euro gekostet. Da kann man sich schon mal daneben benehmen. Dem Adi hätte es gefallen. Bedenklich: auf zu vielen Plakaten wird das Gesicht von Olaf Scholz weggerissen!
»Eisberg voraus!«
»Straße frei, wir rücken an!/ Platz für den roten Feuerwehrmann!/ … Wo es quiemt in der deutschen Kaffeemütze/ Vor lauter Kriegsbegeisterungshitze,/ immer ran an die Spritze!« (Erich Weinert, 1925).
Um ihre Wiederwahl zu sichern, kuschelt die Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen mit den Völkischen.
Erneuerbare Energien jetzt pas?
Häufige Beschriftung auf den Plakaten der Ampelparteien. – »WAS ZÄHLT« (= Bundeswehrkampagne).
Die Welt wartet angesichts von bald 10 Milliarden Menschen sicher nicht auf runderneuerte alte Zausel.

Die Kapitänin CAROLA RACKETE erlangte 2019 internationale Bekanntheit, als sie mit der »Sea-Watch 3« Menschen aus
dem Mittelmeer rettete und dafür in Italien Ihrer Freiheit beraubt wurde. 
Das Bündnis Sahra mit Sahra kandidiert erstmalig.
Ein bisschen Mitgefühl muss sein.
Abriss ist auch keine Lösung.

DIE HUNDERTJÄHRIGE

Die Berliner S-Bahn wird hundert! Am 8. August 1924 fuhr der erste elektrifizierte Zug auf der Vorortbahn zwischen dem Stettiner Bahnhof (1842–1952; heute Nordbahnhof) und Bernau. Kaum ein Berliner Verkehrsmittel hat das Stadtbild so nachhaltig geprägt, wie die rot-gelben Züge aus den 1920er- und -30er-Jahren. Die letzten dieser Triebfahrzeuge wurden erst nach der Jahrtausend-
wende ausgemustert.

Für den August ist eine riesige Geburttagssause geplant. Eingeläutet wurden die Feierlichkeiten an den »Tagen der Offenen Tore« im S-Bahn-Werk ERKNER (25./ 26.05.). Dort steht der historische Fahrzeugpark. Einstimmen auf das Festival im August kann man sich schon mal mit Romanos Geburtstagsständchen »S-Bahn fahr’n, S-Bahn fahr’n«.

Kann die Erfolgsgeschichte der Berliner S-Bahn weitergehen? Neoliberale Ideologen greifen sie in ihrem Privatisierungswahn an (»Privat ist besser als Staat!«).

STANDING OVATION

Für das DUO SIQUEIRA LIMA (Embaixada do Brasil em Berlim, 16.05.).

Cecilia Siqueira aus Uruguay und Fernando de Lima aus Brasilien bilden heute eines der renommiertesten Gitarrenensembles der Gegenwart. Das ›Duo Siqueira Lima‹ erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen wie den Prêmio Profissionais da Música (Brasilien) und den International Brazilian Press Awards (USA) verliehen, begeistert Zuhörer auf der ganzen Welt und kombiniert klassische Musikstücke mit populären brasilianischen und lateinamerikanischen Rhythmen. Viva America Latina!

Der Wahnsinn! Die berühmte Interpretation von Zequinha de Abreus »Tico-tico no Fubá«, die für vier Hände arrangiert wurde.

WEITKEIT

Reise mit dem Deutschlandticket an die Ostsee (06.–09.05.): Rostock (Basiscamp), Warnemünde (07.05.) und – auf den Spuren
von CASPAR DAVID FRIEDRICH – nach Greifswald (08.05.). Wieder drei weiße Flecken auf meiner persönlichen Landkarte getilgt.
Vier herrliche Sonnentage an der Ostsee.

Hansestadt ROSTOCK (HRO): »Hört Ihr Leut‘ und lasst Euch sagen …«. Mit diesem Ruf beginnt der Rostocker Nachtwächter,
Rainer Schwieger, seinen abendlichen Rundgang durch den ältesten Rostocker Stadtteil rund um den Petrihügel.
Das Wappentier der Stadt ist der Greif.
Universitätsbibliothek.
Chronogramme verstecken Jahreszahlen in kleinen Sprüchen – wie an dem einstigen Pfarrhaus der Rostocker Petrikirche. Über
der Haustür ist das, soweit bekannt, einzige Chronogramm in Rostock zu finden. In dem Spruch

            JESU VVACHT
            NEHM DIESES
            HAVIN ACHT
 
stecken die ein wenig abgewandelten römischen Ziffern, die uns das Baujahr 1723, also mitten im schönsten Barock, verraten.
Die Ziffern sind in der zu lesenden Reihenfolge zu zählen: 
I (1) + V (entspricht ›U‹ = 5) + W (V + V = 5 + 5) + C (100) + M (1000) + D (500) + I (1) + V (›U‹ = 5) + I (1) + C 100) ergeben der Reihe nach addiert die Zahl 1723 (Quelle: mv-terra-incognita).

Das KEMPOWSKI-ARCHIV im Klosterhof. Sprichwörtliche Redewendungen aus Kempowskis Universum: Tadellöser & Wolff! Miesnitzdörfer & Jensen! Kinder, wie isses schön. – Nein, wie isses schön. – Zu und zu schön. Sowas kommt von sowas. Gutmannsdörfer!
Rathausschlange. Das Streichen über den Kopf soll Glück bringen. Die Schlange hat mehrere Vorgängerinnen (wg. Diebstahl). Schon im 18. Jahrhundert soll hier eine Schlange ihren Platz innegehabt haben.
Ein Fingerzeig im Rad der Geschichte. Die Astronomische Uhr in der »St. Marienkirche« zu Rostock stammt aus dem Jahr 1472. Noch heute funktioniert sie mit dem originalen Werk und zeigt präzise die Zeit an, außerdem zahlreiche Zusatzinformationen. Im unteren Teil der Uhr befindet sich die Kalenderscheibe. Im Januar 2018 wurde das von 1885 bis 2017 reichende Kalendarium feierlich durch dasjenige für die Jahre 2018 bis 2150 ersetzt. Kalenderblatt (Ausschnitt), aufgenommen am 07.05. um 16:45 Uhr.
Der Kurort WARNEMÜNDE ist ein Ortsteil von Rostock. Deshalb erhebt die Stadt Kurtaxe. Seit 2012 grüßt von der Mittelmole
die vier Meter hohe Bronzeskulptur ESPERANZA (Hoffnung) die vorbeifahrenden Schiffe.
Leuchturm – die 31 Meter habe ich erklommen – und der Teepott.
Es war das bekannteste Hotel in der TäTäRä. In Westdeutschland war das Hotel Neptun spätestens seit Barschels Ehrenwort berühmt.
Die Hansestadt GREIFSWALD (HGW).

ROSTOCK MARITIM

Vom S-Bahnhof ›Lütten Klein‹ ging es zu Fuß durch das IGA-Gelände, vorbei an wohl hunderten quakenden Fröschen, zum Traditionsschiff und Technikmuseum »MS DRESDEN«. Das Schiff ist der letzte noch erhalten gebliebene Stückgut-Frachter einer Serie von 15 ›Typ-IV-Schiffen‹ der Deutschen Seereederei Rostock (DSR): Indienststellung am 27. Juli 1958, Außerdienststellung 1969; Besatzung: 57 Seefahrende.

Brücke.
Maschinentelegraph.
Bordtelefon und Bordwechselsprechanlage. Sprachrohre Kapitän (links) und Maschinenraum.
Signalflaggen. Am Tag wurden Signalflaggen gesetzt: »Alle Mann an Bord – will auslaufen« (im Hafen); »Lotse an Bord« (in Fahrt)
Kombüse.
Im Schiffahrtsmuseum wird wertvolle Arbeit geleistet. Hier von einem ehemaligen Seemann.
Auf der Fährverbindung Rostock–Trelleborg (SE) transportiert Stena Line seit 1994 auch Eisenbahnwaggons.
Korvette der Braunschweig-Klasse (K130). Die bisher fünf Korvetten des 1. Korvettengeschwaders sind in Rostock stationiert.
Auf der Strecke Rostock–Gedser (DK) betreibt Scandlines seit 2020 und 2022 die Hybridfähren »Berlin« und »Copenhagen«. Das Rotorsegel ist eine moderne Version des Flettner-Rotors. Durch die Umstellung von Diesel- auf Hybridantrieb konnte der CO₂-Ausstoß um etwa 15.000 Tonnen jährlich reduziert werden.
Auch der ehemalige Eisbrecher (Baujahr 1968) am Stadthafen kann besichtigt werden.

ROSTOCKER 7

R_O_S_T_O_C_K  =  1_2_3_4_5_6_7 Buchstaben. Die ›magische Sieben‹ in Rostock. Gerne hängt man in der Stadt Legenden und Geschichten an der Zahl Sieben auf.

Sieben Türme zählt der Scheingiebel am Rostocker Rathaus.
»Sieben stolze Schwestern küsst das Meer« heißt das Ensemble mit Brunnen aus dem Jahre 1970. Die sieben Frauen stehen
für die damaligen sieben Anrainer-Staaten an der Ostsee: DDR, BRD, Dänemark, Schweden, Finnland, Polen, Sowjetunion (mit den baltischen Staaten).
Die Rostocker Sieben, kulinarisch interpretiert vom sehr empfehlenswerten Hafenrestaurant »Borwin«.

Lichtgestalt CDF

Anlässlich des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich (1774–1840) feiert Greifswald den großen Sohn der Stadt. Am 5. Sep-
tember wurde in der Hansestadt der bedeutendste Maler der deutschen Romantik geboren. Caspar David wuchs in Greifswald auf, erhielt dort seine ersten Zeichenstunden und zog als junger Mann zunächst nach Kopenhagen und später nach Dresden. Immer wieder kehrte er in seine Heimat zurück. Vor den Toren der Stadt Greifswald befindet sich mit der Ruine ELDENA eines der Haupt-
motive aus Caspar David Friedrichs Gemälden. Immer wieder zeichnete und malte Friedrich die Überreste des Zisterzienserklosters aus den verschiedenen Blickwinkeln und machte sie damit zu einem Wahrzeichen der Romantik. Mit CDF sieht man besser!

Tipp: »Caspar David Friedrich. Unendliche Landschaften« heißt die große Werkausstellung in Berlin, die die Alte Nationalgalerie zeigt (bis zum 04.08.).

Der Greifswalder Dom hat jetzt eine von Ólafur Elíasson neu gestaltete Fenstergruppe. Seit dem 7. April schimmern die
neuen Fenster in Caspar David Friedrichs Taufkirche. Im Ostchor des »Doms St. Nikolai« bilden 3.383 mundgeblasene Scheiben
in 65 Farbtönen eine besondere Hommage an den weltberühmten romantischen Maler.

STIMMEN FÜR EUROPA


Vom 6. bis 9. Juni 2024 bestimmen 350 Millionen Unionsbürger:innen die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments.
Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie, welche Europaabgeordneten (MdEP) Sie vertreten.

Es ist immer wichtig, das Wahlrecht auszuüben. Vielen ist gar nicht bewusst, auf wie viele Menschen sich das Ergebnis der Wahl zum Europäischen Parlament auswirkt. Das Europäische Parlament verabschiedet Rechtsvorschriften, die uns alle betreffen: Umweltschutz, Sicherheit, Sozialpolitik, Verbraucherrechte, Wirtschaft, Rechtsstaatlichkeit, … . Es übt Einfluss auf die Europäische Kommission aus. Es bestimmt über Fördermittel für Regionen und Projekte. Diese Wahl ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, für
ein industriell starkes, soziales, gerechtes und solidarisches Europa zu stimmen. Je mehr Menschen wählen gehen, desto stärker wird die Demokratie.

Inzwischen eröffneten die Parteien den Wahlkampf (seit 20.04.). In Berlin kandidieren 34 Parteien.
Als FOTOCHRONIST dokumentiere ich bemerkenswerte Wahlplakate (wird fortgesetzt).

Christian Olearius (der ›Gesalbte‹/ ›irgendwas mit Öl‹) und das Hamburger Bankhaus M. M. Warburg & Co unterstützen das sicher vollumfänglich? Ach was, Schwamm drüber, Cum-Ex.
Anlässlich des FDP-Bundesparteitages in Berlin (27.–28.04.) hingen diese Plakate an Bushaltestellen.