Warschau 3: WÜRDE

Darf man von ›Aufstand‹ reden, wenn Menschen ihren ganzen Mut aufbringen, um ›mit WÜRDE‹ zu sterben?

Vier Wochen nach Beginn des deutschen Überfalls auf Polen marschierten am 28. September 1939 Truppen der Wehrmacht 
in Warschau ein. Eine mehr als fünfjährige grausame Besatzungszeit brach für die Bevölkerung an.

HELDEN DES GHETTOS

Nach der Besetzung Warschaus durch die deutsche Wehrmacht wurden ab November 1940 die Juden der Stadt und der Umgebung im WARSCHAUER GHETTO (Stadtteil MURANOW) eingesperrt. Die jüdische Bevölkerung musste eine 18 Kilometer lange und drei Meter hohe Mauer errichten, die das Warschauer Ghetto vom Rest der Stadt abriegelte. Die eingesperrten Juden wurden sich selbst überlassen. Die Zahl der Menschen, die im Ghetto lebten, erhöhte sich in der Spitze auf weit mehr als 400.000. In den beengten Lebensumständen auf einer Fläche von vier Quadratkilometern waren Hunger, Epidemien und Seuchen an der Tagesordnung. 1941 wurde für Juden die ›Ghettopflicht‹ eingeführt und das Verlassen des Ghettos sowie jegliche Hilfe für die jüdischen Warschauer unter Todesstrafe gestellt.

Ab dem 22. Juli 1942 wurde das Jüdische Ghetto nach und nach ›aufgelöst‹. Die meisten Bewohner wurden ab diesem Zeitpunkt
vom UMSCHLAGPLATZ in eines der Konzentrationslager gebracht, die meisten von ihnen ins Vernichtungslager TREBLINKA.
Dort wurden sie umgehend nach ihrer Ankunft getötet. An einem Tag wurden 10.000 bis 17.000 Menschen grausam ermordet

Am 18. April 1943 kam es zur Erhebung im Warschauer Ghetto. Das Ghetto wurde dabei in den Folgewochen von Flammenwerfer-Einheiten (rekrutiert aus deutschen Feuerwehren) niedergebrannt. Die Ruinen gesprengt. Die restlichen Kämpfer:innen getötet. Am 18. Mai 1943 existierte mit der Sprengung der ›Großen Synagoge‹ das Warschauer Ghetto nicht mehr. Es war dem Erdboden gleich gemacht worden. Die jüdische Geschichte Warschaus war ausgelöscht.

Bereits 1948, also fünf Jahre nach Ausbruch des Ghettoaufstandes wurde das »Denkmal der Ghettohelden (Pomnik Bohaterów Getta)« enthüllt. Hier fand auch der Kniefall von Willy Brandt statt. Das Denkmal zum Kniefall steht in der Nähe. Später wurde direkt vor dem »Denkmal der Ghettohelden« das Museum der Geschichte der polnischen Juden gebaut.

WARSCHAU KÄMPFT ERNEUT

Der WARSCHAUER AUFSTAND begann am 1. August 1944. Er war die größte Erhebung gegen die Okkupanten im besetzten Europa während des Zweiten Weltkrieges. Fast die gesamte verbliebene Stadtbevölkerung beteiligte sich an den Kämpfen, deren Ziel die Befreiung und ein von Nazideutschland und der Sowjetunion unabhängiges Polen sein sollte. Getragen wurde der Kampf von der POLNISCHEN HEIMATARMEE.

»Jeder Bewohner ist zu töten, es ist verboten, Gefangene zu machen. Warschau soll dem Erdboden gleichgemacht werden, um auf diese Weise ein abschreckendes Beispiel für ganz Europa zu statuieren.«, ›FÜHRERBEFEHL‹ vom 1. August 1944 an die Kommandeure.

Besonders brutal taten sich in den ersten Tagen des Aufstandes die aus verschiedenen SS- und Polizeieinheiten eilig zusammengestellte »Kampfgruppe Reinefarth« und die »Sturmbrigade Dirlewanger« hervor. Insgesamt wurden zwischen dem 1. und 5. August in den Stadtteilen Ochota und Wola bis zu 50.000 Zivilisten Opfer der Mordaktionen. Im Warschauer Aufstand kamen rund 180.000 Einwohner ums Leben. Als Repressalie wurde die Mehrzahl der noch vorhandenen Gebäude auf dem linken Weichselufer von den deutschen Truppen planmäßig gesprengt. Warschau war danach eine Schutthalde. Und fast menschenleer.
Denn die überlebende Bevölkerung wurde in Konzentrationslager deportiert.

EINE DEUTSCHE KARRIERE

HEINRICH REINEFAHRT (1903–1979) war ein hochdekorierter deutscher Militär. Reinefarth war für die Niederschlagung des Warschauer Aufstandes verantwortlich, bei der allein im Warschauer Stadtteil WOLA etwa 30.000 Zivilisten auf seinen Befehl von den deutschen Truppen getötet wurden. 

Für seine Taten wurde Reinefarth nie belangt. Im Gegenteil. Es gelang dem Massenmörder, in der Nachkriegszeit eine politische Karriere einzuschlagen. Er wurde als ABGEORDNETER in den Schleswig-Holsteinischen Landtag gewählt. In der Zeit von 1951–1963 war er BÜRGERMEISTER VON WESTERLAND auf Sylt. Danach ließ er sich als Rechtsanwalt nieder. »Der Schlächter von Warschau« war Vorsitzender der Ortsgruppen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der Deutschen Lebens-
rettungsgesellschaft (DLRG) und gründete den Lions Club auf Sylt. Bis zu seinem Tod lebte er ein sorgenfreies Leben. »SEIN ERFOLGREICHES WIRKEN FÜR DIE STADT WESTERLAND WIRD UNVERGESSEN BLEIBEN!« Nachruf der Stadt Westerland auf Heinz Reinefahrth nach seinem Tod 1979. Die heutige Gemeinde Sylt stellt sich inzwischen der Vergangenheit ihres ehemaligen Bürgermeisters.

Immer am 1. August wird des Warschauer Aufstandes gedacht, zuerst 1957. Die gesamte Stadt ist dann beflaggt. Unzählige Gedenktafeln, die an Kämpfer:innen erinnern, sind mit Blumen und Kerzen geschmückt. Bald wird am 1. September an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa erinnert (die Japaner begannen ja früher mit ihren militärischen Überfällen). Heute wird nicht mehr der Friede errungen. Es zählen wieder militärische Siege (›Siegfrieden‹).
Die KOTWICA (Anker) war das Symbol der polnischen Widerstandsbewegung während der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg. Die Kotwica stellt die Buchstaben P und W dar und steht als Abkürzung für »Polska Walcząca (Kämpfendes Polen)«. 1944 wurde es zu einem der zentralen Symbole des Warschauer Aufstandes und galt als Zeichen der HEIMATARMEE (Armia Krajowa).
Das »Denkmal des Kleinen Aufständischen (polnisch Pomnik Małego Powstańca)« steht vor der Stadtmauer der Warschauer Altstadt. Gewidmet ist das Monument den Kindern, die während des Warschauer Aufstandes von 1944 ermordet wurden. Warschauer Pfad-
finder waren damals als Melder (Pfadfinderpost) und Sanitätshelfer eingesetzt. 

Das Denkmal wurde am 1. Oktober 1983 enthüllt. Die etwa 150 Zentimeter hohe Skulptur hat mich verstört. Ein Kind in viel zu großen Militärstiefeln, mit einem viel zu großen Stahlhelm auf dem kleinen Kopf, in den Händen eine Maschinenpistole. Das Denkmal entstand nach dem Muster einer kleinen Gipsstatuette, die der spätere Bildhauer Jerzy Jarnuszkiewicz (1919–2005) kurz nach dem Zweiten Weltkrieg angefertigt hatte. Von ihr erfolgte 1983 ein Abguss, der die Grundlage für die Gießung des Denkmals bildete. Vor seinem Tod hatte Jarnuszkiewicz geäußert, dass er das Denkmal in dieser Form nicht hätte aufstellen lassen.

Hinter der Skulptur ist eine Tafel angebracht, die das bekannteste Lied aus der Zeit des Aufstandes zitiert: »Warschauer Kinder zieh’n wir in den Kampf, für jeden deiner Steine, oh Hauptstadt, geben wir unser Blut.«

Warschau 4: IM BAUCH

ZWILLINGE

In der direkt im Zentrum gelegenen Markthalle HALA MIROWSKA findet man eine Reihe von kleinen handwerklichen Ständen
und Geschäften des täglichen Bedarfs. Der eigentliche Lebensmittelmarkt liegt direkt hinter der Halle entlang der HALA GWARDII.
Diese zweite Halle ist geschlossen und soll wohl restauriert werden. Im umzäunten Bereich findet man neben vielem qualitativ hochwertigem Obst und Gemüse auch andere landestypische Lebensmittel wie Honig, Eier, Wurst und Käse.

Nachts haben einige Blumenstände vor der Halle geöffnet.
Im Angebot die Eier verschiedener Hühnerrassen.
Zur Straße hin verkaufen hauptsächlich Rentner:innen Habseligkeiten, kleine Blumensträuße.

Das Stammhaus.

VOGELMILCH

Das Unternehmen wurde 1851 unter dem Namen E. Wedel von Karl Wedel, einem aus Deutschland eingewanderten Unternehmer,
in Warschau gegründet. Es entwickelte sich schnell zu einem der größten und beliebtesten Hersteller von Schokolade in Polen.
Der Name Wedel steht in Polen für hohe Qualität und Tradition. Unter der kommunistischen Regierung wurde das Unternehmen verstaatlicht und in »22 Lipca [= 22. Juli] d. E. Wedel« umbenannt. 1989 wurde E. Wedel wieder privatisiert. Im Juni 2010 erfolgte
der Verkauf an die koreanisch-japanische Lotte Group. Wedel beschäftigt etwa 1.100 Mitarbeiter:innen und betreibt eine Schoko-
ladenfabrik in Warschau-Praga in der Jana-Zamoyskiego-Straße 28/ 30.

Als Mitbringsel empfiehlt sich das »Ptasie Mleczko«, auf Deutsch als VOGELMILCH bekannt: Eine sehr zarte und dünne Schokoladenschicht umhüllt Milchschaum.

ÜBER ALLE BERGE

Fahrt mit dem Deutschlandticket in die Harzregion (Niedersachsen/ 15.−27.07.). Basiscamp in GOSLAR. Ausflug nach HAHNENKLEE und CLAUSTHAL-ZELLERFELD (22.07.).

Niedersächsisches Wappen – gefühlt.

Zurzeit sterben im gesamten Oberharz die Fichten. Manche Hänge sind braun von den abgestorbenen Bäumen, die trostlos
in den Himmel ragen. Die Forstleute kommen mit dem Holzeinschlag nicht mehr nach. Trotzdem stapeln sich abgeholzte Baum-
stämme zum Abtransport an den Einmündungen zu den Bundes-, Land- und Kreisstraßen. Die Berghänge werden kahler und die Baumfreien Flächen eröffnen neue Einblicke. Für den Bergbau angelegte Teiche und Wassergräben werden sichtbar. Das Totholz stellt eine Brandlast dar. »Ferienwohnung zum ›Waldblick‹«, lol. Die neue Harzromantik. Jetzt könnte man weitere Skipisten und Beschneiungsanlagen bauen. − Wenn es im Winter noch ausreichend Schnee gäbe. Und genügend Wasser, denn das wird zunehmend knapper. Jetzt freuen sich die Mountainbiker, querfeldein ›über Stock und Stein‹ fahren zu können.

Goslar. Jackpot.
Hahnenklee: Annett Louisan erhielt 2023 den begehrten Paul-Lincke-Ring. Hier grüßt sie zusammen mit Paulchen.
Clausthal: Die evangelisch-lutherische Marktkirche zum Heiligen Geist ist die historische Hauptkirche im Ortsteil Clausthal
der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld. Sie ist die größte Holzkirche Deutschlands und gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern
des norddeutschen Barocks.
Zellerfeld: in den Sommermonaten lockt donnerstags der Bergbauernmarkt.

Ausflüge nach WOLFENBÜTTEL (18.07.) und EINBECK (19.07.).

Abstecher zum »Neuschwanstein des Nordens«: SCHLOSS MARIENBURG bei Hildesheim (22.07.).

Abstecher ins Weserbergland zuerst nach BÜCKEBURG (22.07./ mit dem Pkw), dann mit dem Deutschlandticket nach HAMELN und nach BODENWERDER zu Baron von Münchhausen (25.07.).

GLÜCK AUF!

Sechs Posts hierzu sind im BLOG-FEED eingestellt: LÜGENBARON & RATTENFÄNGER (Bodenwerder & Hameln); BÜCKEBURG; MÄRCHENSCHLOSS (Marienburg); »AINPÖKISCH BIER« (Einbecker Brauerei/ Besichtigung); FACHWERK, BOCKBIER, BLAUDRUCK (Einbeck); JÄGERMEISTER, LESSING & WELFEN (Wolfenbüttel). Einfach herunterscrollen.

LÜGENBARON & RATTENFÄNGER

Mit dem Deutschlandticket an die Oberweser in die ›Münchhausen-Stadt‹ BODENWERDER und in die ›Rattenfänger-Stadt‹ HAMELN (25.07.). Fahrt mit Bahn- und Bus durch wunderschöne Landschaft. Mit einem Interruptus, als wir das stillgelegte Kernkraftwerk (KKW) GROHNDE passierten. Das war 37 Jahre in Betrieb (1984−2021).

BODENWERDER

BODENWERDER ist der Geburtsort und langjährige Wohnsitz des »Lügenbarons« Hieronymus Carl Friedrich Freiherr
VON MÜNCHHAUSEN.

Im Jahre 1935 erwarb die Stadt das Herrenhaus des 1797 verstorbenen Barons Münchhausen und nutzt es bis heute als Rathaus.
Das nahegelegene Münchhausen-Museum ist nicht der Brüller (4,50 Euro Eintritt). Mehrere Münchhausen-Brunnen bereichern
das Stadtbild.

Der Münchhausen-Brunnen mit dem halben Pferd entstand 1962/ 63 im Park des ehemaligen Münchhausen-Gutshofes.
Die Brunnenanlage wurde von Bruno Schmitz anlässlich der 675-Jahrfeier gefertigt. Er stellt eine Anekdote aus dem Türkenkrieg dar,
als Münchhausen seinen ›halben Litauer‹ am Marktbrunnen zu Oczakow trinken lässt.
Der große Münchhausen-Brunnen in der Fußgängerzone wurde 1994 vom Bildhauer Bonifatius Stirnberg aus Aachen gefertigt. Dieser Brunnen zeigt drei der bekanntesten Münchhausen-Geschichten: das ›Pferd am Kirchturm‹, den ›Entenflug‹ und den ›Ritt auf der Kanonenkugel‹.

HAMELN

Weltweite Bekanntheit erlangte HAMELN durch die Sage vom Rattenfänger, die auf Ereignisse im Jahr 1284 beruhen soll. Die Datierung auf dieses Jahr 1284 geht auf das Spätmittelalter zurück. Der älteste Bericht hierzu stammt aus der Zeit zwischen den Jahren 1430 und 1450. In der Kultur der Stadt, die sich offiziell »Rattenfänger-Stadt Hameln« nennt, spielt die Rattenfänger-Sage eine bedeutende Rolle. Mit dieser Symbolfigur ist Hameln auch Teil der DEUTSCHEN MÄRCHENSTRASSE. Die Kinderauszugssage gibt der Wissenschaft Rätsel auf.  Handelt es sich beim Kinderauszug um einen Kinderkreuzzug, oder um eine Auswanderung in den Osten? Im Pflaster der Altstadt ist eine RATTENSPUR eingearbeitet, die zu den Sehenswürdigkeiten führt: »Rattenfängerhaus«, Rattenfänger-Brunnen (2), Rattenfänger-Glockenspiel, »Rattenfängerkrug«. In der Touristinformation wird »Rattengift« angeboten, ein Likör.

Hameln bietet an den Hauptstraßen der Altstadt ein nahezu geschlossenes historisches Stadtbild mit einer großen Zahl prachtvoller Fachwerk- und Steinhäuser, viele davon aus der Renaissance. Repräsentativer Mittelpunkt der Altstadt sind die OSTERSTRASSE und der Pferdemarkt.

Südlich der Altstadt befindet sich der Hafen. Im Frachtverkehr spielt der Hafen keine Rolle mehr. Heute liegen hier
Fahrgastschiffe und andere Boote. So auch ein ehemaliges Minenräumboot der Bundesmarine. Die »Pluto« wird heute von
der »Marinekameradschaft Hameln« genutzt.

Während der nationalsozialistischen Diktatur fand von 1933 bis 1937 jeweils Ende September auf dem Bückeberg bei Hameln regelmäßig das REICHSERNTEDANKFEST (umgangssprachlich ›Bückebergfest‹) statt. Mit etwa einer Million Teilnehmern aus dem gesamten Deutschen Reich war es eine der größten Massenveranstaltungen der Faschisten. Das Reichserntedankfest war einer der höchsten Feiertage des NS-Staates und feierte den Bauernstand als Grundlage der ›Blut- und Boden‹-Ideologie‹. Die modernen Rattenfänger. Die Kirchen setzten dem damals nichts entgegen. Im Gegenteil.

BÜCKEBURG

Fahrt ins Schaumburger Land (22.07.). Dort gibt’s noch ›gefühlte‹ Fürsten. Den Schaumburg-Lippes gehört nicht nur das SCHLOSS BÜCKEBURG, welches zentral in der Stadt zu finden ist. Das Schloss war ursprünglich als Wasserschloss errichtet worden. Der Schlossbach, der die Kernstadt durchquert und in die Schlossgraft mündet, sowie die Rennriehe sind Nebenflüsse der Bückeburger Aue. Die FÜRSTLICHE HOFREITSCHULE ist die einzige in ganz Deutschland. Einzigartig ist das Hubschraubermuseum in Bückeburg.

Bückeburg war ab 1640/ 74 Residenzstadt der Grafschaft SCHAUMBURG-LIPPE, ab 1807 des Fürstentums und von 1919 bis 1946 Hauptstadt des republikanischen Freistaates. Als 1933 die Nationalsozialisten eine furchtbare Diktatur errichteten, war Bückeburg längst eine Hochburg der NSDAP. Die Stadt ist heute Sitz des NIEDERSÄCHSISCHEN STAATSGERICHTSHOFES.

Schaumburg-Lippe schloss 1867 mit Preußen eine Militärkonvention ab und unterhielt danach keine eigenen Truppen mehr. Die militärische Tradition des Kleinstaates führte das in Bückeburg stationierte 7. Westfälische Jäger-Bataillon, genannt die »Bückeburger Jäger«, fort. Das »Rheinische Schützenbataillon« war 1815 aufgestellt und nach Ende des Ersten Weltkriegs aufgelöst worden.

Der schon damals als Heidedichter bekannte Schriftsteller und Journalist HERMANN LÖNS war von 1907 bis 1909 Chefredakteur der »Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung«. Einen großen Teil seiner Zeit verbrachte er in der Gaststätte »Zur Falle« beim Redigieren seiner Manuskripte. Das Gebäude ist noch heute eine Traditionsgaststätte und war früher eine Bank.

Das Autokennzeichen SHG steht für den Landkreis Schaumburg: Seine Hoheit Grüßt; oder Säufer, Huren und Ganoven – im Volksmund.

Donatus ›Erbprinz zu Schaumburg-Lippe‹, Alexander ›Fürst zu Schaumburg-Lippe‹ und Mahkameh ›Fürstin zu Schaumburg-Lippe‹ (von links).
Den Schlüssel für das Schloss zur Kapelle ließ in den 1950er-Jahren ein Besucher ›mitgehen‹. Später schickte er ihn reumütig mit diesem Begleitschreiben zurück.
Unter den mit Sternen gekennzeichneten Bodenplatten sind die Herzen Verstorbener bestattet.
Das Glockenspiel am Rathaus spielte »Ännchen von Tharau«.
Brunnenfigur in der Fußgängerzone.
Die Bückeburger Stadtkirche. 1611 wurde mit dem Bau begonnen, der 1615 abgeschlossen war. Das Gotteshaus gilt als der bedeutendste Kirchenbau des frühen Protestantismus in Norddeutschland. Graf Ernst wollte mit dem Bau ein Exempel bieten, daher ließ er über der Fassade die Inschrift EXEMPLUM RELIGIONIS NON STRUCTURAE (»Beispiel der Frömmigkeit, nicht der Baukunst«) anbringen, deren Anfangsbuchstaben seinen Namen ergeben. Bekanntester Prediger an der Kirche war Johann Gottfried HERDER.

MÄRCHENSCHLOSS

Fahrt zum ›Pinkel- und Prügelprinz‹ ERNST HAUGUST (*1954). »His Royal Highness Ernest Augustus Guelph« ist ein Nachkomme der WELFEN  und ein Urenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Das Oberhaupt der Welfen ist mehrfach mit gewalttätigen oder beleidigenden Ausbrüchen in die ›Schlagzeilen‹ geraten. ADEL VERPFLICHTET. Die pittoreske Schlossanlage mit ihren neugotischen Fassaden, Türmen und Dächern wurde ab 1857 als Sommerresidenz der Welfen erbaut. Zehn Jahre später war sie fertig gestellt. König Georg V. schenkte das Märchenschloss ›seiner Marie‹ zum Geburtstag. Seit 2019/ 2020 wurde die Schlossanlage in eine Stiftung überführt. Steuerersparnis für das älteste Adelsgeschlecht, erste Bundes- und Landesmittel in Höhe von fast 30 Millionen Euro für die Er- und Unterhaltung. Die königlichen Gemächer können jetzt vollumfänglich besichtigt werden. Im Museumsshop gab es Regenschirme. Als Reminiszenz an Haugusts Prügelattacken?

Fast 30 Euro kostet ein Schirm im Museumsshop. Da sind die Schirme beim anderen Niedersachsen Dirk Rossmann deutlich günstiger.
Zielbahnhof für die Marienburg ist der Bahnhof in NORDSTEMMEN. Von dort aus sind es zirka drei Kilometer zu Fuß. Ab der LEINE geht es bergauf. Es verkehrt kein Regiobus. So geht Verkehrswende im Calenberger Land!

»AINPÖKISCH BIER«

Einbecker Bier ist seit 1378 bekannt, wie eine Urkunde über einen Bierverkauf berichtet. Auch liegt der Ursprung der heiß begehrten Handelsware BOCKBIER in der Hansestadt Einbeck. Im 13. Jahrhundert war das Brauen ›Frauensache‹; in Einbeck gab es dank des Braurechts mehr als 800 Hausbrauereien. Das dort gebraute Bier galt als Luxusware und wurde über weite Strecken, so bis nach Italien, exportiert. Um die dafür nötige Haltbarkeit zu erreichen, braute man es mit einer ungewöhnlich hohen Stammwürze. Das Resultat war ein schweres, alkoholreiches Bier. Geschicktes Marketing: Durch Geschenke von Bierfässern kam MARTIN LUTHER auf den Geschmack und mutierte zum ›Influencer‹ der Marke. Martin Luther lobte fortan das Einbecker Bier  mit den Worten: »Der beste Trank, den einer kennt, wird Ainpöckisch Bier genennt«. Einbeck wurde 1529 evangelisch, und das EINBECKER für das katholische Bayern damit zum »KETZERBIER«. Das rief die Wittelsbacher auf den Plan. Sie gründeten 1589 ein HOFBRÄUHAUS. Doch das Brauen des Bockbieres misslang gründlich. So ›kaufte man‹ 1612 wohl den Einbecker Braumeister Elias PICHLER ein. Nachdem er den rechten Glauben angenommen hatte und ›kafalleratholisch‹ war, braute der ›Entwicklungshelfer‹ in München das Ainpöckisch Bier.

Durch den Namen »Ainpöckisch« über das bayerische »Oanpock« entstand schnell der Name des beliebten Bockbieres EINBECKER. Somit ist die Stadt Einbeck Namensgeber des Bockbieres.

Im Jahre 1794 wurden die Einbecker Braurechte zusammengefügt, wodurch eine einzige Stadtbrauerei – das Einbecker Brauhaus – entstand.

Das Einbecker Brauhaus an der Papenstraße/ am Neustädter Kirchplatz. Das »BRODHAUS« von 1552 war Sitz der Einbecker Bäckerinnung. Heute beherbergt das Haus am Marktplatz die ›offizielle‹ Einbecker Brauerei-Gaststätte. Sehr zu empfehlen!
Immer im März und April kommt der helle Mai-Ur-Bock auf den Markt. Schnell ist er stets vergriffen. Sehr lecker!

FACHWERK, BOCKBIER, BLAUDRUCK

Fahrt mit dem Deutschlandticket nach EINBECK via Kreiensen und Salzderhelden (19.07.). Der Name Einbeck bezieht sich auf den durch den Ort fließenden Bach (mittelniederdeutsch = Beeke).

Das Alte Rathaus und der Eulenspiegel-Brunnen am Marktplatz. TILL EULENSPIEGEL lebte vorübergehend in Einbeck.

Das Stadtbild im Zentrum bietet ein nahezu vollständig erhaltenes Bild einer spätmittelalterlichen FACHWERKSTADT. Die 1990 ins Leben gerufene DEUTSCHE FACHWERKSTRASSE führt konsequenterweise auch durch Einbeck. Die knapp 200 Meter lange Tiedexer Straße ist die längste zusammenhängende Fachwerkzeile Einbecks. Sie gilt als schönstes Ensemble. Hier sind insbesondere auch die hohen Toreinfahrten erhalten, durch die Wagen der Brauerei passieren konnten. Die Schnitzereien der Fachwerkhäuser wurden erst im 20. Jahrhundert bunt bemalt.

Außer seiner Fachwerkarchitektur verbindet man Einbeck insbesondere mit BIER.

Der Einbecker BLAUDRUCK, ein 1638 gegründeter Familienbetrieb, ist der älteste Handwerksbetrieb Europas, der Textilien in dem traditionellen Verfahren des Blaudrucks gestaltet.

Die Rats-Apotheke am Marktplatz, ein Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1590. Das Gebäude gehörte im 16. Jahrhundert der reichen Patrizierfamilie RAVEN. Auf dem Wangenstein rechts von der Eingangstreppe sowie am Haus sind noch heute Abbildungen
des Familienwappens sichtbar. Teil ihres Familienwappens ist die SWASTIKA (umgangssprachlich das ›Hakenkreuz‹). Ein indisches Glückssymbol in Form eines Sonnenrades. Diese Familie besaß neben der Rats-Apotheke noch weiteren Grundbesitz in Einbeck,
so dass man ihr Wappen an verschiedenen Häusern sehen kann. Zudem stellten sie regelmäßig Ratsherren sowie mehrere Bürger-
meister. Deshalb ist das Wappen auch auf Epitaphen in der Marktkirche zu finden. 

In der Indus-Kultur (zirka 2800–1800 v. Chr.) symbolisierte die nach rechts abgewinkelte, meist ROTGEFÄRBTE Swastika, die als männliches Prinzip dem Gott GANESHA entsprach, den SONNENAUFGANG, den Tag, das Leben und das Heil. Die nach links gewinkelte und meist BLAU gefärbte Swastika stand hingegen für den SONNENUNTERGANG, die Nacht, den Tod, das Unheil, auch die Veränderung, und wurde der Göttin KALI zugeordnet. Auch diese Variante findet sich im Stadtbild – eine Nachlässigkeit von Handwerkern? Oder hatte gar Kali ihre zahlreichen Hände im Spiel?

›Eickesches Haus‹ (1612–1614): Die Fassaden des Eickeschen Hauses sind mit reichem Schnitzwerk verziert. Die zahlreichen figürlichen Darstellungen zeigen Christus, die vier Evangelisten, die ››Fünf Sinne‹, die Planeten, die ›Sieben Freien Künste‹ sowie die Tugenden (z. B. Glaube, Liebe, Geduld oder Klugheit) und die Musen. In den Ständern der Fensterzonen oberhalb der Brüstungen sind u. a. die elf Apostel  dargestellt. Weiterhin gibt es 110 geschnitzte Köpfe und Masken. Ein Baudenkmal nationaler Bedeutung.
Im Jahr 1958 wurde in Einbeck der Schwarz-Weiß-Spielfilm »Vater, Mutter und neun Kinder« mit Heinz Erhardt gedreht. Erhardt spielt in dem Film den fiktiven Einbecker Bäckermeister Friedrich Schiller, der sein Geschäft für die Dreharbeiten im Haus der Ratsapotheke bezog.
Der PS.SPEICHER zeigt an fünf Standorten in Einbeck mehr als 2.500 historische Exponate. Europas größte Oldtimer-Sammlung.

JÄGERMEISTER, LESSING & WELFEN

Fahrt mit dem Deutschlandticket nach WOLFENBÜTTEL (18.07.). Ehemalige Residenzstadt, lebendige Fachwerkstadt und geistiges Zentrum: ›LESSINGSTADT‹, Standort der HERZOG-AUGUST-BIBLIOTHEK und Heimat von JÄGERMEISTER.

Wolfenbüttel ist eine typische Renaissance-Residenzstadt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern. In Wolfenbüttel hat sich infolge der vergleichsweise geringen Kriegsschäden ein nahezu geschlossenes historisches Stadtbild erhalten. Das Schloss Wolfenbüttel ist das zweitgrößte noch erhaltene Schloss Niedersachsens. Schon im 12. Jahrhundert existierte in Wolfenbüttel eine befestigte Burg. Das aus einer Wasserburg hervorgegangene Schloss wurde mehrmals belagert, zerstört und wieder aufgebaut. Deswegen ist das Bauwerk auch von Baumeistern mehrerer Epochen geprägt. Am Schlossplatz, einem ehemaligen Exerzierplatz, liegen das Zeughaus (mit dem Kornspeicher), außerdem die Herzog-August-Bibliothek und das Lessinghaus,.

Einer der Schätze der Herzog August Bibliothek (HAB) ist das Evangeliar Heinrich des Löwen, das 1983 für 32,5 Millionen DM für die Bibliothek erworben wurde. Im 17. Jahrhundert galt die Bibliotheksrotunde »Bibliotheca Augusta« nördlich der Alpen als die größte ihrer Art und wurde als achtes Weltwunder bezeichnet. Als Bibliothekare der Herzog August Bibliothek wirkten Gottfried Wilhelm LEIBNITZ  (1690–1716) und Gotthold Ephraim LESSING (1770–1781), der hier das Drama »Nathan der Weise« verfasste. Wegen Umbauarbeiten ist die Bibliothek zurzeit geschlossen.

Die urige Kneipe »Alt Wolfenbüttel«, von den Einheimischen liebevoll auch »Theo« nach einem früheren Wirt benannt, ist eine echte Institution mit langer Tradition (Krambuden 6).
Das ›Schmalste Haus Niedersachsens‹ wurde im Jahr 1751 an einer ehemaligen Brandgasse zur Straße Krambuden hin errichtet. Durch den engen Durchgang wurden früher im Brandfall Leder-Eimer mit Löschwasser von dem nahegelegenen Fluss Oker in einer Kette zu den Brandstellen gereicht. Die Breite zur Straße beträgt 2,20 Meter und zur Gartenseite 3,50 Meter. Mit mehr als 100 Quadratmeter Wohnfläche hat es überraschend großzügige Räumlichkeiten, die sich von Außen kaum erahnen lassen. Nichts mit ›Tiny-Haus‹ (Kleiner Zimmerhof 15).
»Wer will dass die Welt so bleibt    wie sie ist    will nicht    dass sie bleibt«.
In der Wolfenbütteler Innenstadt stehen die beiden protestantischen Kirchen Beatae Mariae Virginis (BMV) kurz Marienkirche, und die Trinitatiskirche. Die Marienkirche ist zugleich Wolfenbüttels Hauptkirche. In der ersten, heute unzugänglichen Fürstengruft, wurden zwischen 1553 und 1606 12 Mitglieder des Herzoghauses bestattet, in der zweiten, heute zugänglichen Gruft (›Welfengruft‹) zwischen 1613 und 1767 29 Mitglieder. Nahe der Marienkirche steht die barocke Trinitatiskirche, welche vor der Kirchennutzung als Stadttor diente.
Wolfenbüttel galt als Stadt der Gärtner:innen, was durch ein Gärtnerdenkmal, den Gärtnergesangverein und das Gärtnermuseum unterstrichen wird. Die Konservenfabriken sind schon lange geschlossen und die gärtnerischen Anbauflächen sind in den vergangenen Jahren durch Umwidmung zu Bauland deutlich zurückgegangen.
Aus Wolfenbüttel kommt der weltbekannte Kräuterlikör JÄGERMEISTER. An der Wolfenbütteler Jägermeisterstraße befinden sich der Hauptsitz der Mast-Jägermeister SE mit Produktionsstätten und Verwaltungsgebäuden. Günter Mast, langjähriger Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied, führte in der Saison 1973/ 74 die Trikotwerbung bei EINTRACHT BRAUNSCHWEIG und damit in der Fußball-Bundesliga ein. Inzwischen gibt es sogar einen ›Brause-Verein‹: Red Bull gehört RB Leipzig.
 

SALZWEDEL

Mit dem Deutschlandticket in die fünfte Altmärkische Hansestadt SALZWEDEL (Sachsen-Anhalt) gefahren (11.07.). Die Kleinstadt gilt als die Hochburg des »besten« Baumkuchens und als FACHWERKSTADT mit einem gut erhaltenem mittelalterlichem Stadtkern. Mehr als 50 Brücken und Stege über die Kanäle des Flüsschens JEETZE brachten Salzwedel den Ruf von Klein-Venedig ein.

Um mir einen Überblick zu verschaffen, erklomm ich kurz nach meiner Ankunft die 120 Stufen des 25 Meter hohen Rathausturmes. Zum Glück hatte ich noch keinen Baumkuchen gegessen, denn die schmale Aussichtsplattform konnte man nur seitlich gehend umrunden.

Salzwedel existierte seit der Gründung als Doppelstadt an der einstigen Salzstraße. Eine nahe der Burg entstandene Siedlung wurde 1233 erstmals erwähnt und schon wenige Jahre später, ab 1247, die ›Neue Stadt‹ nordöstlich der ›Alten Stadt‹ gegründet. Beide Städte existierten jahrhundertelang in einem spannungsreichen Wechselverhältnis als selbstständige Gemeinwesen nebeneinander. Jede mit eigenem Rathaus, eigenem Gericht und eigener Pfarrkirche. Erst 1713 erfolgte die Vereinigung von ›Alter Stadt‹ und ›Neuer Stadt‹. 1263 wurde die Doppelstadt Mitglied der Hanse. Zweieinhalb Jahrhunderte – von 1263 bis 1518 – währte die bedeutendste Zeit Salzwedels, in der Handwerk und Handel ihre Blütezeit erlebten, Reichtum und Wohlstand ihren sichtbaren Ausdruck in der Architektur fanden. So verfügten beide Teile der Stadt, in deren Mauern Anfang des 16. Jahrhunderts etwa 9 000 Einwohner lebten, über zehn Stadttore. Noch heute beeindrucken die im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichteten Pfarrkirchen St. Marien der ›Alten Stadt‹ und St. Katharinen der ›Neuen Stadt‹. Ebenso das ehemalige Rathaus, zuvor das Kaufhaus der Gewandschneider.

Über die schiffbare Jeetze gelangten Salz, Bier, und vor allem Tuchwaren zur Elbe und weiter bis nach Hamburg und Lübeck. Bier war im Mittelalter ein begehrtes Handelsgut. In Salzwedel wurde mit dem Wasser der Jeetze gebraut. Weil die Abwässer ungeklärt in den Fluß gelangten, wurde – so die Legende – vor den Brautagen lauthals gewarnt: »Allen wird bekannt gemacht, daß keiner in die Jeetze kackt; denn morgen wird gebraut«. Dieser launige Spruch steht auf einem kleinen Schild am »Puparsch-Bier-Brunnen«, einer hölzernen Wasserstelle am Eingang zum Burggarten. Die Touristen freut es.

Das »Adam- und Eva-Tor« bei der Marienkirche.
Der 80 Meter hohe Turm der Marienkirche ist schief.
Salzwedels wohl berühmteste Tochter, Jenny von Westphalen, wurde 1814 in diesem Barockhaus geboren. Doch bereits 1816 zogen die Eltern nach Trier, wo Jenny später Karl Marx kennenlernte und heiratete. Marx schwärmte von ihr – gar nicht ›verkopft‹ – »als das schönste Mädchen von Trier«. Über die couragierte und gebildete Frau an der Seite des ›revolutionären Philosophen‹ informiert eine Ausstellung in ihrem Geburtshaus an der JENNY-MARX-STRASSE, das heute auch die Musikschule des Altmarkkreises Salzwedel beherbergt.
Salzwedel ist nicht nur ein Flächen-Museum: Autonomes Zentrum an der Altperverstraße.