GRETE MINDE

Margarete von Minden (*um 1593?; †22.03.1619 in Tangermünde) war eine verarmte Patriziertochter. Zeit ihres Lebens kämpfte sie mit ihrer angesehenen Tangermünder Patrizierfamilie um ihren Erbteil. Im Sommer 1616 heiratete Grete Minde den Soldaten Tonnies Meilahn. Dieser verprasste ihre Mitgift und terrorisierte die Region anschließend als herrenloser Landsknecht. Als der Tangermünder Rat ihn 1619 wegen seiner räuberischen Überfälle verhaftete, wusste er, dass ihm die Todesstrafe drohte. Bei seiner Vernehmung beschuldigte Meilahn seine Frau, die Stadt Tangermünde zwei Jahre zuvor aus Rachsucht angezündet und somit den großen Stadtbrand von 1617 verursacht zu haben. Der Stadtrat, froh endlich eine Schuldige gefunden zu haben, stellte Grete Minde vor Gericht. Das Urteil stand von vornherein fest, das Geständnis das Ergebnis brutalster Folter. Am Ende kam es zu einem grausamen Justizmord, als Margarethen Mündten – so steht ihr Name in den Prozessakten – auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrannt wurde.

Erst Ludolf Parisius veröffentlichte 1883 nach genauem Studium der Gerichtsakten eine Schrift zu ihrer ›Ehrenrettung‹. Bis heute beschäftigt der »Fall Grete Minde« Historiker, Juristen und Künstler. Ihr Leben wurde Gegenstand mehrerer künstlerischer Werke. Das Bekannteste ist Theodor Fontanes Novelle »Grete Minde«. Fontane, der die Erzählung 1879 schrieb, weicht in seiner Darstellung allerdings deutlich von den historischen Begebenheiten ab.

Seit 2009 steht Grete Minde in Bronze und in Ketten vor der Gerichtslaube am Tangermünder Rathaus.

Fahrt mit dem Deutschlandticket in die ALTMARK (Sachsen-Anhalt) zur Hansestadt TANGERMÜNDE (12.06.). Die nahezu komplett erhaltene Stadtbefestigung und die Stadttore entstanden im 15. Jahrhundert. Backsteingotik vom Feinsten.

Fast wäre Tangermünde noch bedeutender geworden, hätten sich die Bürger zur Zeit der Hanse nicht mit den Herrschenden überworfen. Es ging damals um die geplante Einführung einer Biersteuer, gegen die die Einwohner rebellierten. Das war im Jahr 1488. Daraufhin verlegte Kurfürst und Markgraf Johann ›Cicero‹ von Brandenburg genervt seine Residenz nach Cölln. Das war dann
der Grundstein für den Berliner Sumpf. Als erster Hohenzollern-Kurfürst fand Johann seine letzte Ruhestätte in der Mark. Er wurde
im Kloster Lehnin bestattet. Heute erinnert das Tangermünder KUHSCHWANZBIER an die Brautradition.

Ein Triebwagen verkehrt stündlich auf der eingleisigen Strecke vom Hauptbahnhof Stendal (Fahrtzeit einfach etwa 15 MIN).

Die Nährstangen haben eine Größe von 20x 20x 95 Milliimeter (Hx Bx L). Suchtpotenzial!

Das bekannteste Produkt der Konditorei Stehwien ist die Tangermünder NÄHRSTANGE (Mitte: als Parfait der Sorte TANOLO aus
der Gastststube EXEMPEL). Seit 1985 produziert der Familienbetrieb diese Tangermünder Spezialität nach traditionellem Rezept.
Ein Riegel mit lockerer Füllung – ähnlich einem Baumkuchen und Keks (Schichtgebäck) –, angereichert mit Marzipan oder Nougat, überzogen mit einer Kakaoglasur. Die ersten Nährstangen wurden 1954 hergestellt und erfreuten sich schon bald großer Beliebtheit.

Die Nahrungsmittelproduktion hat lange Tradition in Tangermünde. Seit 1826 gab es in in der Stadt eine Zuckerraffinerie – bis zum zweiten Weltkrieg eine der größten Europas. Die Stadt hatte zu dieser Zeit einen Zuckerhafen und im Betrieb des Firmengründers Friedrich Theodor Meyer wurde seit 1910 FEODORA-Schokolade hergestellt. Heute wird Feodora in Bremen produziert.

Riesengroß die St.-Stephanskirche. Das Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche ausgebaut.
Mit einer Gesamthöhe von 87,5 Metern ist der Nordturm der höchste Kirchturm der Altmark.

StadtNatur

Mit dem »Langen Tag der StadtNatur« rückt die ›Stiftung Naturschutz Berlin‹ einmal im Jahr den Artenreichtum Berlins in den Fokus. Zahlreiche Veranstaltungen finden an mehr als 150 Orten statt (10. und 11.06.) – und das seit 2007: Essbare Wildpflanzen in der City; Von wegen »Unkraut«!; Klimasensibles Gärtnern; Kleingärtnern im Klimawandel; Mensch und Natur im Fort Hahneberg. An der Seite von naturkundlichen Expert:innen lädt das Naturfestival zu Expeditionen ins wilde Berlin. In allen Bezirken der Hauptstadt gibt es versteckte Oasen und überraschende Naturschauplätze zu entdecken.

Diesen schönen Stadtgarten legte Miko vor der fabelhaften Backstube (Fidicinstraße) an. Doch Vorsicht! Private Initiativen und Investitionen gefährden das überparteiliche Zwei-Gradplus-Ziel der Klimaerwärmung. Wir schaffen das (trotzdem).

Und doch: Die HUNDEBLUME blüht
Auch in der Regenpfütze
Noch lachen wir
Noch machen wir nur Witze!
(Aus der BILANZBALLADE IM DREISSIGSTEN JAHR, Wolf Biermann 1973)

HALLE, HÄNDEL & HALLOREN

Mit dem Deutschlandticket nach Halle/ Saale (07.06.). Wer nicht laufen möchte: Die TRAM 7 verkehrt zwischen Büschdorf via Hauptbahnhof und Marktplatz nach KRÖLLWITZ. Es empfiehlt sich aber, den Stadtrundgang zu Fuß in der Leipziger Straße, die auch Fußgängerzone ist, zu beginnen. Zuvor muss man aber die ›Verkehrsmaschine‹ der stark befahrenen Hochstraßen überwinden. Vorbei am Leipziger Tor geht es zunächst zum Marktplatz. Dort befindet sich im MARKTSCHLÖSSCHEN die Tourist-Information.
Ein guter Ausgangspunkt für die Besichtigungen. Die Studierenden der Martin-Luther-Universität prägen das Stadtbild.

Beim HAUPTBAHNHOF Halle/ Saale handelt es sich um einen ›Inselbahnhof‹, da das zentrale Empfangsgebäude sich mittig zwischen den 13 Gleissträngen befindet. Die Umbauarbeiten an der Empfangshalle und der Kuppel begannen 1998 und waren 2017 abge-
schlossen.
GEORG FRIEDRICH, der große Sohn der Stadt, ist allgegenwärtig. Er blickt nach London.
Der MARKTPLATZ mit der viertürmigen Marktkirche St. Marien, dem Roten Turm und dem Händel-Denkmal. Mittwochs
ist Markttag.
Im Geburtshaus von Georg Friedrich Händel, dem HÄNDEL-HAUS, befindet sich heute ein Museum (rechts). Im gegenüber liegenden ›Gasthaus zum Schad‹ soll es gute Hausmannskost geben. Leider öffnet das Gasthaus zurzeit erst ab 16:00 Uhr.
Der DOM entstand aus einer schlichten Klosterkirche der Dominikaner. Er trägt keinen Turm. Halle war nie Bischofssitz.
Das Gerichtsgebäude in Halle wurde zwischen 1901 und 1905 als mächtiger, das Stadtbild prägender viergeschossiger Bau errichtet. Innen und außen befinden sich zahlreiche Bauverzierungen im Stil der späten Gotik und Frührenaissance. Das Haupttreppenhaus ist als steile, gewölbte Kuppelhalle gestaltet. Dieses Baudenkmal zählt zu den aufwendigsten und architekturgeschichtlich bedeutendsten Justizpalästen der Wilhelminischen Zeit. Ursprünglich als Zivilgericht errichtet, wird der Gebäudekomplex heute als LANDGERICHT genutzt. Bemerkenswert ist der Treppenraum mit einer doppelten Wendeltreppe in einer kreisrunden Kuppelhalle mit einem Durchmesser von zirka 20 Metern und einer Höhe von 42 Metern. Der Justizpalast wurde umfangreich restauriert und
im Frühjahr 2013 wieder eröffnet.
BURG GIEBICHENSTEIN über der SAALE. »Da steht eine Burg überm Tale …« dichtete Joseph von Eichendorff in den »Bei Halle« betitelten Versen.
Deutschlands älteste Schokoladenfabrik hat die HALLOREN bekannt gemacht. Diese werden nicht nur im Marktschlösschen lecker präsentiert. Regelmäßig werden Halloren aber auch im Sonderangebot bei den Discountern verkauft. Dann kostet eine Schachtel zwischen 79 und 99 Cent.

BILLIARD-TOR

DFB-Pokalfinale in Berlin (03.06.), RB Leipzig : Eintracht Frankfurt (94 MIN). Gratulation an Leipzig zur Titelverteidigung!

71 Minuten lang war es eine Partie auf Augenhöhe. In einer sehr festgefahrenen Partie, in der beide Defensivreihen lange glänzen konnten, war es dann ein absolutes Billiard-Tor, das für die Vorentscheidung sorgte. Ein zweifach abgefälschter Nkunku-Schuss zappelte im Netz der Eintracht, was den Adlern in aller Form den Stecker zog. Die Eintracht kriegte einfach nichts mehr auf die Kette. Leipzig war beflügelt. Es spielte fortan nur noch der Titelverteidiger, der geduldig das Spiel kontrollierte und den ersten Matchball dann eiskalt zum zweiten Tor nutzte (85. MIN).

»Eintracht Frankfurt öle« hallte es nach dem Abpfiff aus der Ostkurve und weiten Teilen der beiden Geraden. Die Fans honorierten
die Leistung der Adlerträger. Die Kurve schaute aber auch nach vorne. »Europacup in diesem Jahr« sangen die Eintracht-Anhänger.
Zum dritten Mal in Folge darf Eintracht Frankfurt ›europäisch ran‹ (UEFA Conference League). Warmer Applaus prasselte auf die Frankfurter Spieler ein. Schöne Szenen. Auch wenn hessische Ekstase noch besser gewesen wäre.

Und warum hat Eintracht Frankfurt verloren? Weil ich diesmal nicht im Olympiastadion war (wie 2018)!

Bereits um 14:00 Uhr war beim Fan-Treff der Frankfurter am Breitscheidplatz der Teufel los. Bis zum Nachmittag sollen sich dort 20.000 Fans versammelt haben. Überall in der Stadt hörte man Hessisch-Gebabbel. Erbarmen zu spät!

Erinnerung an den Adlerträger UWE BEIN? Säule der Eintracht in der Zeit von 1989 bis 1994.

Am Schaufenster des nahegelegenen Nike-Shops überklebten Frankfurter das Leipzig-Logo.
Diehessesinsowunnerbar EINTRÄSCHTISCH.
ZAUBERTRANK. Im Stadion dürften 50.000 Frankfurt-Anhänger gewesen sein, da sind die Frankfurter Fans findig; 75.000 passen
ins Berliner Olympiastadion.
Neunmal gelangten die Frankfurter ins Pokalfinale, fünfmal gewannen sie den Pokal. IHR WISST BESCHEID: 1974, 1975, 1981, 1988 und 2018.

KULTUREN, KREUZBERG & KARNEVAL

Er ist wieder zurück. Der ›KARNEVAL DER KULTUREN‹. Und das gleich mit einem Jubiläum. Es war die 25. Auflage des größten multikulturellen Festes in Deutschland. Der ›Karneval der Kulturen‹ war 1996 auch als Folge von Rassismus und rechtsextremen Übergriffen gegründet worden, und sieht sich als Ort der Begegnung für ein friedliches Miteinander. Nach vier Jahren Corona-Pause stand KREUZBERG am Pfingstwochenende wieder im Zeichen des Karnevals (26.–29.05.). Als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Es lockten das viertägige Straßenfest am Blücherplatz mit vier großen Musikbühnen und Spezialitäten aus aller Welt sowie der große Straßenumzug am Pfingstsonntag Hundertausende nach Kreuzberg. In diesem Jahr ging es schwerpunktmäßig um die Themen Klima, Naturschutz, Recycling und traditionelle Kulturen. Die Parade fiel in diesem Jahr aus Kostengründen kleiner aus, wie die Veranstalter mitteilten. Rund 50 Gruppen mit 2.500 Akteuren waren angemeldet, statt der sonst bis zu 90 Gruppen. Auch war die Umzugsstrecke deutlich verkürzt. Die mehr als 550.000 Zuschauer:innen mussten deshalb diesmal ›zusammenrücken‹. Ein riesiges Gewimmel und kaum ein Durchkommen. Schade. Man sah wenig vom Umzug. Von der mitreißenden Musik und den tollen Outfits bekam man auch kaum was mit. Dazu noch stolze Preise an den Ständen entlang der Strecke – Bratwurst nicht unter 5,00 Euro,
eine Eiskugel für 3,50 bis 4,00 Euro. Trotz der abgespeckten Teilnehmerzahl und der kürzeren Wegstrecke benötigte der Umzug
von der Gneisenaustraße/ Ecke Zossener bis zum Hermannplatz/ Ecke Urbanstraße etwa sieben Stunden.

Die mit 200 Akteuren größte Gruppe ›SAPUCAIO NO SAMBA‹ führte den farbenfrohen Zug an. Als Thema hatte ›Sapucaio no Samba‹ die vertrocknenden und brennenden märkischen Wälder gewählt. Auch zurzeit herrscht in Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe; im Mai fielen nur acht Prozent der sonst üblichen Regenmenge.

Das kann doch einen Christian Lindner nicht erschüttern; Keine Angst, keine Angst, Rosmarie. Der forsche Finanzexperte legt
einen Märkischen Backstein auf das Gaspedal seines Porsches und ›heizt‹ auf der BAB 2 dem Sonnenuntergang entgegen.
Liebe Superreiche, der Kampf für die Erhaltung eurer Privilegien geht weiter!
America Latina gibt den Move vor. Sabroso!

SPARGELSCHÄLER

Halbzeit in der laufenden Spargelsaison. Diese dauert noch bis zum 24. Juni. Besichtigung eines Spargelhofes im RHINLAND (Brandenburg), dass sich entlang des Flusses RHIN erstreckt (26.05.). Das Rhinland endet am Unterlauf des Rhins in KREMMEN. Der dortige Spargelhof startete 2008. Der Spargel konnte erstmals 2010 vermarktet werden. Der Betrieb erntet täglich 31 Tonnen Spargel.

Nach der Ernte und Anlieferung wird der gestochene Spargel zunächst gewogen und gewaschen. Dann gehen die Kisten zur Sortieranlage.
Für den Hofladen werden täglich etwa 800 Kilogramm Spargel von Hand geschält.
Dies erfolgt mit beachtlicher Geschwindigkeit. Die Augen können dem Sparschäler kaum folgen.
Die Schälreste werden entsorgt.
Seniorenteller.

BEGRÜSSUNGSGELD

So ändern sich die Zeiten! Das Begrüßungsgeld Ost in Höhe von 100 Euro lobten Bankster aus.

Das Begrüßungsgeld ›West‹ war nach dem ›Mauerbau‹ 1970 eingeführt worden. Bei Einreise in die Bundesrepublik erhielten Bürger:innen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie Deutschstämmige aus der Volksrepublik Polen zunächst 30 DM. Im Jahr 1988 wurde die Summe auf 100 DM erhöht. Für die Abwicklung waren Auszahlungsstellen bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen zuständig. Bis nach dem Mauerfall Hunderttausende Ostdeutsche die Unterstützungsleistung in Anspruch nehmen – auf einmal.

Ein paar Tage nach der Maueröffnung im November 1989 hatten sich bereits drei Millionen Menschen das Begrüßungsgeld auszahlen lassen, zum Jahresende fast jeder der über 16 Millionen DDR-Bürgerr:innen. Schätzungen zufolge wurden rund vier Milliarden DM ausgezahlt, bis das Begrüßungsgeld am 29. Dezember 1989 eingestellt wurde.

Die ›Beschenkten‹ setzten das ›Westgeld‹ zügig um – sie stürmten die Unterhaltungselektronikabteilungen der Kaufhäuser, Videoläden und Supermärkte. Dort ›räumten sie die Regale leer‹ und ließen nur noch, wie »Der SPIEGEL« damals herablassend schrieb, »die Kohlköpfe liegen«. Wie die jetzt in den Osten Angelockten wohl ihre Boni verheizen?

DIE BLAUE BLUME

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt’ und Au ’n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.

Joseph von Eichendorff (1818)

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren, sind der Schlüssel aller Kreaturen …

SŁUBFURT

Mit dem Deutschlandticket nach Frankfurt nad Odrą  (18.05.). Die polnische Nachbarstadt Słubice war 1945 aus dem Frankfurter Stadtteil Dammvorstadt entstanden. Frankfurt (Oder) ist der wichtigste deutsche Eisenbahngrenzübergang nach Polen. Viele internationale Reisezüge fahren über diese Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Posnań nach Posen und weiter in Richtung Warschau, Kiew und Moskau, darunter der Berlin-Warszawa-Express. Die Regionalbahn-Verbindung (RB 91) nach Zielona Góra nutzt bis Rzepin denselben Streckenabschnitt.

Der Hahn war bereits in den Stadtwappen der Städte Frankfurt und Słubice vorhanden. Er gilt als verbindendes Symbol
der Doppelstadt.
Das »KINO PIAST« wurde 1925 als »Film-Palast Friedrichstraße« eröffnet. Das Kinogebäude in der heutigen ul. Jedności Robotniczej 10 wurde 2005 geschlossen. Inzwischen ist nur noch der vordere Bereich des Kinos vorhanden; der komplette hintere Bereich (Kinosaal und Verwaltung) sind abgerissen.
PIEROGI gehören zu Polen. Deshalb hatte ich für 20 Złoty (etwa 4,40 Euro) einen Teller mit drei Pierogi z mięsem (mit Fleisch, links) und drei Pierogi z kapustą i z grzybami (mit Sauerkraut und Pilzen, rechts) bestellt. Smacznego! Sehr lecker.
Der 1976 fertig gestellte 89 Meter hohe ODERTURM. 
Turm der ehemaligen St.-Marien-Kirche. Sie war die Hauptpfarrkirche der Hansestadt Frankfurt. Durch Kriegseinwirkung war sie 1945 nur noch eine Ruine. 
›Himmelfahrt‹ ist in Polen kein Feiertag. Die Geschäfte waren dort geöffnet. An diesem ›Herrentag‹ fuhren auch trinkfreudige Männergruppen mit im Zug. 

In zehn Tagen ist Pfingsten. Der ›Heilige Geist‹ erscheint schon länger nicht mehr, um die Menschen zu beseelen; er hat sich wohl verkrümelt.

Nachschlag DEUTSCHLANDTICKET: Inhaber des Deutschlandtickets dürfen, anders als die Besitzer einer Monatskarte, bei
den üblichen Zugverspätungen von 20 MIN und mehr sowie bei Zugausfällen nicht auf einen höherwertigen Zug wie IC oder ICE umsteigen. Der Bundesrat stimmte am Freitag dem entsprechenden Entwurf des Bundesverkehrsministeriums zu (12.05.).
Auch eine Erhöhung der Entschädigungssummen für Verspätungen lehnte die Länderkammer ab. Passt dazu: kürzlich dachte der Bundesverkehrsminister laut darüber nach, Autokäufern das Deutschlandticket zu schenken. Auf den ›Autoerotiker‹ Wissing (FDP) ist Verlass!

QUOTENKÖNIG

Krönung von Charles. III. im Vereinigten Königreich. Am  6. Mai war es wieder so weit: die ›Wohlfühl-Monarchie‹ als Staatsform ganz ohne Lügen, Sex, Intrigen, Untreue, Bereicherung, Machtmissbrauch, Willkür, Gewalt, Ungerechtigkeit und Armut. Die deutschen Medien erfüllten ihren Bildungsauftrag, und änderten ihre Programme. Nicht nur die Privaten mit dem Bertelsmann-Bildungsfernsehen (RTL); auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR). (K)eine Sternstunde des Journalismus. Auflauf der ADELSEXPERT:INNEN. Die ARD outete sich hierbei als der deutsche ›Haus- und Hofsender‹ der britischen Monarchie. Leontine Gräfin von Schmettow kommentierte im Ersten den schönen Schein. Diesmal holte sich ›Das Erste‹ dabei den Sieg im Quoten-Rennen – QUOTENKÖNIGIN ARD. Märchenhaft, »… und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage«.