GERHARD-SCHRÖDER-DIÄT?

Morgens wird es jetzt später hell, abends früher dunkel. Die DUNKLE DEKADE zeichnet sich schon ab. Die Medien beschwören aktuell das Bild eines »Wutwinters« herauf. Bullshit.

PROLOG: Die EU hatte in Abstimmung mit unserer Regierung dem Aggressor Rußland den WIRTSCHAFTSKRIEG erklärt. »Der Westen wird den Wirtschaftskrieg gegen den Kreml gewinnen, aber nicht sofort. Er darf sich nur nicht von russischer Propaganda blenden lassen.« (taz, 30.07.) & »Wer Putin stoppen will, muss Opfer bringen« (SPON, 09.09.; diese Zitate stellvertretend für alle »Qualitätsmedien« und den ÖRR). – Hurra, hurra, hurra.

1. AKT: In diesem unserem reichen Land reicht es wohl nur noch für ›die Reichen‹. Der dumme Rest (Diejenigen, »die morgens früh aufstehen«, Politiker:innen-Sprech) bereitet sich deshalb vorsorglich schon mal auf die »GERHARD-SCHRÖDER-DIÄT« vor. Auch bekannt unter »F&H-Diät«: FRIEREN & HUNGERN. Benannt nach dem von den neoliberalen Apologeten und dem verrohten Bürgertum gefeierten ›größten deutschen Sozialreformer‹. Sparen ist für eine wachsende Mehrheit einfach nicht mehr drin, da quietscht gar nichts mehr. VERZICHT ist dagegen angesagt.

2. Akt: Das »Kriegs=Kochbuch« von MARY HAHN aus vergangenen (?) imperialistischen ›Kaiserszeiten‹ (1916. Neuauflage?).
Der Kaiser würde sich postum freuen) hatte schon den Großeltern und Eltern über schlechte Zeiten hinweg geholfen. Mit einem »Muster=Speisezettel für einen Monat in der fettarmen Zeit«. Mit Tipps für die Nahrungssuche am Bahndamm, am Straßenrand und in Parks (im Winter jedoch blöd). Oder für Ersatzstoffe. Vegan ist voll trendy (»Versuchs doch mal vegan«, aus einer aktuellen Werbung).

Die Tafeln in Deutschland verzeichnen seit Jahresbeginn einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Die Zahl der Nutzer der sozialen Angebote habe sich um die Hälfte erhöht und einen neuen Rekordstand erreicht, teilte der Dachverband der Organisation mit. Mittlerweile würden deutlich mehr als zwei Millionen von Armut betroffene Menschen in Deutschland die Angebote wie kostenlose Lebensmittel nutzen. Dies seien so viele Bezieher wie nie zuvor. Es gibt einen Aufnahmestopp in mehreren Bundesländern.

3. AKT: Die ehrenamtlichen Tafeln e. V. wurden zwar einst geschaffen, um die Armut zu privatisieren (»Privat ist besser als Staat«). Jetzt aber immer heftiger steigende Energie- und Lebensmittelpreise – ja regelrechte PREISSPRÜNGE – bei sich kontinuierlich verringerndem Spendenaufkommen. »Die Tafel ist am Limit« (Berliner Zeitung, 14.07.). Die Tafeln spüren die wachsende Zahl der Bedürftigen (Arbeitssuchende, Geringverdiener:innen, Rentner:innen sowie Geflüchtete, die auch von den Behörden logischerweise dort hingeschickt werden). Spannende Zeiten des Umbruchs.

EPILOG: Die Wirklichkeit ist auf ideologisierte Marktradikale getroffen. Ob wenigstens das nebulös angekündigte ›ENTLASTUNGSPAKET 3‹ jetzt endlich und schnell bei den unmittelbar AKUT ›Bedrohten‹ ankommt, und zunächst Schlimmeres verhindern kann?

Da müssen ›wir‹ wohl durch! Liebe Politik! Tak for ingenting!

HER MAJESTY

Her Majesty The Queen Elizabeth II (*21. April 1926; †8. September 2022 auf Balmoral Castle).
So vertraut Ihr Konterfei auf Geldscheinen, Münzen, Briefmarken. Royaler Kitsch. Der Englisch-Unterricht.
Aus (m)einem Menschenleben nicht wegzudenken.

Der Fels in der Brandung des Wahnsinns hinterlässt eine gewaltige Lücke. Break! Iceberg ahead! – Kalt erwischt.

Last Night of the Proms 2022 (10.09.)? God Rest the Queen.

On 6th February this year Her Majesty The Queen became the first British Monarch to celebrate a Platinum Jubilee, marking 70 years of service to the people of the United Kingdom, the Realms and the Commonwealth. Neulich in Kreuzberg.
Gedenken an der Britischen Botschaft in Berlin, Sonntagmorgen (11.09.).

Die witzige Szene war der überraschende Auftakt des Jubiläumskonzerts für Her Majesty The Queen in London (»BBC’s Platinum Party At The Palace«, 04.06.2022). Der kleine BÄR PADDINGTON hat immer Toastbrot für Marmelade im Hut – für Notfälle. Doch seitdem wusste das Vereinigte Königreich, dass es Her Majesty ebenso ging. »Ich habe meins hier drin«, sagte die echte Elizabeth II. bei einem Treffen mit dem animierten Filmliebling – und zog lächelnd ein gleiches Marmeladen-Sandwich aus ihrer geheimnis-
umwitterten Handtasche. »Frohes Jubiläum, Ma’am«, gratulierte Paddington der Queen zu deren 70. Throngeburtstag. »Und danke. Für alles.« Her Majesty The Queen wahrte wie immer die Contenance: »Das ist sehr freundlich«, erwiderte sie im Sketch.

Nette Idee, aber die Ratten?

“Knockin‘ On Heaven’s Door”

9-Euro-Ticket: Die ›Abschlussfahrt‹ führte mich nach MAGDEBURG (31.08.). Mit den Tram-Linien 2, 4 & 6 war ich dort mobil (all inclusive!), um möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu erleben. Trotzdem konnte ich die Stadt nur ›anreißen‹.

Der erste Kaiser des »Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation« (lateinisch: Sacrum Imperium Romanum Nationis Germaniae) OTTO I. (912–973) ist zusammen mit OTTO VON GUERICKE (1602–1686) Namenspatron der heutigen ›OTTOSTADT MAGDEBURG‹. 

Aufgrund der schweren Zerstörungen 1631 im Dreißigjährigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg besitzt Magdeburg weniger historische Bausubstanz als vergleichbare Städte. Der Luftangriff am 16.01.1945 zerstörte etwa 90 Prozent der Altstadt, darunter
15 Kirchen. Auch die Gründerzeit-Viertel erlitten erhebliche Schäden. Der BREITE WEG, eine der schönsten Barockstraßen Deutschlands, wurden damals fast völlig zerstört. Bei diesem Angriff kamen wenigstens 2.000 Menschen ums Leben. Viele Gebäude der Stadtgeschichte, Architektur, Kunst und Kultur wurden unwiederbringlich vernichtet. Wichtige Bau- und Kunstdenkmale konnten aber wiederhergestellt werden. Hinzu kam vor allem im Universitäts-Viertel gelungene moderne Architektur. Der Reiz liegt im Kontrast historischer und neuer Bauten. Magdeburg bietet heute ein schönes Stadtbild. Schnörkellos. Fahr‘ mal hin!

In seiner Schlichtheit begeistert mich der Magdeburger DOM »St. Mauritius und Katharina«. Der Dom ist die erste von Anfang an gotisch konzipierte und die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der GOTIK auf deutschem Boden. Er wurde ab 1207/ 09 gebaut und im Jahr 1363 geweiht. Der Dom ist Grabkirche OTTOS DES GROSSEN.

Statue des HEILIGEN MAURITIUS im Dom.
Am WESTPORTAL des Doms trafen sich die Guten. Etwa, um ans Himmelstor zu klopfen?
Nein, zu einem Fototermin.
Der MAGDEBURGER REITER (Nachbildung) am Alten Markt gilt als das erste freistehende Reiterstandbild nördlich der Alpen.
Wenn man die Römerzeit nicht berücksichtigt.
ALTER MARKT: Von 1965–69 wurde das Alte Rathaus wieder originalgetreu aufgebaut.
Die Festung KASERNE MARK, erbaut 1860, ist heute ein Kultur- und Tagungszentrum.
Die Stadt am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel- und Mittellandkanal besitzt einen bedeutenden BINNENHAFEN.

LULU

An den letzten beiden Gültigkeitstagen zelebrierte ich das 9-Euro-Ticket nochmals in vollen Zügen. Am vergangenen Dienstag
ging es nach LUDWIGSLUST (Mecklenburg Vorpommern, 30.08.). Die frühere Residenzstadt liegt 35 Kilometer südlich der Landes-
hauptstadt Schwerin an der Bahnlinie Berlin–Hamburg. Ludwigslust ist als Fernbahnhof ein wichtiger Umsteigepunkt für
die Züge aus und nach Hamburg.

Die Stadt wurde von Herzog Christian Ludwig II. 1747–56 angelegt und erhielt aufgrund ihrer in Norddeutschland einzigartigen barocken Schlossanlage den Beinamen »Versailles des Nordens«. Das Namengebende einfache Jagdschloss bildete die Keimzelle für den Ausbau zu einem prächtigen barocken Residenzschloss. In dieser Zeit wuchs auch die zugehörige Residenzstadt von Mecklenburg-Schwerin. Ludwigslust wurde, wie für die Barockzeit typisch, auf dem Reißbrett mit schnurgeraden breiten Symmetrie- und Sichtachsen geplant. Die Altstadt wurde dann zunehmend im Stil des Klassizismus errichtet. Ab 1809 wurde auch privates Bauen erlaubt. Die endgültige Verlegung des Hofes begann 1763 und war 1765 abgeschlossen, die Regierungsbehörden waren jedoch in Schwerin verblieben. Danach setzte in der Hauptresidenz rege Bautätigkeit ein. Um das Schloss herum entstanden Funktionsgebäude und Häuser für das Personal. Der SCHLOSSPARK wurde als Barockgarten französischer Prägung angelegt und mit Alleen, Skulpturen und Springbrunnen verziert. Er ist einer der größten Landschaftsparks Norddeutschlands. Der Große Kanal (Ludwigsluster Kanal) von 1760 leitet das Wasser zu der KASKADE an der Hofseite des Schlosses. Die Hofkirche (heute STADTKIRCHE) liegt gegenüber dem Schloss. Auch wenn Ludwigslust nur eine kleine Stadt ist, ist sie doch sehr weitläufig.

1837 verlegte Herzog Paul Friedrich die Residenz des inzwischen zum Großherzogtum erhobenen Landesteils zurück nach Schwerin.

In der Zeit von 1837 bis 1992 war Ludwigslust GARNISONSSTADT, was sich auch baulich niederschlug. 1838 der Mecklenburg-Schweriner Dragoner. Am 1. Mai 1945 machten die britischen Streitkräfte das Schloss Ludwigslust zu ihrem Hauptquartier
(7th Armoured Division, 8th Infantry Division & 82nd Airborne Division/ 82. US-Luftlandedivision). Dort kapitulierte am 2. Mai 1945
Kurt von Tippelskirch, stellvertretender Oberkommandierender der ›Heeresgruppe Weichsel‹ der deutschen Wehrmacht.
Danach waren in Ludwigslust Pioniere und eine Mot-Schützen-Division der Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte stationiert.

Nachdem der Ostflügel des Schlosses bereits fast komplett saniert ist, wird derzeit der Westflügel restauriert. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis 2024 andauern.
Die neugotische katholische Backsteinkirche »St. Helena und Andreas« (rechts) wurde 1803–1809 erbaut.

ANTIKRIEGSTAG

Am 1. SEPTEMBER 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen, um in einem »Vernichtungskrieg« ganze Volks- und Religionsgruppen auszurotten. Die Nachkriegsordnung hielt nur zweieinhalb Generationen. Jetzt ist der Krieg wieder ein legitimes Mittel der Politik. Journalist:innen überbieten sich voller Kriegsbegeisterung wieder darin, den Heldenkampf und Heldentod zu feiern.

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2022 steht unter dem Motto: »Für den Frieden! Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!«

Das Denkmal des Krieges im Dom zu Magdeburg. Das »MAGDEBURGER EHRENMAL« ist eine Holzplastik von ERNST BARLACH. Das Mahnmal zeigt zwei mal drei Personen, die aus drei großen geleimten Eichenblöcken geformt sind. Mittig ein Kreuz mit den Jahreszahlen 1914–1918. Barlach selbst charakterisierte die Halbfiguren im unteren Bereich als NOT, TOD und VERZWEIFLUNG, die dahinter stehenden Figuren symbolisieren den KRIEGSERFAHRENDEN, den WISSENDEN und den NAIVEN. Erstmals aufgestellt wurde das Ehrenmal am Totensonntag 1929. Die Plastik wurde 1934 wieder entfernt. Am 19. September 1955 wurde das Ehrenmal erneut im Dom aufgestellt. Dort befindet es sich noch. Gestern besuchte ich Magdeburg und den Dom.

»SONDERZUG ZU LINDNER«

Heute endete das 9-EURO-TICKET. Am vergangenen Montag organisierte Campact in Berlin einen Demonstrations-»SONDERZUG ZU LINDNER« (29.08.). Der startete mit einer Pressekonferenz am Bahnhof Gesundbrunnen/ Nordkreuz. Herr Christian L. aus W. stieg dabei zum ›Pöbel‹ herab, um den Habenichtsen und Garnichtsen die »spätrömische Dekadenz« und die »Gratismentalität« auszutreiben. Apage satanas! Weiche, Satan, weiche!

IM FLUSS

Mit dem 9-Euro-Ticket in den letzten Zügen (24.08.): Die Hansestadt HAVELBERG liegt am Zusammenfluss von Havel und Elbe.
Das historische Zentrum der Stadt befindet sich auf einer Insel IM FLUSS Havel. Die Stadt bildet die »Wiege der Prignitz«, die historisch mit Brandenburg verwurzelt ist, gehört zur ALTMARK und heute zu Sachsen-Anhalt. Regelmäßige Busverbindungen bestehen mit dem »Stendal-Bus« 900 von und zum Bahnhof GLÖWEN in Brandenburg (Umstieg). Der Bahnhof befindet sich in neun Kilometern Entfernung (etwa 15 Fahr-MIN entfernt) an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Dummerweise verkehrt der 900er nur stündlich: »Dumm geloffe!«

Mit der Ansiedlung des Bischofssitzes begann auch die Entwicklung Havelbergs zur Stadt. Sie entstand ebenfalls Mitte des 12. Jahrhunderts räumlich getrennt vom Dombezirk auf einer Landzunge in einer Flussschleife der Havel. Neben der Stadtinsel und dem Dombezirk entstanden die Berggemeinden als dritter, selbstständiger Siedlungskern. Der Dombezirk auf dem Höhenrücken, mit dem DOM SANKT MARIEN, dem Prämonstratenser-Kloster und Nebengebäuden, war im Mittelalter mit einer eigenen Befestigungsanlage versehen. Nach einem Streit zwischen dem Domkapitel und den Hohenzollerschen Kurfürsten wurde es 1506 vom Orden der Prämonstratenser getrennt und in ein weltliches Domstift umgewandelt. Nach der Reformation wurde das Domkapitel 1561 lutherisch und 1571 erfolgte die Eingliederung des Bistums Havelberg in das Kurfürstentum Brandenburg.

Im Zeitraum von 1691 bis 1700 wurden auf der Kurfürstlichen Werft Havelberg unter dem kurbrandenburgischen Marine-Direktor BENJAMIN RAULE mehr als 15 Brigantinen und Fregatten für den »Großen Kurfürsten« der Mark Brandenburg gebaut. Die Endmontage erfolgte damals in Hamburg. 1680 segelten bereits 28 Schiffe unter der brandenburgischen Flagge.

Ursprünglich 1685 für den kurbrandenburgischen Marine-Direktor Benjamin Raule errichtet, bildet Schloss Friedrichsfelde
(in Berlin-Lichtenberg) den historischen Mittelpunkt vom TIERPARK BERLIN. Im von Lenné großzügig gestalteten Park ist seit 1955 der Tierpark Berlin beheimatet.

Bronzefiguren König Friedrich Wilhelm I. (vorne) und Zar Peter I. Hier wechselte im Jahre 1716 das legendäre BERNSTEINZIMMER seinen Besitzer. 

Aus der Traum

Der Heinrichplatz und die dazugehörige Bushaltestelle des M29 in Kreuzberg heißen jetzt RIO-REISER-PLATZ. Der »Heini« geadelt! Vom Preußenprinz (Heinrich von Preußen 1781–1846) zum ›König von Deutschland‹. Der Umbenennungstag wurde mit einem Kiezfest gefeiert (21.08.). Rio Reisers alte Band ›Ton Steine Scherben‹ spielte wieder zusammen. Viel ist von ›den Scherben‹ aber nicht mehr übrig. »Mein Name ist Mensch«, »Keine Macht für Niemand«, »Alles Lüge« und andere ›Gassenhauer‹ über das Leben in den 1970er-Jahren westlich der Berliner Mauer hallten über den Platz. Es waren überwiegend Senioren da, um Rio Reisers (Ralph Christian Möbius, 1950–1996) posthumen Triumph zu ihrem eigenen zu machen, ihre Spätibierflaschen auf den König zu erheben und »DER TRAUM IST AUS« zu grölen. Da feierten sich die Veteranen der Straßenkämpfe noch einmal mit geballter Faust. Schön war die Zeit – und anders. Heute stehen die Babyboomer vor den Trümmern ihrer Träume. Willkommen in der hausgemachten Dauerkrise. Was bleibt? »Macht kaputt, was euch kaputt macht? (1969/ 70)«. Den Rollator klar zum Gefecht!

Mehrere Tausend Menschen versammelten sich am Sonntag auf dem Platz in Kreuzberg.
Ab 17:00 Uhr war kaum mehr ein Durchkommen.
Einige ›Heinis‹ kämpften gegen die Umbenennung.
Für den Rio-Reiser-Platz muss übrigens nicht mal irgendwo ein Briefkopf geändert werden. Denn den Platz gibt es gar nicht als Postadresse.
›Gedenk-Scherbe‹.
Spätibierflaschen. Mut zur Lücke.

HUNDSTAGE 

Zwischenruf zur SOMMERBILANZ 2022 (das Berliner Klima im Zeitraum 18.06.–18.08.): Im vierten Dürrejahr in Folge hatten wir bislang 23 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius und 17 TROPISCHE NÄCHTE. Hinzu kommen zahlreiche Tage, die an der 30-Grad-Marke ›schrammten‹. Aber auch an der 40-Grad-Marke wurde schon merklich ›gekratzt‹. Der Sommer 2022 wohl ein Sommer der NEUEN NORMALITÄT. Die handelnden Personen sind schon seit Jahrzehnten bestens über die Klimaentwicklung informiert. Trotzdem haben sie sich bewusst entschieden, NICHT zu handeln. Weiter so! Mit dem ›entschiedenen Vielleicht‹.