»Слава Україні« • Slava Ukraini

GROSSDEMONSTRATION unter dem Motto »Stoppt den Krieg« (27.02.)! Zur Demonstration aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Friedens-, Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen sowie Kirchen und Gewerkschaften. An diesem Sonntag waren Zehntausende in Berlin für die FREIHEIT auf den Beinen! Von der russischen Botschaft bis zum S-Bahnhof TIERGARTEN wälzten sich Menschenmassen über die ›Straße des 17. Juni‹ zur Hauptbühne am ›Großen Stern‹. Diejenigen, die es nicht mehr zum Demonstrationszug geschafft hatten, drängten sich zu tausenden rechts und links in der Parkanlage. Schon bei der Anfahrt stauten sich Hunderte auf den Bahnsteigen und in den Treppenräumen der S- und U-Bahnhöfe. In der Folge musste der ÖPN-Verkehr dann eingestellt werden. Die Veranstalter hatten ›nur‹ 20.000 angemeldet. Die Polizei sprach von mehr als 100.000 Demonstrant:innen, der Nachrichtensender ›Welt‹ von mehr als 120.000. Ich schaffte es noch bis zur Hauptbühne.

Für den Gänsehaut-Moment an diesem besonderen Tag sorgte die SCHWEIGEMINUTE um 14:00 Uhr. Schneidende Stille,
nur das Zwitschern der Vögel war an diesem klaren Wintertag zu hören. Mehr als eine Minute völlige Stille im Gedenken an
die Opfer des Krieges.

Die ukrainischen Nationalfarben waren allgegenwärtig. Viele Kinder hatten Schilder gemalt. Man sah gebastelte und gemalte oder dargestellte Friedenstauben. Als ein Ventil diente u. a. der flapsige Spruch »Make Vodka, not War«. Die bösen alten gierigen Männer PUTIN (70) & SCHRÖDER (77): Zahlreiche phantasievolle Schilder richteten sich gegen beide. Auch russische Staatsbürger:innen demonstrierten mit. Hier müssen sie wie die mutigen Landsleute in ihrer Heimat keine Verhaftungen und Deportationen in Arbeitslager fürchten. Häufig erklang der Ruf »Слава Україні«Slava Ukraini.

Toxische Männlichkeit: der »lupenreine Demokrat« P.  & sein Herold, Herr S. aus H..
Steht denn der Altkanzler Schröder auf der Boykott-Liste der EU? Hartz IV muss er sicher nicht beziehen.
Marsz, marsz, Dąbrowski, …
Et hätt noch emmer joot jejange.

Мир • Mir

Tausende erhoben am Freitagabend vor dem BRANDENBURGER TOR ihre Stimmen für den Frieden in der Ukraine (25.02.).
Der Landesmusikrat hatte nur mit einer Hand voll Leute gerechnet. Gekommen waren aber mehr als 3.500 Berliner:innen, um mit Chören und Ensembles, Musiker:innen unter dem Motto »Kultur gegen Krieg« gemeinsam zu singen: Imagine, Dona nobis pacem (mehrstimmig), Sag mir, wo die Blumen sind, Zelenaja vyshnja & Friede, schöner Götterfunken (mit modifiziertem Text). Einer der emotionalen Höhepunkte war das Lied »Sag mir, wo die Blumen sind«. Nicht der einzige Gänsehaut-Moment an diesem bewegenden Abend! Wegen des Gefechtslärms sind die Lieder sicher nicht zum Kriegsherrn, dem Massenmörder und Rassisten Putin, vorgedrungen. Aber ein deutliches Zeichen an die armen Menschen in der Ukraine.

Blumenablage an der Botschaft der Ukraine. Russische Einrichtungen werden durch Absperrungen und ein massives Polizeiaufgebot geschützt.

Sag mir, wo die Blumen sind

Where have all the flowers gone? (By PETE SEEGER)

Where have all the flowers gone?
Long time passing
Where have all the flowers gone?
Long time ago
Where have all the flowers gone?
Picked by young girls every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young girls gone?
Long time passing
Where have all the young girls gone?
Long time ago
Where have all the young girls gone?
Gone to young men every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young men gone?
Long time passing
Where have all the young men gone?
Long time ago
Where have all the young men gone?
Gone to soldiers every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Sag, wo die Soldaten sind
wo sind sie geblieben?
Sag, wo die Soldaten sind
was ist geschehen?
Sag, wo die Soldaten sind
über Gräbern weht der Wind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Gräber sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Gräber sind
Blumen wehen im Sommerwind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Blumen sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Pete Seeger schrieb das Lied 1955. Er gab an, die Grundidee dem Donkosaken-Lied  KOBODA DUDA entlehnt zu haben.

А где ж гуси?
В камыш ушли.
А где ж камыш?
Девки выжали.
А где ж девки?
Девки замуж ушли.
А где ж казаки?
На войну пошли …

Und wo sind die Gänse?
Sie liefen ins Schilf.
Und wo ist das Schilf hin?
Von Mädchen gemäht.
Und wo sind die Mädchen?
Verheiratet längst!
Und wo die Kosaken?
Sind fort in den Krieg!

Unter dem Titel SAG MIR, WO DIE BLUMEN SIND machte die wunderbare MARLENE DIETRICH
das Friedenslied 1962 international auf deutsch populär.

24.02.2022 – Die Unmenschlichkeit hat ihren Siegeszug angetreten!

GWERZ

»KURPÄLZISCH isch halt die scheenscht Schprooch« – Heute ist der ›TAG DER MUTTERSPRACHE‹.

»Was fa in Saund!. Hajoo, awwa hallo!« Und in der Tat: Kurpälzisch hat einen absolut unglaublichen Sound! Muddersprooch klingt wie Musik. Es ist eine lautmalerische Sprache mit eigener Grammatik, stets voller Charme, wie er den Menschen dort eigen ist, und vor allem mit ganz eigenem Klang, diesem ›Kurpälzer Saund‹ eben.

Und eine Sprache, die die Dinge auf den Punkt bringt. Wenn sich etwa zwei Kurpälzer begegnen, sagt der eine einfach »Wie, her?«. Der andere antwortet »Halwa hie. Unn selwert?«. Die Antwort lautet dann »Dreiväddels«. Damit sind beide zufrieden und gehen mit »alla guud« und »alla fodd« ihres Wegs.

Hier ein weiteres Beispiel für einen Kurpfälzer Alltags-Dialog:

Beim Bäcker fragt der Kunde die Verkäuferin höflich nach den Brötchen hinten im Regal: »Sehe Sie die Wegg sedanne?«. Nach einem kräftigen »Hajoo« fährt er fort: »Gewwe Sie ma vun denne zwee, unn dann noch drei vun denne annare Wegg, die wuu Sie die letscht Woch g’hat hewwe, die ware sou guud«. Die Verkäuferin bedauert, dass diese Brötchen bereits ausverkauft sind: »Die annare Wegg sin heit schun all weg«. Der Kunde daraufhin kopfschüttelnd: »Ach du liewe Leidd. Wer war dann doo doo?«. Die Antwort: »Des weeß ich jetzad nimmie. S’gibt halt wirklisch viel Leidd in da Welt«.

Kurpälzer Schprooch sou wie in Monnem odda in Lumpehoafe, Woinem, Sinse, Schriese, Dossene, Plankscht, Loame, Bad Derke, Eppele, Sankt Lee odda Neckarschtoonisch, Neiene, Hendesse, …! Kurpälzisch isch halt die Würze / das GWERZ, seufz.

LISELOTTE VON DER PFALZ: »… daß alle nacht, sobaldt ich ein wenig einschlaffe, deücht mir, ich sey zu Heydelberg oder zu Manheim …, undt dann fahr ich im schlaff auff undt kan in 2 gantzer stunden nicht wider einschlaffen dan kompt mir in den sinn, wie alles zu meiner zeit war, …«.

Und, hat der Beitrag gefallen? »Doo muss ma halt imma widda mool hortisch neigugge, ob was Neies g’schriwwe steht!« – »Alla guud« (Quelle/ Teilzitate aus: Peter Wiest zum heutigen ›Tag der Muttersprache‹ in der Rhein-Neckar-Zeitung/ RNZ vom 21.02.2022).

Kurpälzer FLAGGE (1356–1803).

Das kurpälzische ›Wappentier‹, der SAUMAGEN.

Neckarbrückenblues (Von Joy Fleming, 1971)

Her, her mol her, was ich Dir jetzt sache will.
Des is ä kleeni G‘schicht vun geschtern morge.
Do is de Briefträger zu ma kumme un hot gsagt,
Klenie kumm mol her, ich hab da was zu sache.
Oh, deun Karl is schun widder iwwer die Brick,
iwwer die Brick is er widder niwwer zu der onnere.

Oh, hab ich zu dem Briefträger gsacht:
Her mol, des is moin Karl sei Sach.
Ma zwingt keen Mensch zu seunem Glick.
un wann er meent, er muss iwwer die Brick,
soll er doch, soll er doch, soll er doch.

Oh, ich weeß, der kummt a widder zurück.
Der kummt schun widder, wann er Hunger hot.
Die Männer kumme alleweil widder zurück.
Dann sin se hungrisch oder kronk. – Gott sei Donk.
Und ach moin Karl g’heert zu dere Sort.
Gott sei Dank, Gott sei Dank, Gott sei Dank.

Ne, so oft kann der gar net fort,
wie er widder zurück kummt iwwer die Brick.
Do steht er schun widder an de Dür, moin Karl
un dann sacht er ganz fresch zu mir:
Kleeni her, her mol her
isch geh mol schnell uff ä Bier,
isch bin bald widder zurück.

Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl,
Du hoscht doin‘ Hut tief im G’nick.
Isch wääß ganz genau,
jetzt geht er widder iwwer die Brick.
Er geht widder üwwer die MONNEMER BRICK,
die MONNEMER NECKARBRICK. 

Unvergessen JOY FLEMING (bürgerlich Erna Liebenow 1944–2017)

»KRIEG DEM KRIEGE!«

Das Wort KRIEG geht vielen Medien erstaunlich schnell von der Hand. Man bekommt den Eindruck, einigen ›kriegsgeilen Journalist:innen‹ kann es gar nicht schnell genug gehen mit dem Krieg. Die Kriegstreiberei in zahlreichen deutschen Medien hat in den vergangenen Wochen nochmals zugenommen und zum Wochenende verstörende Ausmaße erreicht. Ohne vorbereitende und begleitende Propaganda sind keine Kriege möglich. Wer diese Propaganda herstellt, macht sich zur SCHREIBTISCHTÄTER:IN.

Schluss mit dem unerträglichen Kriegsgeheul und Säbelrasseln! – Cui bono?

Welche Legitimation haben Journalist:innen, selbst Politik zu machen? Wer hat sie gewählt? Vor wem müssen sie sich rechtfertigen, wenn es schiefgeht? Journalist:innen sollen politische Spielchen entlarven, statt sie mitzuspielen. Sie sind zur Deeskalation und eben auch den Interessen der Bevölkerung verpflichtet! Auch, wenn manche ›Edelfedern‹ auf der Gehaltsliste der ›TRANSATLANTIKER‹ stehen. Basta!

Fakten, Fakten, Fakten?

Mit der Realität ist das so eine Sache. Von GERALDINE CHAPLIN stammt der Satz: »Wahrheit ist selten so ODER so, meistens ist sie so UND so.« Durch die Unterschlagung von Fakten und den daraus resultierenden verkürzten Erzählungen entsteht eine manipulative Berichterstattung. Im Kern geht es bei dem aktuellen Konflikt um massive geostrategische Interessen BEIDER Blöcke.
Es ist und bleibt eine Tatsache, dass es Frieden in Europa nur mit der Ukraine, mit Belarus und MIT Russland geben kann – und nicht ohne, schon gar nicht gegen diese Länder.

Sind 77 Jahre Frieden genug? Ist Krieg nach zweieinhalb Generationen wieder eine Option? Oder im ›Orwell-Sprech‹: »Krieg ist Frieden«?

KRIEG DER DESINFORMATION & ZÜNDELNDEN BERICHTERSTATTUNG

Warum führen zivilisierte Nationen Krieg? Und warum verfallen selbst ›kluge‹ Intellektuelle in Kriegsbegeisterung? Diese Frage stellte der Begründer der Psychoanalyse, SIGMUND FREUD, in seinem Aufsatz »Zeitgemäßes über Krieg und Tod« bereits 1915. Doch die Intellektuellen sind abgetaucht. Dafür schwurbeln selbsternannte ›EXPERT:INNEN‹ rund um die Uhr auf allen Kanälen.

Das ANTI-KRIEGS-MUSEUM im Wedding ist das weltweit erste Museum gegen den Krieg. Das in der Zwischenkriegszeit 1925 von ERNST FRIEDRICH begründete Museum befand sich zunächst unweit des Alexanderplatzes an der Parochialstraße 29 (Gedenktafel/ Berlin-Mitte). Außer kriegsverherrlichenden Objekten aus dem Ersten Weltkrieg wurden dort Bilder von KÄTHE KOLLWITZ und OTTO DIX ausgestellt. Käthe Kollwitz illustrierte auch Friedrichs Fotodokumentation »KRIEG DEM KRIEGE«. Zudem war es dem Museumsgründer damals gelungen, verstörende Fotografien von Kriegsverstümmelten zu beschaffen und auszustellen. Seine Sammlung wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört. Erst 15 Jahre nach seinem Tod konnte das private Anti-Kriegs-Museum 1982 von Friedrichs Enkel TOMMY SPREE erneut eröffnet werden. Nun mit Exponaten aus zwei Weltkriegen.

Die Wirkung einer über Berlin gezündeten ATOMBOMBE (Museumsexponat).

BETONGOLD

Ist Berlin noch die ›MIETERSTADT‹? Die ›Berliner Mischung‹ ist Geschichte. Arm und Reich driften in Berlin immer weiter auseinander. Arme Menschen sind zunehmend an den Stadtrand gedrängt. Das belegt eine exklusive Datenerhebung der Arbeitsagentur für rbb24-Recherche (09.02.): Tausende Hartz-IV-Bezieher:innen mussten aus dem Stadtkern an den Rand ziehen. Das setzt oft eine Abwärtsspirale in Gang. Im Verwaltungsdeutsch heißen die betroffenen Gebiete außerhalb des S-Bahn-Rings »Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf«, mehr als 30 davon gibt es in Berlin. In fünf Gebieten liegt die Kinderarmut seit Jahren deutlich über 60 Prozent, zum Teil über 70 Prozent. Der soziale Abwärtstrend begann mit der Privatisierung der einst städtischen Wohnungen im Jahr 2004. »Für ’nen Appel und ’n Ei « wurden sie damals fast ›verschenkt‹. Von da an gingen ganze Hochhaussiedlungen von Hand zu Hand, wurden mehrfach weiterverkauft, saniert wurde kaum. Bis sie seit 2019 teilweise REKOMMUNALISIERT werden – zum fünffachen Preis/ plus. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften müssen dabei nun nicht nur den hohen Kaufpreis verkraften, sondern sollen auch in Ordnung bringen, was die Privaten spekulativ unterlassen haben.

Früher sei sozialer Wohnungsbau in der Innenstadt die Normalität gewesen, erklärt Soziologie-Professor Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum für Soziale Forschung Berlin. Viele dieser Wohnungen seien aber inzwischen aus der Mietpreisbindung gefallen. »Jetzt haben wir eine soziale Spaltung«, kritisiert der Soziologe. Manche sammeln halt millionenteure Eigentumswohnungen wie Briefmarken, andere wissen nicht, wie sie über den Tag kommen sollen. »Die Spaltung verläuft zwischen Geimpften und Ungeimpften!« DAS will uns das verrohte Bürgertum dagegen einreden.

Die beiden Fotos entstanden in Schöneberg. Nach dem Abriss werden Eigentumswohnungen »Am Winterfeldt« gebaut. Die dringend benötigten Luxuswohnungen: »UNVERWECHSELBARER CHARME & PURE LEBENSFREUDE« – Das verheißt der »erfahrene Immobilienentwickler für hochwertigen Wohnraum«.

BETONGOLD.

TINY CAR

»Was hat eine Stuttgarter:in, was eine Berliner:in nicht hat?« – »Keine Ahnung!« – »Na, eine Wohnung in Berlin.«. Häuslebau quadratisch, praktisch, gut: TINY HOUSE mit Stuttgarter Autokennzeichen.

FINSTERNIS

»Rottet die Bestien aus!«

Von der Ausrottung der amerikanischen Urbevölkerung über den Sklavenhandel bis zum Holocaust: ein Filmessay von RAOUL PECK, quer durch 600 Jahre Kolonialismus-Geschichte. Peck arbeitet die Grundlagen (›Werte‹?) des ›christlichen Abendlandes‹ heraus: GIER, RASSISMUS, GEWALT und AUSBEUTUNG.

Eine schmerzhafte REISE INS HERZ DER FINSTERNIS, 4 Teile à 60 MIN, auf ARTE (verfügbar bis 08.04.2022):
1    Die verstörende Überheblichkeit der Ignoranz;
2    Wer zum Teufel ist … Kolumbus?;
3    Töten auf Distanz oder Wie ich den Ausflug tüchtig genoss;
4    Die leuchtenden Farben des Faschismus.

This Land Is Your Land (by Woody Guthrie)

This land is your land, this land is my land
From California, to the New York Island
From the redwood forest, to the gulf stream waters
This land was made for you and me

[…]

I’ve roamed and rambled and I’ve followed my footsteps
To the sparkling sands of her diamond deserts
And all around me a voice was sounding
This land was made for you and me

[…]

As I was walkin‘ – I saw a sign there
And that sign said – no tress passin‘
But on the other side … it didn’t say nothin‘!
Now that side was made for you and me!

[…]

Masters Of War (by Bob Dylan)

Come, you masters of war
You that build the big guns
You that build the death planes
You that build all the bombs

You that hide behind walls
You that hide behind desks
I just want you to know
I can see through your masks

You that never done nothin‘
But build to destroy
You play with my world
Like it’s your little toy

[…]

Like Judas of old
You lie and deceive
A world war can be won
You want me to believe

But I see through your eyes
And I see through your brain
Like I see through the water
That runs down my drain

[…]

2020 wirkte der Künstler, der seine Werke mit dem Namen EME FREETHINKER signiert, in SPRAY-ATHEN. Damals hatte es den Künstler mit den Dreadlocks aus der Dominikanischen Republik nach Berlin verschlagen. Dem von einem US-Polizisten getöteten Afroamerikaner George Floyd setzte Freethinker ein gespraytes Denkmal. “I can’t breathe” stand da in großen Lettern neben dem fast drei Meter großen Porträt des Polizeiopfers.

SCHWANENGESANG

In den Wintermonaten halten sich alljährlich zum Jahresbeginn im NATIONALPARK UNTERES ODERTAL bis
zu 1.000 SINGSCHWÄNE auf, um ab März wieder in den Norden in ihre Brutreviere zu fliegen. Ab Mitte Januar erklingen verstärkt ihre weithin hörbaren trompetenden, zuweilen melancholischen Rufe, die sich fast wie Musik anhören.

Einojuhani Rautavaara schuf 1972 den CANTUS ARCTICUS, Op. 61, ein “Concerto for Birds and Orchestra”, wie das Werk auch im Untertitel benannt ist. Der 3. SATZ „Joutsenet muuttavat“ (“Swans Migrating” – „Ziehende Schwäne“) beginnt mit den RUFEN von Singschwänen, deren Stimmen durch Tonband zugespielt werden.

Zwischen Hohensaaten und Mescherin befindet sich eine beeindruckende naturnahe AUENLANDSCHAFT mit einem Reichtum an Flora und Fauna, der in Mitteleuropa äußerst selten ist.

Singschwäne sind übrigens auf dem finnischen Ein-Euro-Stück abgebildet.

Aus einem Volkslied:

Es zogen einst fünf WILDE SCHWÄNE
Schwäne leuchtend weiß und schön
Es zogen einst fünf wilde Schwäne
Schwäne leuchtend weiß und schön
Sing, sing was geschah
Keiner ward mehr gesehen, ja
Sing, sing was geschah
Keiner ward mehr geseh ’n

›EFF-EFF-PE-2‹

Seit einem guten Jahr ist SIE unser ständiger Begleiter: die FFP2-Maske. Verordnet. Sogar bei Banken und Demonstrationen herrscht jetzt ein Vermummungsgebot. Karneval und Fastnacht finden dagegen vorerst nicht mehr statt.

Die medizinischen Masken entwickeln sich inzwischen zum Müllproblem. Im Straßenraum und in Parkanlagen stolpert man förmlich über sie. Sehr zum Leidwesen der Vögel und kleiner Tiere. Was früher die Zigarettenkippen …

Brandaktuell: Das DEUTSCHE KAMMERORCHESTER Berlin gastiert an der Berliner Philharmonie, Kammermusiksaal (Mittwoch,
26. Januar 2022).

›MASKEN‹

Un ballo in maschera: Ouvertüre (Giuseppe Verdi), Suite bergamasque (Claude Debussy), Maske in Blau: Ouvertüre (Fred Raymond), Die Fledermaus: Ouvertüre (Johann Strauß/ Sohn), Der Mann in der eisernen Maske, Filmmusik: Auszüge (Nick Glennie-Smith).