EISGANG

Vierzehn Tage hielt der Winter Berlin mit zweistelligen MINUSTEMPERATUREN fest im Griff.
Am Rosenmontag und bei knackigen minus 10 Grad Celsius zog es mich vormittags zum EIS (15.02.).
Das hatte ich mir am Wochenende verkniffen. Denn da waren Tausende mit Kind und Kegel bei strahlendem Sonnenschein auf den Beinen. Und auf dem Eis. – Trotz DER SEUCHE. Meine Fotosession „Zugefrorener Müggelsee & Landwehrkanal“ ist im Kasten. Rechtzeitig vor dem Tauwetter. Das letzte Mal waren solche Bilder vor neun Jahren möglich. Als ich in Friedrichshagen wieder in die S-Bahn stieg, zog es sich zu und wurde grau und grauer.

Die Temperaturen steigen also, die Infektionszahlen fallen: Erstmals seit Beginn der so genannten zweiten Welle im Herbst bleibt EIN Berliner Bezirk unter der Inzidenz-Schwelle von 35. Und, Überraschung: es ist Friedrichshain-KREUZBERG. Demnach dürften dort wohl bald die Fachgeschäfte für Revolutionsbedarf wieder öffnen. Ein Schelm …

OUTPOST

Es quälen und belasten der geballte mediale Alarmismus, die vierwöchige Lockdown-Schleife – kurzum der Dauerausnahmezustand.

Da, ein Lichtblick! Am 2. Februar war MARIA LICHTMESS. Seitdem geht auch in der Metropole morgens die Sonne früher auf und abends bleibt es spürbar länger hell. Seit Anfang Februar stolpert man in den Supermärkten über die Paletten mit Schokoladenosterhasen und -ostereiern. Trotz klirrender Kälte war es hier in Berlin-Kreuzberg (Südost) mit minus 6,4 Grad Celsius am wärmsten, während in Berlin-Eiskeller (West) noch 13,7 Grad Celsius herrschten (12.02.). Sonne, Frühlingsgefühle, Aufbruch!

Willige Kreuzberger:innen lechzen nach dem IMPFSTOFF. Schließlich lockt die ENGTANZPARTY im kleinen Café ›Conni Island‹ (Heimstraße). Der zähfließende Nachschub und der Machtmissbrauch von Impfvordrängler:innen verhindern jedoch bislang die Eröffnung des weiteren Impfzentrums ›Flughafen Tempelhof‹. Die Durchsagen auf den Buslinien 104 & 248 vor den Haltestellen Columbiadamm/ Friesenstraße laufen schon. Das Impfzentrum befindet sich gegenüber dem COLUMBIA (Theater & Halle). Aber noch liegt hier einsam und verwaist der OUTPOST.

Pandemie-Ding: TIFFIN-BOX

Der regelmäßige Blick in die heimischen Müllcontainer offenbart es. Seit den Lockdown(s) sind diese stets randvoll mit Styropor-/ Karton-Essensboxen und Aluschalen sowie Plastikbeuteln. Auch die Abfallkörbe im öffentlichen Raum quellen über. Wie aber kann man den Müll beim Abholservice der Gastronomie vermeiden? Es gibt eine Lösung, die TIFFIN-BOX:

Diese Lunch-Box aus Edelstahl ist ein authentisches Essens-Transportmittel aus Indien.

Es handelt sich um ein populäres Transportbehältnis für frisch zubereitete warme oder kalte Speisen. Es besteht aus mehreren Ebenen, jede davon eine Schüssel zur Aufbewahrung einer anderen Essenskomponente (z.B. Reis, Suppe, …). Die Schüsseln werden aufeinander gesetzt und durch den Verschlussmechanismus absolut auslaufsicher versiegelt. Speziell in MUMBAI (Maharashtra) werden diese Tiffin-Boxen millionenfach am Tag gefüllt mit gutem Essen von speziellen TIFFIN-BOTEN an die Empfänger an den Arbeitsplätzen ausgeliefert. Ohne Umfüllen lassen sich die Speisen dort im Wasserbad oder unter Einwirkung von Wasserdampf aufwärmen.

Material: Edelstahl.

Frei von Schadstoffen,
Lebensmittelecht – keine Geruchs- oder Geschmacksabweichungen,
der Klemmverschluss ist ggf. abschließbar,
Spülmaschinenfest.

Füllmenge: zirka 500 ml pro Behälter.

Drei Größen.

KLEIN: mit 2 Behältern,
Gewicht: etwa 300 g,
Füllmenge: 1.000 ml gesamt;

MITTEL: mit 3 Behältern,
Gewicht: etwa 400 g,
Füllmenge: 1.500 ml gesamt;

GROSS: mit 4–5 Behältern und einer Füllmenge von etwa 2.000 ml.

Meine dreiteilige TIFFIN-BOX habe ich für 20,00 Euro im india-store.de in DE-10785 Berlin (Nähe WINTERGARTEN) erstanden.

Das deutsche Gegenstück HENKELMANN war noch bis in die 1970er-Jahre weit verbreitet. Der Henkelmann verschwand mit dem Aufkommen von Betriebskantinen und Imbissen. Zeit für eine Renaissance. Das Militär nutzt das KOCHGESCHIRR; für diesen Zweck jedoch ungeeignet.

VORSICHT GLATT

Stundenlanger Schneefall sorgte bis in die Niederungen für eine dichte Schneedecke (03.01.). Das war zuletzt vor mehr als vier Jahren der Fall.

Das Jahr 2020 war hierzulande das ZWEITWÄRMSTE seit Beginn der Aufzeichnungen. Und das DRITTE ZU TROCKENE JAHR in Folge. Die Durchschnittstemperatur betrug 2020 demnach 10,4 GRAD CELSIUS. Damit liegt 2020 knapp hinter dem Rekordjahr 2018, in dem die mittlere Temperatur 10,5 Grad betrug. Auf den folgenden Plätzen liegen mit knappem Abstand 2019 und 2014 mit jeweils 10,3 Grad. In diesem Jahr war ausgerechnet der MAI als einziger Monat kälter als im Mittel – zwar nur ein Grad, aber mit einer frostigen Eisheiligen-Nacht in der Monatsmitte, die viele Obstblüten dahingerafft hat. Ansonsten wurde das spektakuläre Temperaturergebnis auf unspektakuläre Weise erreicht: Die meisten Monate waren zwei, drei Grad wärmer als normal, der August vier, der Februar fünf.

Das ging einher mit einem viel zu trockenen Frühling und einem kaum besseren Sommer. Problematisch ist vor allem die anhaltende Trockenheit. Insgesamt kamen 2020 in Berlin nur 477 Liter Niederschlag pro Quadratmeter vom Himmel. „Es fehlen also wieder 120 Liter“, sagt Riemann. Mit dem Defizit der beiden Vorjahre summiert sich der Mangel auf fast 450 Liter pro Quadratmeter – ein Drama für die Natur und langfristig ein Problem für die Wasserversorgung. „Wir konnten noch von der Substanz des sehr verregneten Jahres 2017 zehren“, sagt Riemann, „aber zur Gesamtbetrachtung gehört auch die Verdunstung. Und die nimmt bei Erwärmung überproportional zu. Selbst wenn also der Niederschlag konstant bliebe, würde das Land wegen der steigenden Temperaturen immer weiter austrocknen.“

Ob der Schnee hieran etwas ändert? (Quellen: Deutsche Wetterdienst (DWD) & Jörg Riemann. Der meteorologische Leiter des Dienstes „Wettermanufaktur“ in Tempelhof für den Berliner Tagesspiegel, 30.12.2020).