»Heile, Heile Gänsje«?

»Was sich Berlin auch nicht vorstellen konnte: dass Frank Zanders alljährliches GÄNSEESSEN nicht serviert werden kann. Es wäre bereits die 26. Weihnachtsfeier des Entertainers für Tausende Obdachlose und Bedürftige gewesen, DOCH NUN WIRD ABGEDECKT. Und wie geht es FRANK ZANDER damit? Hören wir mal rein, was uns der 78-jährige Berliner Barde am Donnerstagabend am Checkpoint-Telefon erzählt hat (Quelle: Robert IDE im Tagesspiegel-Checkpoint, 09.10.2020):

Ich bin natürlich angepinkelt wie ein Neuköllner Straßenköter. Wir haben alles versucht, um das Ding zu retten – aber es ging beim besten Willen nicht. Man kann ja bei Obdachlosen keine Kontaktlisten führen, viele sind nicht mal registriert. Und sie gehören alle zur Risikogruppe. Da können wir es nicht verantworten, Tausende oder auch nur ein paar Hundert ins Hotel Estrel einzuladen und in einem geschlossenen Raum zu bewirten. Und ich umarme die ja so gerne, das ginge alles nicht.

Aber wir wollen für die Armen da sein, deshalb unterstützen wir als Familie Zander jetzt Food Trucks, die Essen zu ihnen bringen nach draußen. Und da kann ich nur alle reicheren Leute bitten, die Taschen aufzumachen, damit wir noch mehr Food Trucks bekommen. Natürlich ist die Pandemie für alle beschissen. Berlin hat einen Schlag auf die Birne bekommen und muss sich jetzt zusammenreißen. Wir haben 30 Jahre lang Party gefeiert, jetzt müssen wir wieder zeigen, dass wir Krise können. Aber immer, wenn’s hart auf hart kommt, halten die Berliner zusammen, da kannste dich druff verlassen.‹«

Wenn SIE helfen wollen, so viele Essenswagen wie möglich loszuschicken, können Sie das hier unter www.kd-onlinespende.de GEBEN, Button: ›Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., Weihnachten mit Frank Zander / Frank hilft!‹ auf der Spendenseite tun.
 

Der unvergessene ERNST NEGER sang

(3)    Das Leben ist kein Tanzlokal,
Das Leben ist sehr ernst.
Es bringt so manche Herzensqual,
Wenn du es kennen lernst.
Doch brich´ nicht unter seiner Last,
Sonst wärest du ein Tor,
Und trag´ was du zu tragen hast,
Geduldig mit Humor.
Und denk´ Dein ganzes Leben lang,
Ans Lied das Dir die Mutter sang –

Refrain: HEILE, HEILE GÄNSJE, ist bald wieder gut.
Kätzje hot e Schwänzje, ist bald wieder gut.
Heile, heile Mausespeck,
In hundert Jahr ist alles weg!

BAUMHARZ

Retsina, Retsina, Retsina … »Griech’ isch en Wein«. RETSINA (Ρετσίνα) ist ein weißer, trockener Tafelwein aus GRIECHENLAND (und dem griechischen Teil Zyperns).

Retsini bezeichnet Baumharz. Durch die Zugabe von Kiefernharz erhält der Retsina seinen besonderen Geschmack. Das Harz dient auch als Konservierungsmittel. Der Harzgehalt beträgt heutzutage nur noch etwa 1 bis 2 Prozent. Die modernen griechischen Winzerinnen mischen das Baumharz dem frischen, noch ungegorenen Traubensaft bei. Retsina galt als Wein der Armen. Denn der Harzanteil lag ursprünglich höher und die verwendeten Traubensorten waren von schlechterer Qualität. Die arbeitsintensive Harzerzeugung wird inzwischen seltener betrieben. Außer dem am häufigsten hergestellten und konsumierten weißen Retsina gibt es auch rote Retsina-Weine. Der geharzte Roséwein wird KOKKINELI genannt. YAMAS! Nicht nur im Kreuzberger Chamissokiez.

Ausflug

Im September gelten an neun Tagen im Verkehrsverbund (vbb) die „Mehrwert-Wochenenden“-plus. Mit dem temporären kostenlosen Brandenburg-Ticket durch die PRIGNITZ (13.09.): im RE2 nach WITTENBERGE/ Elbe. Dort Umstieg in den RE6 „Prignitz-Express“ zur „Rolandstadt“ PERLEBERG/ Stepenitz & WITTSTOCK/ Dosse.

»RIMEMBRANZA«

SOPHIE PACINI – Release Konzert zum neuen Album „Rimembranza“ (Maison de France/ 12.09.).
Als Auftakt Franz Schuberts Sonate in a-Moll, furios ging es nach einer „Corona-Lüftungspause“ mit Franz Liszts Konzertparaphrase für Klavier der Ouvertüre zu „Tannhäuser“ weiter. Glückliche 60 „Auserwählte“ genossen das Konzert im Salon. Zwei Zugaben erklatschte das Auditorium, darunter Ennio Morricones „Love Theme“ aus dem Film „Cinema Paradiso“. Wunderbar! BTW: Seit 14. September ist das neue Album „CD der Woche“ bei rbb-Kulturradio.

PAROLO

Der SCHARMÜTZELSEE ist nach dem Schwielochsee der zweitgrößte natürliche See Brandenburgs. Theodor Fontane nannte den See „Märkisches Meer“. Seit 1923 trägt Saarow den amtlichen Titel „Bad“.

BAD SAAROW: Spaziergang entlang schöner Villen zum Strandbad Mitte und Stadthafen. Start an der dreiflügeligen Bahnhofsanlage: Maxim-Gorki-Haus (1920), Scharwenka-Haus (1910/ 11), Johannes-R.-Becher-Denkmal (1964), VILLA PAROLO (1920).

Anfang der 1920er-Jahre ließ sich die Familie Zeidler die eiförmige Villa bauen. Den Namen PAROLO, der lange im Giebel prangte, wählte Zeidler nach den Anfangsbuchstaben seines Vornamens PAul sowie der Vornamen seines Sohnes ROlf und seiner Frau LOtte. 1931 gründete Zeidler am Scharmützelsee den Sport-Club Bad Saarow (S.C.B.S.). Als die Deutschen begannen ihre Mitbürger zu quälen und zu ermorden, konnte die Familie 1938 via Shanghai in die USA flüchten. Denk mal!

Schöner wohnen

Der Dom ST. MARIEN ist das stadtbildprägende Wahrzeichen der DOMSTADT FÜRSTENWALDE. Fürstenwalde gehörte zu den drei historischen märkischen Domstädten und Bischofssitzen. Die Schiffbarkeit der Spree endete im Fürstenwalder Hafen. Durch das NIEDERLAGSRECHT gelangte die Stadt zu Reichtum. Die Firma PINTSCH produzierte Seezeichen für alle Weltmeere.

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurde die Stadt zur Festung erklärt und dem Erdboden gleichgemacht, auch der Dom. Wenige „alte“ Gebäude sind heute wieder sichtbar: Reste der Stadtbefestigung mit Bullenturm, Dom mit Sakramentshaus, Altes Rathaus, Jagdschloss, Magazine und Speicher am Hafen, Stadtmühle.