Täglich um die Mittagszeit versammeln sich hunderte Schaulustige vor dem Rathaus. Um 12:00 Uhr ertönt zuerst ein Trompeten-
signal und kurz darauf öffnet sich über der Turmuhr ein kleines Metalltor, aus dem die ›Posener Ziegen‹ herauskommen. Sie stoßen dann mit ihren Hörnern zwölfmal gegeneinander, um danach wieder zu verschwinden. Die zwei Ziegenböckchen sind Teil einer Legende. Der Wiederaufbau des Rathauses nach dem Stadtbrand sollte groß gefeiert werden.
Als der für das Festmahl vorgesehene Rehbraten nicht beaufsichtigt worden war, fiel er verkohlt ins Feuer. Schnell musste Ersatz her. Der fand sich auf der nahegelegenen Stadtweide. Zwei ausgewählte Ziegenböcke konnten sich losreißen und flohen – so die Legende – auf das Rathausdach. Dort begannen sie sich vor den Augen der versammelten Menge mit den Hörnern zu stoßen. Seit diesem Ereignis zieren zwei mechanische Ziegenböckchen die Turmuhr. Ach ja: Die Ziegen selbst wurden wieder freigelassen und durften weiterleben.
Die Ziegen sind in Posen allgegenwärtig. Aber nicht auf dem Teller! Und nicht nur in den Souvenirshops.










































































