
FROHLOCKDOWN



Ick freue mir: endlich fährt die U5 durchgehend vom HAUPTBAHNHOF bis HÖNOW. Am Freitag, 04.12.2020 – also in knapp drei Wochen –, wird die Strecke mit den neuen Bahnhöfen UNTER DEN LINDEN, MUSEUMSINSEL & ROTES RATHAUS eröffnet. Den Bau hatte ich stets fotografisch begleitet, angefangen mit den Baumfällarbeiten am Boulevard Unter den Linden im Jahre 2011, dann den Baustellen („BÄRLINDE“ 2013), den Tagen der Offenen Tür am U-Bahnhof ROTES RATHAUS (07.09.2016) & dem Kreuzungsbahnhof UNTER DEN LINDEN (29.10.2018). Der zur Eröffnung noch nicht fertiggestellte U-Bahnhof „Museumsinsel“ wird zunächst noch ohne Halt durchfahren. Der U-Bahnhof „Französische Straße“ (U6) stillgelegt.

2019: Becherbestattung in der Kreuzberger Bergmannstraße: „Berlin gibt den Becher ab“. Protestzug gegen die Vermüllung Berlins durch 170 Millionen Einwegbecher jährlich. Allein in Berlin werden stündlich 20.000 Einwegbecher entsorgt (24/ 7/ 365). Wie bei einer Jazz-Beerdigung in New Orleans begleitete eine Dixieland-Kapelle den Trauerzug. Gute Laune beim Tausch in Mehrwegbecher.
2020: „Berlin gibt den Becher ab“? Von wegen. Auch im 2. Lockdown gibt es Getränke nur noch im Papp- oder Plastikbecher. Und Speisen in Plastik- oder Styroporbehältern. Alternativlos.
Rund 7,8 Milliarden Menschen bevölkern derzeit die Erde und es werden jede Sekunde mehr. Wachstumsfetisch: Doch Müllberge, Klima- und Umweltzerstörung werden standhaft ignoriert. WEITER SO! Die Natur wehrt sich jetzt, u. a. mit Corona.
›Zoonosen – Ist Corona erst der Anfang?‹
Weitere Krankheitserreger werden wohl schon bald folgen, wenn der Mensch immer weiter in den Lebensraum von Wildtieren eindringt (Siehe hierzu nano/ 3sat vom 28.10.2020; VERFÜGBAR bis 28.10.2025).
Ob GRETA hier noch etwas reißt? Friday(s)-for-Future (19.07.2019): mir gelang es, mich gegen das Hauen und Stechen der brutalen Hauptstadt-Pressefotografen zu behaupten. Und so habe ich etwa zehn gute Großaufnahmen von GRETA machen können. Sie wirkt sehr verletzlich, gar zerbrechlich, da sie auch sehr klein ist. Aber Greta ist stark! Noch ne tolle Frau. Und allemal besser als „Ahl Männer, aalglatt!“ Die hab’ ich satt.


Bonjour Tristesse. Am 31. Oktober 2020 wurde der Grosstadtflughafen ›Willy Brandt‹ eröffnet. Mit einer Verspätung von 3.073 Tagen landeten am Abend zwei (!) Maschinen im Märkischen Sand. Und das an Halloween. BER ist knorke, oder?

»Was sich Berlin auch nicht vorstellen konnte: dass Frank Zanders alljährliches GÄNSEESSEN nicht serviert werden kann. Es wäre bereits die 26. Weihnachtsfeier des Entertainers für Tausende Obdachlose und Bedürftige gewesen, DOCH NUN WIRD ABGEDECKT. Und wie geht es FRANK ZANDER damit? Hören wir mal rein, was uns der 78-jährige Berliner Barde am Donnerstagabend am Checkpoint-Telefon erzählt hat (Quelle: Robert IDE im Tagesspiegel-Checkpoint, 09.10.2020):
›Ich bin natürlich angepinkelt wie ein Neuköllner Straßenköter. Wir haben alles versucht, um das Ding zu retten – aber es ging beim besten Willen nicht. Man kann ja bei Obdachlosen keine Kontaktlisten führen, viele sind nicht mal registriert. Und sie gehören alle zur Risikogruppe. Da können wir es nicht verantworten, Tausende oder auch nur ein paar Hundert ins Hotel Estrel einzuladen und in einem geschlossenen Raum zu bewirten. Und ich umarme die ja so gerne, das ginge alles nicht.
Aber wir wollen für die Armen da sein, deshalb unterstützen wir als Familie Zander jetzt Food Trucks, die Essen zu ihnen bringen nach draußen. Und da kann ich nur alle reicheren Leute bitten, die Taschen aufzumachen, damit wir noch mehr Food Trucks bekommen. Natürlich ist die Pandemie für alle beschissen. Berlin hat einen Schlag auf die Birne bekommen und muss sich jetzt zusammenreißen. Wir haben 30 Jahre lang Party gefeiert, jetzt müssen wir wieder zeigen, dass wir Krise können. Aber immer, wenn’s hart auf hart kommt, halten die Berliner zusammen, da kannste dich druff verlassen.‹«
Wenn SIE helfen wollen, so viele Essenswagen wie möglich loszuschicken, können Sie das hier unter www.kd-onlinespende.de GEBEN, Button: ›Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., Weihnachten mit Frank Zander / Frank hilft!‹ auf der Spendenseite tun.
Der unvergessene ERNST NEGER sang
(3) Das Leben ist kein Tanzlokal,
Das Leben ist sehr ernst.
Es bringt so manche Herzensqual,
Wenn du es kennen lernst.
Doch brich´ nicht unter seiner Last,
Sonst wärest du ein Tor,
Und trag´ was du zu tragen hast,
Geduldig mit Humor.
Und denk´ Dein ganzes Leben lang,
Ans Lied das Dir die Mutter sang –
Refrain: HEILE, HEILE GÄNSJE, ist bald wieder gut.
Kätzje hot e Schwänzje, ist bald wieder gut.
Heile, heile Mausespeck,
In hundert Jahr ist alles weg!

Bei der Rückkehr aus dem Landkreis Oder-Spree (LOS) die KNUTSCHKUGEL vor meinem Schlafzimmerfenster entdeckt (06.09.2020).
