Die »48-Stunden-Aktion« des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (vbb) und der regionalen Tourismusverbände fand erstmals 2007 statt. Eine einzige in diesem Jahr (09./ 10.09.). Diese geführten Busrundtouren stellen ein ansprechendes Angebot dar, sind aber durch DIE SEUCHE inzwischen selten geworden.
Fahrt mit dem Deutschlandticket (RE7) in den »Naturpark Hoher Fläming«. Dort warteten am Zielbahnhof WIESENBURG bereits kostenlose Shuttle-Busse, um die abenteuerlustigen Ausflügler:innen aus der Metropole im Halbstundentakt kundig geführt durch den Fläming zu fahren. Eine Rundfahrt dauerte etwa anderthalb Stunden. Die Busse hielten diesmal unterwegs jeweils
an 18 Stationen. Die Busse starteten samstags und sonntags jeweils um 9:40 Uhr, der letzte Bus fuhr an beiden Tagen um 16:40 Uhr.
Meine Ziele waren ZIESAR (ausgesprochen Zi-e-sar) und der GUTSHOF SCHMERWITZ in Wiesenburg/ Ortsteil Schmerwitz (10.09.).
ZIESAR
Die ehemalige Bischofsresidenz Ziesar feiert in diesem Jahr das 1075-jährige Bestehen. Rund um die Burg lockte deshalb das quirlige Treiben des FLÄMINGMARKTES mit Spezialitäten aus der Region. Der Flämingmarkt findet seit 17 Jahren statt; der erste 2004 in Görzke. Die Geschichte des Ortes Ziesar ist eng mit Brandenburg an der Havel, dem Bistum und dem Hochstift Brandenburg, und dem Bischof von Brandenburg verbunden. Ziesar gehörte bis 1571 zum Hochstift Brandenburg und war darüber de jure nicht Teil der Mark Brandenburg. Ziesar gewann an Bedeutung, nachdem der brandenburgische Bischof Ludwig Schenk von Neindorf (†1347) die Burg Ziesar zu seiner festen Residenz hatte ausbauen lassen. Von 1327 bis etwa 1560 war Ziesar Sitz der Bischöfe von Brandenburg und Residenzstadt. In der Stadt gab es zwei Klöster: ein Franziskanerkloster im 13. Jahrhundert und ein Zisterzienserinnenkloster – ein Marienkloster – vom 14. Jahrhundert bis zur Reformation. Klosterkirche war die Stadtkirche St. Crucis (Ecclesia Sanctae Crucis, Kirche vom Heiligen Kreuz). Die Saalkirche ist eine romanische Feldsteinkirche aus dem frühen 13. Jahrhundert.











GUT SCHMERWITZ
Das Dorf Schmerwitz wurde erstmals im Jahr 1388 erwähnt. Es entwickelte sich zunächst vom Vorwerk mit einer Schäferei zum Rittergutsdorf und dann im 18. Jahrhundert zum großräumigen Wirtschaftsgut mit Herren- und Verwalterhaus sowie einer eigenen Gutskirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Ländereien des Gutes zwar enteignet, nicht aber aufgeteilt. Das Gut blieb in Form eines volkseigenen Gutes bis zur Wende 1990 erhalten.
Auf dem 1.500 Hektar umfassenden Gut wird seit 1990 ökologische Landwirtschaft betrieben: Roggen-, Weizen-, Dinkel-, Gerste und Haferfelder sowie Streuobstwiesen gehören genauso zum landwirtschaftlichen Betrieb, wie die Haltung von Merino-Schafen und Hühnern. Das Gut ist Mitglied im BIOLAND-Verband.
Auf der Terrasse der Gutsküche ließ ich den Tag ausklingen und es mir gut gehen. Es gab MÄRKISCHES HÜHNERFRIKASSEE vom Bio-Hofhuhn mit Champignons, Kapern, dazu Erbsen-Reis (18,00 Euro), Zwei Kugeln SORBET mit Früchten (5,00 Euro). Dazu eine Karaffe Wasser ›Classic‹ (1 Liter/ 3,00 Euro). Aus dem Hofladen nahm ich noch eine Auswahl von den dort selbst erwirtschafteten Produkten mit nach Berlin. Lecker!



















