Das GARTENREICH Dessau-Wörlitz an der mittleren Elbe und unteren Mulde ist ein Ausdruck der aufgeklärten Denkweise
des Dessauer Fürstenhofes. Mit WÖRLITZ als Ausgangs- und Höhepunkt der Gestaltungen entstand hier ab 1765 der erste Landschaftsgarten Kontinentaleuropas. Seine Vernetzung mit anderen Landschaftsgärten des Gebietes (Mosigkau, Großkühnau, GEORGIUM, Luisium, Sieglitzer Berg, Oranienbaum) führte zum Entstehen einer im europäischen Maßstab einmaligen GARTENLANDSCHAFT mit einer einmaligen Dichte von Denkmalen. Neu waren die Blickpunkte und SICHTACHSEN. Mit dem Schloss Wörlitz (1769–1773) entstand das erste klassizistische Bauwerk der deutschen Architekturgeschichte. Die zahlreichen Brücken im Wörlitzer Park spiegeln die Entwicklungsgeschichte des Brückenbaus wider. Das Bemerkenswerte an diesem Brücken sind die vielfältigen Formen und Konstruktionen. Seit dem Jahr 2000 gehört das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ich war dort (02.08.).
Der Rundweg durch den Park ist 70 Kilometer lang. Von der Plattform des 66 Meter hohen Kirchturmes der neugotischen St. Petri Kirche hat man einen reizvollen Blick über den Park in die Auenlandschaft.

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn und die Welterbe-Buslinie 304 benötigen für die Fahrt vom Dessauer Hauptbahnhof nach Wörlitz Bhf gute 30 MIN. Die Einzelfahrt mit der Bahn kostet sonst 6,50 Euro. Durchschnittsgeschwindigkeit des Triebwagens 30–60 km/h. Bei jedem Bahnübergang ertönt eine nervende laute Hupe.




