ERNTE 23

Erste Ernte auf meinem Balkon: Paprika und Chili (10.07.) Früh wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr hatte ich zur Zeit DER SEUCHE den Balkon ›sich selbst überlassen‹. Keine Lust wg. Corona. In diesem Jahr bepflanzte ich aber schon Anfang Mai wieder die Balkonkästen und Pflanzentöpfe. Der ficus benjamini kam endlich wieder an die frische Luft. Und die Pflanzen danken es. Sie gedeihen prächtig. Die Insekten und Spatzen freut es auch. Ach‘ wie schön ist Balkonien. Diese kleinen Paradiese sind so wichtig für das Stadt-
klima. Was engagierte Bürger:innen beherzt ›reparieren‹, reißen mutmaßlich ignorante Politiker:innen wieder ein. Sie verzögern und behindern den notwendigen Stadtumbau. Beim Klima haben wir schon die Mitte an (Wetter-)Extreme verloren.

Zweite CHILI-Ernte (20.08./ von links): geerntet die Sorten »Hot Chili Red«, »Cheyenne« & »Apache«.

2023

Nu isses da, das Jahr 2023. Neues Jahr, neuer Fotowandkalender mit dem Titel: RUF! MICH! AN!, oder: »pls hold the line«.

STARGATE: Per aspera ad astra?

EISKALT. Der ›Architekt‹ der »Agenda 2010«, FWS, rief in seiner Weihnachtsansprache zu mehr Zusammenhalt auf. »Witzischkeit kennt keine Grenzen«.

›Wir‹ bevölkern die Erde seit etwa 300.000 Jahren. Mehr als acht Milliarden Menschen leben auf EINEM Planeten Erde, verbrauchen aber die Ressourcen von fast ZWEI Planeten Erde. UN-Generalsekretär Antonio Guterres (COP27): »We are on the HIGHWAY TO CLIMATE HELL«. 2022 gab es in Berlin 24 Hitzetage und 19 Tropische Nächte. Zu viele haben den Schuss immer noch nicht gehört. Herzenswärme oder ›rauchende Köpfe‹ bei sommerlichen 42 Grad Celsius − oder beides? (Das Foto entstand im Berliner Zeiss-Großplanetarium beim Programm »Raumschiff Erde«).

Deshalb auch im 4. Krisenjahr: A NAUGHTY NEW YEAR! Ob es besser wird als 2024, das neue Jahr 2023?

Die Goslarer Schornsteinfeger verkaufen als Glücksbringer traditionell an Silvester die Glücksschweinchen der Goslarer Zeitung
für einen guten Zweck. Eine HAND VOLL GLÜCK für alle Besucher:innen meines BLOG-FEEDs. Masel tov statt Schlamassel.

HUNDSTAGE 

Zwischenruf zur SOMMERBILANZ 2022 (das Berliner Klima im Zeitraum 18.06.–18.08.): Im vierten Dürrejahr in Folge hatten wir bislang 23 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius und 17 TROPISCHE NÄCHTE. Hinzu kommen zahlreiche Tage, die an der 30-Grad-Marke ›schrammten‹. Aber auch an der 40-Grad-Marke wurde schon merklich ›gekratzt‹. Der Sommer 2022 wohl ein Sommer der NEUEN NORMALITÄT. Die handelnden Personen sind schon seit Jahrzehnten bestens über die Klimaentwicklung informiert. Trotzdem haben sie sich bewusst entschieden, NICHT zu handeln. Weiter so! Mit dem ›entschiedenen Vielleicht‹.

20. JULI

Heute wäre MAX LIEBERMANN (1847–1935) 175 Jahre alt geworden. Als am Tage der nationalsozialistischen Machtübernahme ein Fackelzug der SA vor seinem Haus am Pariser Platz vorbeimarschierte, rief Liebermann den berühmten Satz: »Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.«

Max Liebermann gehört zu den Schlüsselfiguren des Impressionismus. Er war der Kopf der Berliner Secession und, bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten, Präsident der Akademie der Künste. In seiner nach seinen Plänen gebauten und 1910 bezogenen VILLA (Bild) am Wannsee schuf der Maler sein bedeutendes Alterswerk. Zum 80. Geburtstag wurde Max Liebermann Ehrenbürger der Stadt Berlin. Doch wenige Jahre später nahmen die Nazis dem berühmten deutschen Maler seinen geliebten Sommersitz weg und machten es zum »Lager für weibliche Gefolgschaft der Deutschen Reichspost«. Im ›arisierten‹ Villenviertel
(der einstigen »Colonie Alsen«) nistete sich die SS ein. Ganz in der Nähe zu Liebermanns Landhaus (›Am Großen Wannsee 56–58‹) beschlossen am 20. Januar 1942 deutsche Spitzenbeamte beim Frühstück die vollständige ›Ausrottung‹ der europäischen Juden.

Unmittelbar vor ihrer Deportation nach Theresienstadt nahm sich Martha Liebermann am 10. März 1943 das Leben. Das Palais Liebermann am Pariser Platz versank bald darauf in Trümmern.

Heute jährt sich wieder der bedeutendste Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus (1944). Gedenkstätten DEUTSCHER WIDERSTAND: der ›Bendlerblock‹ und (im Bild) die Hinrichtungsstätte in Berlin-PLÖTZENSEE.

Heute ist der bislang HEISSESTE TAG dieses Jahres. Janz Europa ächzt unter der Wärme, Berlin ooch!
Im 4. Dürrejahr seit dem 18.06.2022 in der Metropole:

11 Hitzetage (31°–38°);

7 Tropische Nächte (20,5°–22°). Ein Schelm …

Und was war noch? DREIERGIPFEL der ›Bösen alten Männer‹: Der russische Präsident Wladimir Putin (Russisches Großreich) hat sich in Teheran mit seinem iranischen Amtskollegen Ebrahim Raisi (Persisches Reich) und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan (Osmanisches Reich) getroffen. Die Kriegsherren klopfen ihre Expansionsmöglichkeiten ab. Leichen pflastern ihren Weg.
Die anderen ›Bösen alten Männer‹ fühlen sich ermuntert, warten aber noch ab, bis sie im ›Windschatten‹ dieser Kriege losschlagen können.

Das Sterben, Verstümmeln & Zerstören im UKRAINE-KRIEG geht routiniert weiter; schon fast fünf Monate.