Seit Wochen reißen die systemkritischen Proteste im Iran nicht ab. Auslöser war der Tod der jungen Kurdin MAHSA AMINI, die von der Sittenpolizei inhaftiert wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht vorschriftsmäßig trug, so dass noch Haare zu sehen waren. Das gilt
bei den ›frommen‹ Buchhalterseelen als sexuelle Provokation und Beleidigung Gottes des Allmächtigen. Sie leiten daraus ab,
dass sie im Auftrag Gottes foltern und töten müssen. Quasi als Gottesdienst. Sie nennen Hass und Ausgrenzung RELIGION.
– Am 16. September war Mahsa in der Haft verstorben.
Frauen reicht es jetzt nach 43 Jahren islamischer Diktatur. Mit einer Großdemo unter dem Motto »#WomenLifeFreedom« haben
am Samstag in Berlin rund 80.000 Menschen die Protestierenden im Iran unterstützt – und damit deutlich mehr als erwartet (22.10.).
Der Demonstrationszug führte von der Siegessäule über die John-Foster-Dulles-Allee und die Straße des 17. Juni zurück zum ›Großen Stern‹.



