»KRIEG IST FRIEDEN«

Der Himmel über Berlin weinte. Berlin gedachte, erinnerte und protestierte anlässlich des ersten Jahrestags des russischen Überfalles auf die Ukraine (24.02.2023). Bereits am frühen Freitagmorgen war vor der russischen Botschaft in Mitte ein zerstörtes Panzerwrack vom Typ T-72 aufgestellt worden. Die Kanone zeigte auf die Botschaft. Der Panzer sei am 31. März 2022 beim russischen Angriff in dem ukrainischen Dorf Dmytrivka, außerhalb Kiews, auf eine Mine gefahren und durch die Explosion ausgebrannt. Vermutlich seien Soldaten darin umgekommen. Es soll für einige Tage vor der Botschaft am Boulevard Unter den Linden
als ›Mahnmal gegen den Krieg‹ (?) dienen.

Wieder stirbt die Jugend, wird verstümmelt. Weil böse alte Männer das so wollen. Was die Eltern noch wussten: Nie wieder Krieg! Politiker:innen und Journalist:innen setzen sich dagegen auf allen Kanälen für den Krieg ein. Krieg als Dauerzustand. Denn (im ›Orwell-Sprech‹) »KRIEG IST FRIEDEN«/ War is peace.

NACHTRAG (26.02.) – Rosenkrieg? Am Wochenende sorgten rote Rosen am Panzerwrack unweit von Botschaft und Brandenburger Tor für Aufsehen. Am Sonnabend verteilten dort mehrere Dutzend Menschen rote Rosen am Panzer. Steckt die russische Botschaft hinter der Rosen-Aktion am ausgebrannten Panzer? Fast zeitgleich twitterte die Botschaft: »Wir danken allen, einschließlich unserer Landsleute in Deutschland, die am russischen Panzer Blumen niederlegten.« Vertreter aus der ukrainischen Gemeinschaft in Berlin fühlten sich von der Rosen-Aktion dermaßen gestört, dass die Organisatoren die hunderte Blumen Sonntagmittags dann doch lieber wegräumten. Später dominierten dann wieder die blau-gelben Frühblüher auf dem zerstörten russischen Panzer (Quelle: Berliner Zeitung, 27.02.2023).