SCHWER*IN

Ausflug mit dem 9-Euro-Ticket nach Schwerin (10.08.). SCHWERIN, die »Stadt der sieben Seen«, ist die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt (fast 100.000 Einwohner:innen) ist die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands. Schwerin wurde 1018 als Wendenburg erstmals erwähnt und erhielt 1164 von HEINRICH DEM LÖWEN deutsche Stadtrechte. Damit ist sie die älteste Stadt im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin zeichnet sich durch seine – für eine deutsche Stadt dieser Größe ungewöhnlich gut erhaltene – ALTSTADT aus. Im Gegensatz zu anderen größeren Städten Norddeutschlands überstand Schwerin
den 2. Weltkrieg vergleichsweise glimpflich. Insgesamt wurde Schwerin ›nur‹ zu 3 % zerstört.

Der DOM ›St. Marien und St. Johannis‹ wurde zwischen 1270 und 1416 errichtet. Er ist eine evangelisch-lutherische Bischofskirche und gehört zu den Hauptwerken der norddeutschen BACKSTEINGOTIK
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt und Touristenmagnet ist das SCHWERINER SCHLOSS.

Der Rundgang beginnt am PFAFFENTEICH, einem künstlichen Binnensee. Sehenswürdigkeiten: ARSENAL, NEUES GEBÄUDE & ALTSTÄDTISCHES RATHAUS, NEUE SYNAGOGE, MARSTALL, SCHLOSS mit Schlossgarten & Schwimmender Wiese.

Jetzt fehlt mir nur noch die Landeshauptstadt des ›17. deutschen Bundeslandes‹: Palma de Mallorca ...

Spätgotischer HAUPTALTAR. Derbe Bildsprache: im unteren rechten Bildrand hält sich ein unter dem bloßen Gesäß des Teufels kauernder Mann die Nase zu.
Leckeres Mittagessen: BACKFISCH (Kabeljau-Filet) in Bierteig mit selbstgemachten Meck-Pommes und selbstgemachter Remoulade (11,50 Euro). Reichlich und umweltgerecht.

Notabene: Die Züge an die Ostsee (hier der RE2, ODEG) waren schon vor dem 9-Euro-Ticket überfüllt. Obwohl ich an einem Werktag (Mittwoch) und schon sehr früh morgens von Berlin losgefahren war, herrschte drangvolle Enge. Hatte auf der Hin- und Rückfahrt jeweils einen Fensterplatz. Auf der Hinfahrt stand der Zug aber planmäßig 20 MIN im Bhf Zoologischer Garten und füllte sich dort merklich. Zurück fuhr ich so rechtzeitig (15:59 Uhr), um in LUDWIGSLUST bei einem zweistündigen Aufenthalt noch das Barockschloss anzuschauen. Das ließ sich aber leider nicht realisieren. In Schwerin war der Bahnsteig schwarz vor Menschen:
In Schwerin Süd und Ludwigslust stürmten weitere Massen den Zug. Schließlich standen viele Fahrgäste eng oben und unten
in den Doppelstockwagen und auf den Treppen. Bei 30 Grad Celsius draußen. Klimaanlage & WC defekt. Wenn der ›Pöbel‹ reist!