HIMMELFAHRT…

… zum HIMMEL UNTER BERLIN. Am Freitag weihte ich den neuen U-Bahnhof ›MUSEUMSINSEL‹ ein (09.07.). Zum ersten Mal rollten die Bahnen der U5 nicht mehr durch den U-Bahnhof ›MUSEUMSINSEL‹ hindurch, sondern hielten an der neuen Station. Kurz nach 11:00 Uhr gingen die Türen endlich auf. Und Jubel und Klatschen begrüßten mich, als ich auf den Bahnsteig trat.

Die ›Museumsinsel‹ ist der 175. U-Bahnhof der Stadt und der letzte fehlende Halt auf der neuen Teilstrecke zwischen dem Alexanderplatz und dem Hauptbahnhof. Durch die Lage unter dem Spreekanal ist die U-Bahnstation eine der tiefsten der Stadt. Die 180 Meter lange und bis zu 20 Meter tief gelegene Station befindet sich teilweise unter dem Spreekanal sowie unter der Bertelsmann-Repräsentanz. Zugänge gibt es zwischen Kupfergraben und Deutschem Historischen Museum, vor dem Kronprinzenpalais vom südlichen Gehweg der Straße ›Unter den Linden‹ sowie auf dem Schlossplatz östlich der Schlossbrücke.

Der Schweizer Architekt MAX DUDLER hat den Bahnhof entworfen und sich dabei vom Berliner Baumeister KARL FRIEDRICH SCHINKEL inspirieren lassen. Das ganze Gebiet rund um die Museumsinsel hat Schinkel mit seinen Bauten geprägt. Klassisch (SPREE ATHEN) – In jedem Winkel steht ein Schinkel! Wer künftig mit der U-Bahn zur Berliner Museumsinsel fährt, dem geht nicht nur ein Licht auf, sondern gleich 6.662. Schinkel hatte 1816 einen Sternenhimmel als Bühnenbild für Mozarts »Zauberflöte« entworfen. Für den Architekten ist es nicht die einzige Hommage an Schinkel. Außer dem ultramarinblauen Nachthimmel hat die Station einen weiteren Hingucker: den Säulengang in der Mitte des Bahnsteigs. Denn Schinkel arbeitete viel mit KOLONNADEN. Und so findet sich auch auf dem Bahnsteig des neuen U-Bahnhofs ein Säulengang, gesäumt von massiven Pfeilern.

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