»KRIEG DEM KRIEGE!«

Das Wort KRIEG geht vielen Medien erstaunlich schnell von der Hand. Man bekommt den Eindruck, einigen ›kriegsgeilen Journalist:innen‹ kann es gar nicht schnell genug gehen mit dem Krieg. Die Kriegstreiberei in zahlreichen deutschen Medien hat in den vergangenen Wochen nochmals zugenommen und zum Wochenende verstörende Ausmaße erreicht. Ohne vorbereitende und begleitende Propaganda sind keine Kriege möglich. Wer diese Propaganda herstellt, macht sich zur SCHREIBTISCHTÄTER:IN.

Schluss mit dem unerträglichen Kriegsgeheul und Säbelrasseln! – Cui bono?

Welche Legitimation haben Journalist:innen, selbst Politik zu machen? Wer hat sie gewählt? Vor wem müssen sie sich rechtfertigen, wenn es schiefgeht? Journalist:innen sollen politische Spielchen entlarven, statt sie mitzuspielen. Sie sind zur Deeskalation und eben auch den Interessen der Bevölkerung verpflichtet! Auch, wenn manche ›Edelfedern‹ auf der Gehaltsliste der ›TRANSATLANTIKER‹ stehen. Basta!

Fakten, Fakten, Fakten?

Mit der Realität ist das so eine Sache. Von GERALDINE CHAPLIN stammt der Satz: »Wahrheit ist selten so ODER so, meistens ist sie so UND so.« Durch die Unterschlagung von Fakten und den daraus resultierenden verkürzten Erzählungen entsteht eine manipulative Berichterstattung. Im Kern geht es bei dem aktuellen Konflikt um massive geostrategische Interessen BEIDER Blöcke.
Es ist und bleibt eine Tatsache, dass es Frieden in Europa nur mit der Ukraine, mit Belarus und MIT Russland geben kann – und nicht ohne, schon gar nicht gegen diese Länder.

Sind 77 Jahre Frieden genug? Ist Krieg nach zweieinhalb Generationen wieder eine Option? Oder im ›Orwell-Sprech‹: »Krieg ist Frieden«?

KRIEG DER DESINFORMATION & ZÜNDELNDEN BERICHTERSTATTUNG

Warum führen zivilisierte Nationen Krieg? Und warum verfallen selbst ›kluge‹ Intellektuelle in Kriegsbegeisterung? Diese Frage stellte der Begründer der Psychoanalyse, SIGMUND FREUD, in seinem Aufsatz »Zeitgemäßes über Krieg und Tod« bereits 1915. Doch die Intellektuellen sind abgetaucht. Dafür schwurbeln selbsternannte ›EXPERT:INNEN‹ rund um die Uhr auf allen Kanälen.

Das ANTI-KRIEGS-MUSEUM im Wedding ist das weltweit erste Museum gegen den Krieg. Das in der Zwischenkriegszeit 1925 von ERNST FRIEDRICH begründete Museum befand sich zunächst unweit des Alexanderplatzes an der Parochialstraße 29 (Gedenktafel/ Berlin-Mitte). Außer kriegsverherrlichenden Objekten aus dem Ersten Weltkrieg wurden dort Bilder von KÄTHE KOLLWITZ und OTTO DIX ausgestellt. Käthe Kollwitz illustrierte auch Friedrichs Fotodokumentation »KRIEG DEM KRIEGE«. Zudem war es dem Museumsgründer damals gelungen, verstörende Fotografien von Kriegsverstümmelten zu beschaffen und auszustellen. Seine Sammlung wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört. Erst 15 Jahre nach seinem Tod konnte das private Anti-Kriegs-Museum 1982 von Friedrichs Enkel TOMMY SPREE erneut eröffnet werden. Nun mit Exponaten aus zwei Weltkriegen.

Die Wirkung einer über Berlin gezündeten ATOMBOMBE (Museumsexponat).

10 Gedanken zu “»KRIEG DEM KRIEGE!«

  1. Deine Beiträge sind wirklich gut! Ja, ich muss sagen, die Lage ist
    bedrohlich. Mir fehlen die Kenntnisse, um etwas beizutragen. Und immer,
    wenn man nur auf Einschätzungen angewiesen ist und die Realität nicht
    wirklich kennt, kommen Ängste.

    Mehr als die Hälfte der Jugendlichen hat mittlerweile Angst vor der
    Zukunft, in diesem Falle speziell Klimaangst, wie eine kürzlich weltweit
    erhobene Studie, veröffentlich in The Lancet (s.u.), aufzeigt. Und es
    passiert immer noch nichts, oder nur verdammt wenig. Die „Erwachsenen“
    scheinen die Zeichen der Zeit nicht zu verstehen. Und Macron scheint
    verrückt geworden zu sein, die Atomkraft als nachhaltig anzusehen. Vor
    aller Öffentlichkeit! Und nichts passiert.

    Und Putin glaubt mit allem Kriegsgerüst wie mit Zinnsoldaten spielen zu
    dürfen …

    Liebe Grüße,
    von Helmut

    Like

    • Die Atomkraftwerke werden notwendigerweise auch für die FORCE DE FRAPPE vorgehalten. Atomwaffen zerstören sehr nachhaltig. Und der Atommüll ist ebenfalls sehr nachhaltig. Er wirkt (in der 300.000-jährigen Menschheitsgeschichte seit den Flintstones/ Feuersteins) 1 Millionen Jahre tödlich. Gibt es also etwas Nachhaltigeres als die Atomkraft? Wohl kaum.

      Like

  2. Die gewöhnlich gut informierten Kreise wußten, dass die Russische Armee gestern Morgen um 2:00 Uhr in der Ukraine einfallen wird. Dies verbreiteten zum vergangenen Wochenende willig und Kampagnenmäßig die deutschen Medien. Der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow kommentierte dies trocken mit dem Satz „Kriege in Europa beginnen selten an einem Mittwoch“. Aber die gewöhnlich gut informierten Kreise irren niemals. So wie beispielsweise bei den Massenvernichtungswaffen des Irak. Damals der veritable Kriegsgrund. Natürlich keine Fake-News.

    Like

  3. NACHSCHLAG (zum MITSCHUNKELN in der 5. närrischen Jahreszeit):
    Die USA geben am meisten Geld für das Militär aus. Im Jahr 2020 lagen die Ausgaben für die US-Armee bei rund
    778 Milliarden US-Dollar.
    Die weltweiten Ausgaben für das Militär summierten sich in diesem Jahr insgesamt auf rund 1,96 Billionen US-Dollar,
    die US-amerikanischen Ausgaben machten damit einen Anteil von rund 39 PROZENT aus.
    Es folgt China mit 252 Milliarden US-Dollar,
    Russland mit 61,7 Milliarden US-Dollar auf Platz 4 (nach Indien),
    bereits auf Platz 7 DEUTSCHLAND 52,8, US-Dollar (nach UK & Saudi Arabien)
    & Platz 8 Frankreich 52,7 US-Dollar (Quelle: STATISTA). Ein Schelm …
    Sorry, da ist natürlich kein Geld für die Armutsbekämpfung, den Klimaschutz, die Transformation, …, da!

    Like

  4. Leider hatte der russische EU-Botschafter, Wladimir Tschischow, unrecht. Völkerrechtswidrige ANGRIFFSKRIEGE beginnen in Europa doch an einem MITTWOCH. Seit der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (23./ 24.02.) ist die russische Armee aus niedrigen Beweggründen (Landraub, Machtgewinn und Machterhalt) in das zweitgrößte europäische und Nachbarland von allen Seiten mordend eingefallen. Das stellt seit dem Kriegsende am 8./ 9. Mai 1945 eine gewaltige Zäsur dar. Die ATOMMACHT Russland verfolgt das Ziel, Menschen zu unterjochen. Russland hat sich damit außerhalb der Völkergemeinschaft gestellt. Weil die Russen es können?

    Ex-US-Präsident Donald TRUMP nennt Putins Invasion »genial« und »schlau« (Quellen: Tagesspiegel, Zdf, ntv, …). In zwei Jahren sitzt dieser notorische Lügner und andere Primat wieder im Weißen Haus.

    Like

  5. Liebe deutsche Journalistinnen und Journalisten,
    herzlichen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit!
    Nur mit Ihrer Hilfe & Unterstützung kann die Ukraine diesen Krieg gewinnen🙏🏻
    Dankesrede.
    69. Bundespresseball.
    Danke für Ihre Einladung lieber … Das postete seine Exzellenz Andrij Melnyk, der ukrainische Botschafter in Deutschland, via TWITTER (Quelle dort, 5:27 nachm. · 30. Apr. 2022·Twitter for iPhone).

    Like

  6. Immer kriegsgeiler! Verherrlichung des Heldentods. Subtile Kritik am Recht der Kriegsdienstverweigerung. Militarisierung der Zivilgesellschaft. Seit Wochen betreiben die LEITMEDIEN der großen Verlagshäuser und des öffentlich rechtlichen Rundfunks massiv Politik. Im Überbietungswettbewerb. Die Journalist:innen (Anchormen/ -women, Ankermen/ -women) hetzen die Verantwortlichen in der Politik vor sich her. Mit Suggestivfragen in Interviews soll die Politik zur Eskalation getrieben werden (Sanktionen, Lieferung sogenannter schwerer Waffen). Ging es zu Kriegsbeginn noch darum, die Kampfhandlungen schnellstmöglich zu stoppen und Blutvergießen wie Zerstörungen zu beenden, soll der Krieg nun „on the battlefield“ gewonnen werden. Die Medien schwadronieren vom Abnutzungskrieg & Siegfrieden. Und dem Nicht-Diplomaten Melnyk bietet man permanent ein Forum. Durch Interviews und Auftritte in Talkshows. Ist das Journalismus, der sich mit nichts und niemandem gemein machen sollte?

    Like

  7. Wer dachte, der (deutsche) Journalismus könne nach der Corona-Berichterstattung nicht tiefer sinken, sieht sich eines Besseren belehrt. Ja, es geht noch tiefer auf der nach unten offenen Skala. Der Ukraine-Krieg dauert bald vier Monate (16 Wochen = 112 Tage).

    »Selenskyj« im Suchfeld auf tagesschau.de ergibt für die letzten drei Monate mehr als 1.400 Treffer. Tagesschau.de listet darunter mehr als 500-mal Selenskyj-Videos. Wenn Wolodymyr Selenskyj in seinen Videobotschaften sein Mantra runterleiert – »Waffen, Waffen, Waffen her«, »Gas-Boykott, Öl-Boykott, Rußland-Boykott« und »Geld, Geld, Geld her« – dann serviert die Tagesschau im O-Ton mit Untertiteln.

    Wer hält Botschafter Andrij Melnyk noch aus? Den ›Un-Diplomaten‹ ließ die Tagesschau in den vergangenen Wochen 131-mal per Meldung und 18-mal in Videoclips seine beleidigenden Unverschämtheiten vortragen. Damit nicht genug. Die ö. r. Sender luden/ laden den mutmaßlichen Pöbler in die Talkshows ein, um dessen Reichweite zu vergrößern.

    Like

  8. »Corona, Krieg, Inflation: Verunsichertes Land
    […] Da tummeln sich Pressevertreter:innen maulheldenhaft in Schützengräben, überschlagen sich bei der Forderung nach noch schwereren Waffen, treiben die Regierung wegen angeblicher Zögerlichkeit vor sich her und spotten über die Warnung des Friedensinstituts Sipri vor einem Atomkrieg. Warum bieten sie sich nicht gleich bei Selenskyj als Söldner:innen an, um mal richtig Krieg zu erleben?
    Wer hingegen die Bevölkerung befragt, findet andere Zeichen. Klar, die Waffenlieferungen an die Ukraine werden insgesamt unterstützt, doch von wesentlich weniger Hurra-Geschrei begleitet als bei vielen Kommentator:innen. Zudem ist eine Mehrheit mitnichten der Meinung, dass die Regierung gefälligst schneller handeln solle, sondern hält die vorsichtige Gangart für durchaus angemessen.

    Sorgen vor sozialer Ungleichheit wegen Krieg
    Wenn es um die herrschende Bedrohungslage geht, schrammen die Medienmacher:innen allerdings noch eklatanter am kollektiven Gemütszustand vorbei. Zur Sorge vor einer Eskalation im Ukraine-Krieg hat sich bei sehr vielen Menschen eine weitere Angst gesellt, die sie ungeheuer bedrückt: Die Angst, dass sich die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft drastisch verschärft […]«

    (Quelle: Bascha Mika in FRANKFURTER RUNDSCHAU, 20.06.).

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Christoph Langner Antwort abbrechen