ZWIEBELTURM

Ich habe es schon wieder getan – und bin ins Kloster gegangen. Diesmal ins RUSSISCH-ORTHODOXE KLOSTER ›St. Georg‹ nach GÖTSCHENDORF (02.04.). Auf dem Gelände am uckermärkischen Kölpinsee befinden sich eine in Vollendung begriffene russisch-orthodoxe Kirche, ein Wohngebäude der Mönche und ein Gästehaus. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt päppelte mich Durchgefrorenen Bruder Artemis mit einem Teller heißen BORSCHTSCH wieder auf.

Das Männer-Kloster ›St. Georg‹ wurde 2007 offiziell gegründet; 2011 zogen die ersten Mönche ein. Es ist das erste russisch-orthodoxe Kloster in Deutschland. Abt des Klosters ist DANIIL. Er studierte per Fernstudium am Priesterseminar (2000) und an
der Priesterakademie (2010) in KIEW/ Ukraine. 2010 erhielt DANIIL (geb. Andris Irbits) in der Ukraine die ›Goldene Schallplatte‹ für
den »Schlager des Jahres 2010« (das Lied »Meine Hoffnung«). Das erklärt wohl die Luftballons in den ukrainischen Farben Blau
und Gelb im Eingangsbereich des Klosters.

Der heutige Patriarch von Moskau und ganz Russland, KIRILL I., und PUTIN unterstützten damals die Klostergründung. Nach den Krim-Sanktionen versiegten jedoch die Gelder. Die beiden KGB-Offiziere und gebürtigen St. Petersburger fanden nach dem Ende
der Sowjetunion als Hyperschall-Konvertiten zum russisch-orthodoxen Glauben. Sie wurden sehr fromm und leben seitdem
die verinnerlichten christlichen Gebote und Werte.

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