Fahrt ins Schaumburger Land (22.07.). Dort gibt’s noch ›gefühlte‹ Fürsten. Den Schaumburg-Lippes gehört nicht nur das SCHLOSS BÜCKEBURG, welches zentral in der Stadt zu finden ist. Das Schloss war ursprünglich als Wasserschloss errichtet worden. Der Schlossbach, der die Kernstadt durchquert und in die Schlossgraft mündet, sowie die Rennriehe sind Nebenflüsse der Bückeburger Aue. Die FÜRSTLICHE HOFREITSCHULE ist die einzige in ganz Deutschland. Einzigartig ist das Hubschraubermuseum in Bückeburg.
Bückeburg war ab 1640/ 74 Residenzstadt der Grafschaft SCHAUMBURG-LIPPE, ab 1807 des Fürstentums und von 1919 bis 1946 Hauptstadt des republikanischen Freistaates. Als 1933 die Nationalsozialisten eine furchtbare Diktatur errichteten, war Bückeburg längst eine Hochburg der NSDAP. Die Stadt ist heute Sitz des NIEDERSÄCHSISCHEN STAATSGERICHTSHOFES.
Schaumburg-Lippe schloss 1867 mit Preußen eine Militärkonvention ab und unterhielt danach keine eigenen Truppen mehr. Die militärische Tradition des Kleinstaates führte das in Bückeburg stationierte 7. Westfälische Jäger-Bataillon, genannt die »Bückeburger Jäger«, fort. Das »Rheinische Schützenbataillon« war 1815 aufgestellt und nach Ende des Ersten Weltkriegs aufgelöst worden.
Der schon damals als Heidedichter bekannte Schriftsteller und Journalist HERMANN LÖNS war von 1907 bis 1909 Chefredakteur der »Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung«. Einen großen Teil seiner Zeit verbrachte er in der Gaststätte »Zur Falle« beim Redigieren seiner Manuskripte. Das Gebäude ist noch heute eine Traditionsgaststätte und war früher eine Bank.
Das Autokennzeichen SHG steht für den Landkreis Schaumburg: Seine Hoheit Grüßt; oder Säufer, Huren und Ganoven – im Volksmund.













Schaumburg wird mir im Gedächtnis bleiben, so ein wunderschönes Schloss und eine noch imposantere Schlosskapelle im Stile des Manirismus. Großartig!
LikeLike