Warschau 2: STADTSCHLÜSSEL

Der ZUG (Berlin-Warszawa-Express) fährt vier bis fünf Mal täglich von Berlin nach Warschau. In Warschau gibt es drei Fernbahnhöfe. WARSZAWA CENTRALNA heißt der Zielbahnhof in der Innenstadt. Die vier Bahnsteige befinden sich im Untergeschoß.

Die Fahrtzeit für die 512 Kilometer lange Bahnstrecke beträgt fast sechs Stunden. Während der Reisebus wegen der vorgeschriebenen Lenkpausen und der erlaubten Höchstgeschwindigkeit mindestens acht Stunden für die Strecke benötigt.

Das Warschauer NAHVERKEHRSNETZ ist sehr gut ausgebaut (vorbildlich!). Auch nachts kommt man gut durch die Stadt. Es gibt auch Tageskarten (Bilet dobowy/ 24-Stunden-Tickets) zu 15,00 PLN (= 3,36 Euro).

Die TRAM verbindet die Stadt in alle Richtungen. In Warschau gibt es fast 30 Trambahnlinien.

Der BUS ist das am häufigsten zu findende öffentliche Nahverkehrsmittel, mit mehr als 1.000 Fahrzeugen (von MAN und SOLARIS) auf rund 100 Linien. 

Derzeit verfügt Warschau über zwei METROLINIEN. M1: Die ›Blaue Linie‹ M1 verfügt über 21 Stationen auf einer Länge von gut
23 Kilometern. Die Metro durchquert die Stadt von Süden (Kabaty) nach Norden (Młociny) auf der westlichen Seite der Weichsel, auf der sich auch die meisten touristischen Ziele befinden. M2: Die ›Rote Linie‹ M2 mit sieben Bahnhöfen, welche von West nach Ost verläuft, wurde im März 2015  eröffnet. Täglich nutzen derzeit in etwa 100.000 Fahrgäste diese Metrolinie. Zukünftig soll die zweite Metrolinie über 30 Kiloometer lang werden und von Połczyńska im Westen nach Gocław im Osten verlaufen. Diese Linie fährt an die Weichsel-Promenade.

NACH ESPERANTO

Ludwik Łazarz Zamenhof (*1859) entwickelte in Warschau die Sprache ESPERANTO. Außer Polnisch hörte man im vielsprachigen russischen Zarenreich, zu dem Polen damals gehörte, auf den Straßen häufig Belarussisch, Litauisch, Ukrainisch, Jiddisch, Hebräisch, Deutsch oder Armenisch. Noch in der 2. Republik Polen (II. Rzeczpospolita/ 1918–1939) gaben fast 35 Prozent der Einwohner eine andere als die polnische Sprache als ihre Muttersprache an. Zamenhof begründete 1887 unter dem Pseudonym ›Doktoro Esperanto (deutsch: Doktor Hoffender)‹ die Kunstsprache Esperanto. Außerdem veröffentlichte er eine sogenannte ›Menschheitslehre für die allgemeine Völkerverbrüderung‹. Zamenhof verstarb am 14. April 1917 in Warschau. Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Warschau an der Okopowa-Straße. Die Warschauer Buslinien 107 und 111 haben als Ziel ESPERANTO.

Getränkeautomat.
Logo des Städtischen Verkehrsamts – der »Warszawski Transport Publiczny« – mit der stilisierten Sirene in den Warschauer Farben Rot-Gelb. Das Warschauer Verkehrsnetz erstreckt sich über 3.600 Kilometer. 
Die STADTSCHNELLBAHN in Warschau (»Szybka Kolej Miejska w Warszawie«, kurz SKMWA) verkehrt auf vier Linien im Großraum der polnischen Hauptstadt.
Metro: Ohne Ticket gelangt man nicht zum Bahnsteig.
An diesem Bahnhof kreuzen die M1 und M2.
An den Ein- und Ausgängen sowie auf den Bahnsteigen gibt es Hinweistafeln für Blinde und Sehbehinderte.
Die Türen öffnen und schließen automatisch.
Das Design der Sitze.

Ein Gedanke zu “Warschau 2: STADTSCHLÜSSEL

  1. Das Esperanto in Warschau „erfunden “ wurde , war mir neu! Dass das Verkehrsnetz so vorbildlich ausgebaut ist, ebenso! Sehr interessanter Beitrag!

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