WARSZAWA ● WARSCHAU

Fahrt mit dem Reisebus nach WARSZAWA (Warschau) an der mittleren WISLA (Weichsel) in der Woiwodschaft MASOWIEN gelegen (07.–10.08.). Seit 1991 ist Warschau die Partnerstadt Berlins. Die Skyline der Business-Metropole erinnert mich an ›Main Frankfurt‹.

Zurzeit bedürfen die deutsch-polnischen Beziehungen einer besonderen Zuneigung.

Die folgenden drei Posts Warschau 2: STADTSCHLÜSSEL, Warschau 3: WÜRDE und Warschau 4: IM BAUCH ergänzen die Eindrücke. Einfach herunterscrollen.

Mehrere Stadtteile entstanden im realsozialistischen Stil. Von 1952 bis 1955 wurde der WARSCHAUER KULTURPALAST errichtet. Das damals zweithöchste Gebäude Europas. Der Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau wird mit PKiN (Palac Kultury i Nauki) abgekürzt. Seit Ende 2021 ist der ›Stalin-Stachel‹ auch nicht mehr das höchste Gebäude in Polen und Warschau. Es wurde vom Varso Tower übertrumpft. Ursprünglich war das Gebäude mal weiß.
Der Kulturpalast misst bis zum Dach 187,68 Meter. 1994 wurde eine Antenne auf das Dach montiert. Damit betrug die Höhe
237 Meter. Im 30. Geschoss befindet sich in 114 Metern Höhe eine Aussichtsplattform.
In Nord-östlicher Richtung (links oben) sind die Altstadt und die Weichsel zu erkennen.
Blick vom Weichselufer auf das Königsschloss.
Da die meisten Archivalien vernichtet waren, wurde die Warschauer Altstadt nach alten Gemälden wieder aufgebaut.
Warschau besitzt eine der ›jüngsten Altstädte‹ in Europa. Der Altstädter Marktplatz (Rynek Starego Miasta). Legendär: Warszawska Syrenka.
Der beliebte Weichselboulevard. Die kilometerlange Uferpromenade wurde seit 2015 Kilometer um Kilometer angelegt.  
Die Polnische Nationalbank brachte für Sammler:innen diesen Geldschein heraus. Er ist nur dort erhältlich.
Pegasus-Skulpturen vor dem Obersten Gericht.
Im Rgierungsviertel.
Das Lech-Kaczyński-Denkmal. Am 10. April 2010 starben 96 Personen bei der tragischen Flugzeugkatastrophe von SMOLEŃSK. Unter den Opfern waren der damalige Präsident Lech Aleksander Kaczyński und seine Gatttin, sowie zahlreiche Parlamentarier, Kirchenwürdenträger und Militärs. Sie waren auf dem Weg zu einer Gedenkfeier zur Erinnerung an die Ermordung polnischer Offiziere durch den sowjetischen Geheimdienst 1940 im russischen KATYN. 

Statt Erinnerung und Andenken sah man von Anfang an nur heftigen Streit und schädigende Polemik. Diese Tragödie wurde von der polnischen Politik als Werkzeug für ihre Machtspielchen missbraucht. Handstreichartig wurde damals der Wawel (der Dom der Krakauer Königsburg), wo Polens Könige, Freiheitskämpfer und Dichter liegen, zum Begräbnisort des Ehepaars Kaczyński bestimmt. An jedem 10. April von 2011 bis 2018 organisierte die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS/ Prawo i Sprawiedliwosc) von Jaroslaw Kaczyński sogenannte ›Smolensk-Erinnerungsmärsche‹. Polnische Intellektuelle sprachen in diesem Zusammenhang von »Smoleńsk-Sekte« und »Säkularer Smoleńsk Religion«.
Das Smoleńsk-Denkmal ähnelt der Form nach einer Zugangstreppe (Gangway) eines Flugzeugs. Dort sah man die Opfer zum letzten Mal. Die Konstruktion ist aus Stahlbeton und wurde mit schwarzen Granitplatten umhüllt. Die eingeritzten Namen der Opfer auf dem Denkmal wurden alphabetisch und ohne Titel geordnet. Aus kleinen Nischen in den Wänden des Grabens strahlen 96 Lichter. Manche Warschauer:innen nennen das umstrittene Denkmal ›Himmelstreppe‹. Beide Denkmäler wurden 2018 errichtet.
Reste des Säulengangs, der die beiden Palastflügel des ›Sächsischen Palais‹ in der Mitte miteinander verband. Er wurde in den Jahren 1839–1842 am ›Sächsischen Garten‹ erbaut. Hier entstand 1924 das GRABMAL DES UNBEKANNTEN SOLDATEN. Der Soldat kam 1920 bei der Verteidigung von Lemberg (damals polnisch) um und wurde hier im November 1925 bestattet. Die beiden Wachsoldaten werden jeweils zur vollen Stunde abgelöst. 
Was von den polnischen Königen sächsischer Herkunft blieb. Beide Flügel des von Deutschen zerstörten PALAC SASKI sollen bis 2030 wieder aufgebaut sein. Zurzeit sind die Keller beider Flügel freigelegt. Sie werden archäologisch erforscht.
Die Neue Welt (Nowy Świat) führt zum Kreisverkehr ›Rondo de Gaulle‹ mit der einzigen (künstlichen) Palme in Warschau in dessen Mitte. Die »JERUSALEMPALME« wurde für $ 12,000 in den USA hergestellt und steht seit Dezember 2012 hier.
Im königlichen Lazienki-Park gibt es im Sommer kostenlose Chopin-Konzerte. In einer Säule der Heilig-Kreuz-Kirche ruht das Herz von Frédéric (polnisch Fryderyk) Chopin.

Ein Gedanke zu “WARSZAWA ● WARSCHAU

  1. So, nun habe ich endlich auch den ersten Blog über Warschau gefunden. Die Blogs fügen sich in Einheit zu einem kleinen feinen Reiseführer zusammen. Eine Anregung: beim nächsten Städteblog mal wieder authentische Restaurants – oder Kneipentipps abseits der Touristenpiste ;).
    Das würde mich sehr erfreuen !

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