OBENDRÜBER

Ab in den ›Wilden Süden‹. Zum 2. Mal in diesem Jahr. Mit der BahnCard (BC50, ›Supersparpreis‹ 60 Euro) ging es von Berlin-SÜDKREUZ im ICE 575 über Halle/ Saale, Erfurt, nach FRANKFURT/ Main Hauptbahnhof (28.09.); Rückfahrt mit dem ICE 798 von Frankfurt/ Main Hauptbahnhof über Kassel (auf der Marburg-Strecke), Göttingen, Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg nach BERLIN-Hauptbahnhof (04.10.). Alle anderen Fahrten in HESSEN und BADEN-WÜRTTEMBERG (Rhein-Main-Neckar) mit dem DEUTSCHLANDTICKET. DARMSTADT (Basiscamp 1, 28.09.–01.10.), FRANKFURT (29.09.& 04.10.), HESSISCHE BERGSTRASSE (30.09.), HEIDELBERG (Basiscamp 2, 01.10.–04.10), BRUCHSAL (02.10.). Eitel Sonnenschein.

DARMSTADT

Sonnenaufgang um 7:30 Uhr.
Genießen über den Dächern Darmstadts; seit 2019 gibt es im Darmstädter Bekleidungshaus HENSCHEL am Marktplatz das Rooftop-Restaurant »Obendrüber«. Es hat DIE SEUCHE glücklicherweise überstanden.  

Der Ursprung des Familienunternehmens Henschel liegt in Michelstadt. Mit der Gründung eines »Manufacturwaaren-Geschäfts« am 1. Juni 1889 legte Daniel Rothschild den Grundstein der heutigen Unternehmensgruppe Henschel. Die Söhne von Daniel Rothschild führten später die Kaufhäuser in Darmstadt und Heidelberg. 1908 ließ Siegmund Rothschild das Geschäftshaus am Darmstädter Marktplatz bauen. Das im Jugendstil errichtete Gebäude war in seiner Zeit ausgesprochen modern und großstädtisch. 1935 wurde das Unternehmen zwangsweise »arisiert«. Die Rothschilds verkauften das Unternehmen an die neu gegründete Henschel & Ropertz KG und ihren Hauptgesellschafter Dr. Erich Henschel. Die Eigentumsübertragung geschah – trotz der schwierigen Umstände währen der NS-Diktatur – in freundschaftlichem Einverständnis. So lautet der Eintrag in der Unternehmenshistorie. Die Rothschilds emigrierten in die USA. 1974/ 75 wurde dem Darmstädter Haus die grünliche Fassade vorgesetzt. 1992 schließlich wurde das Gebäude um eine Etage aufgestockt. Der Platz für das OBENDRÜBER war geschaffen.
Hessische Hausmannskost gibt es in der Privatbrauerei GROHE. Ein schöner, aber auch begehrter Platz, vor allem bei Heimspielen der »Lilien«.

FRANKFURT

Sehnsuchtsort KLEINMARKTHALLE. Bei ILSE SCHREIBER steht die Welt Schlange.
Am 6. Februar 1945 begann die Flucht der kleinen Ilse an der Hand ihrer Mutter aus Schlesien nach Westen. Die legendäre Metzgersfrau betreibt seit 1958 in der Frankfurter Kleinmarkthalle einen Imbiss-Stand. Ein Leben harter Arbeit, nicht selten mit 13-Stunden-Tagen. Ans Aufhören denkt sie noch nicht.
Und die Standardfrage der ›Herrin der Wurstringe‹: »Soll ich die Haut abziehe?« – Natürlich; und ordentlich Senf dazu.
Sehnsuchtsort KLEINMARKTHALLE: SAMEN-HERZING.
Sehnsuchtsort »Klaa-Markthall«: hessenshop.de. Weihnachts-Wunschzettel: Grüne-Soße-Teller. Dazu die Grüne-Soße-Schüssel (29,99 Euro). Denn das Auge ist mit.

Ein Gedanke zu “OBENDRÜBER

  1. Bei den Bildern von Darmstadt und Frankfurt packt mich die Sehnsucht.. der weiße Turm, der schöne Marktplatz, der Grohe…..und die schönen Frankfurter Genüßchen……Wunderbar… Muss da auch mal wieder hin mit Zeit und Muße

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