MO VENE NATALE

Erste Weihnachtsstimmung kam beim neapolitanischen Weihnachtskonzert am 2. Adventssonntag auf (Alte Feuerwache Friedrichshain/ 10.12.). Nach drei Jahren Corona-Pause führten RACHELINA und die MACCHERONIES mit musikalischen Gästen
die liebgewordene Tradition endlich wieder fort. Zu den Musikern der Band gesellte sich eine Berliner Drehorgel, die neapolitanische Weisen spielen kann. Der fabelhafte Michele Castellarin bereicherte den Maccheronie-Sound mit seiner Mundharmonika.
Der zampognaro Alberico Larato sorgte mit seinen alten Instrumenten wie Sackpfeife (zampogna) und Zieharmonika (organetto) für
die authentische Atmosphäre. Und der Puppenspieler Roberto Lanave verzauberte Jung und Alt mit seinen selbst geschnitzten Handpuppen (guaratelle). Das Puppenspiel erzählte die die klassische Geschichte von Pulcinellas Kampf gegen Tod und Teufel.  

Bekannt sind die neapolitanischen Weihnachtskrippen.

Rachelina und ihre Musiker folgen mit dem neapolitanischen Weihnachtskonzert einer Tradition, die in der Stadt unter dem Vesuv seit dem Jahr 1698 gepflegt wird. Damals wurde die »Cantata dei Pastori – die Ballade der Hirten« hier zum ersten Mal aufgeführt. Ein Singspiel, bei dem weniger der religiöse Aspekt der biblischen Geschichte im Vordergrund steht, als vielmehr profane Alltagsgeschichten, gewürzt mit dem typischen neapolitanischen Humor. Für weihnachtliche Stimmung sorgten auch die mehrstimmigen ›Villanelle‹ der Renaissance. Ebenfalls aus Neapel: »Tu scendi dalle stelle/ O Re del Cielo« (Du steigst von den Sternen herab/ Oh König des Himmels). Aber nach der Tradition wurde es modern.

HINWEISE 

Kürzlich erschien die CD »Bevete più latte« (Trink mehr Milch) des italienischen Kinderchors »i BiRiCHiNi« & der Bigband
»the flintstones« (zu beziehen über die Site der Band).

Weltbekannt wurde die Firma Cocchi, Bacigalupo & Graffigna aus der Schönhauser Allee mit der Produktion von Drehorgeln und Orchestrien. Hierzu läuft zurzeit die Austellung »MUSICA DI STRADA. Italiener:innen in Prenzlauer Berg – Handel, Handwerk & Musik« (Museum Pankow; bis 19.10.2025).


»Frieden, Frieden, Frieden«. – Nicht nur zur Weihnachtszeit. DAS den ›Qualitätsmedien‹ und der Politik ins Stammbuch geschrieben.

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