

Sucht ganz Deutschland jetzt den AHNENPASS! Der »Ahnenpaß« war eine gesetzliche Ausweisurkunde, die amtlich beglaubigte Abstammungsnachweise enthielt. Der Ahnenpaß wurde seit 1934 zuerst vom »Reichsverband der Standesbeamten Deutschlands« herausgegeben und diente ausschließlich zum »Nachweis der arischen Abstammung«. Dem Ahnenpaß lag die Vorstellung der Zugehörigkeit zu einem »Volk« aufgrund von kulturellen Merkmalen zugrunde. Seine Erfinder beschrieben eine »deutsche Volksgemeinschaft« als »Blutsgemeinschaft« und als Kollektiv von Menschen mit angeborenen gemeinsamen Persönlichkeits-
merkmalen. Im Ergebnis einer kruden und längst widerlegten Rassenlehre, verklärte man »nordische ARIER« zum Idealbild der »Herrenrasse«.
Der Begriff »Arier« kommt aber aus der indischen und persischen Region und bedeutet etwas ganz Anderes als es die Nazis früher und die Rassisten heute gerne hätten.
Der faschistische Berufspolitiker und designierte thüringische Ministerpräsident sowie Oberstudienrat für tausendjährige Geschichte und Leibesübungen Björn Höcke (*1972 in Lünen) spricht seit jeher Klartext. Auffällig sind die zahlreichen von ihm verwendeten Begriffe aus der NS-Zeit: Altparteienkartell, Lügenpresse, Volksverderber, Zinsknechtschaft, Volkstod, tausendjährige Zukunft. Die rutschen einem Geschichtslehrer nicht einfach nur so heraus. Diese Liste könnte man noch verlängern, doch Höcke wiederholt sich im Grunde genommen immer wieder. In Höckes Reden steckt sehr viel Hitler. »Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.«, so Höcke.
In seinem Buch »Nie zweimal in denselben Fluss« (bloß nicht kaufen!), das Mitte 2018 erschien, fordert Höcke als zentrales Ziel seiner Partei AfD eine Säuberung Deutschlands von »kulturfremden« Menschen. Höcke schreibt: »Neben dem Schutz unserer nationalen und europäischen Außengrenzen wird ein groß angelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein.« Dieses »Remigrationsprojekt«, so schreibt es Höcke, sei wohl nur mit Gewalt zu schaffen. »Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen.«
»Remigration« ist zum Unwort des Jahres 2023 gekürt worden. Das Wort sei ein »rechter Kampfbegriff« und eine »beschönigende Tarnvokabel«, werde von Rechtsextremen für die Forderung nach Zwangsausweisungen und Deportationen benutzt. – Auf Platz zwei landete übrigens »Sozialklimbim«. Noch Fragen?
Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünket:
Mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir lieget (Johann Wolfgang von Goethe, Xenien aus dem Nachlaß 45).
Einen erhellend kommentierenden Blick auf die Lage wirft ein Artikel aus dem Freitag: https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/wannseekonferenz-2-0-der-richtige-vergleich-die-boxheimer-dokumente-von-1931/440ca618-1316-4fa7-9c2a-1a81ecf6c467
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Wie der „Correctiv“-Bericht der AfD hilft
Irgendwo in Berlin gibt es einen bedauernswerten Briefträger, der jeden Tag 130 bis 150 Mitgliedsanträge in die Bundesgeschäftsstelle der AfD schleppen muss. Anfang Januar gab es auch schon viele Anträge, aber seit „Correctiv“ über Pläne berichtete, Deutschen mit Migrationshintergrund die Staatsbürgerschaft zu entziehen, ist die Zahl noch mal angestiegen. 8000 Mitgliedsanträge liegen unbearbeitet herum, die Partei stellt nun weitere Leute ein, um das abzuarbeiten. 8000 Mitglieder zahlen jeder 120 Euro im Jahr Beitrag, das ist fast eine Million Euro. Hinzu kommen fast 450.000 Euro, um welche die Parteienfinanzierung dadurch steigt. Es sind gute Wochen für die AfD. Zum Jahreswechsel hatte sie rund 40.000 Mitglieder, in der Parteiführung glauben sie, dass es bis Ende des Jahres 50.000 bis 60.000 sein werden. Viele begründen ihren Eintritt damit, der Partei sei unrecht getan worden, erst mit dem angeblich verfälschenden „Correctiv“-Bericht, dann mit einer Verbotsdebatte und schließlich mit Demonstrationen
(Zitat/ Quelle: FAZ, 25.01.).
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